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Immer weniger Schmetterlinge flattern auf Europas Wiesen

Wissenschaft Immer weniger Schmetterlinge flattern auf Europas Wiesen

Die Zahl der Wiesen-Schmetterlinge in Europa nimmt nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur besorgniserregend ab. Zwischen 1990 und 2011 seien von 17 beobachteten Arten acht zurückgegangen.

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Gehört zu den Arten, deren Population stabil geblieben ist: der Aurorafalter.

Quelle: Franz-Peter Tschauner

Kopenhagen/Halle. Lediglich bei zwei Arten seien die Populationen stabil geblieben, nur eine habe zugenommen, teilte das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle am Dienstag mit. Die Forscher haben an dem Bericht mitgearbeitet. Eine Ursache dafür sei die Intensivierung der Landwirtschaft. Es gebe auch weniger Wiesen als früher.

Zu den untersuchten Schmetterlingsarten gehört zum Beispiel der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), dessen Bestand deutlich zurückgegangen ist. Unsicher ist die Entwicklung beim Mattscheckigen Braun-Dickkopffalter (Thymelicus acteon). Zu den stabilen Arten zählen die Wissenschaftler hingegen den Aurorafalter (Anthocharis cardamines).

Die Beobachtung von Schmetterlingsarten ist für Forscher wichtig, weil sie Trends für viele andere Insektenarten aufzeigen. Sie seien ein Indikator für die Artenvielfalt und für die Gesundheit der Ökosysteme, heißt es im Bericht. "Dieser dramatische Rückgang an Grünlandschmetterlingen sollte die Alarmglocken läuten lassen", sagte Hans Bruyninckx, Direktor der Europäischen Umweltagentur. "Generell schrumpfen auch die Wiesen in Europa. Wenn wir es nicht schaffen, diese Lebensräume zu erhalten, könnten wir viele dieser Arten für immer verlieren."

Die Intensivierung der Landwirtschaft führt nach Einschätzung der Umweltagentur zu einheitlichen Grünflächen, die nahezu steril für die Artenvielfalt seien. Dazu komme, dass Schmetterlinge sehr empfindlich auf Pestizide reagierten. In einigen Regionen im Nordwesten Europas flatterten Wiesen-Schmetterlinge bereits jetzt schon nur noch am Straßenrand, auf Eisenbahnbrachen, felsigen und feuchten Orten - oder in Städten und Naturschutzgebieten.

dpa

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