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08:01 29.06.2018
Christian Hemschemeier ist Paartherapeut und schildert an dieser Stelle regelmäßig Fälle aus seiner Praxis. Quelle: gpt
Hamburg

Leider kommen die meisten Paare viel zu spät in die Beratung. Oft liegen schon Jahre des Nebeneinanderherlebens hinter ihnen. Erst wenn dann die letzten Stricke reißen, unternimmt man etwas. Dabei ist es umso leichter, etwas zu bewegen, je früher man das Beziehungsschiff in eine andere Richtung lenkt. Hier fünf Tipps, mit denen man seine Beziehung etwas mehr auf Spur halten kann:

Pack den Stier bei den Hörnern: Niemand mag Konflikte, und das führt leider häufig dazu, dass man wichtige Themen nicht anpackt. Oft unterschätzt man auch den Partner und bezieht ihn nicht mit ein. Zum Beispiel, wenn man vielleicht Zweifel an der Beziehung hat.

Aber es sind gerade diese Tänze auf dem Drahtseil, die eine Beziehung spannend halten. Die Komfortzone ist auf Dauer gefährlich. Wichtig ist, in der Kommunikation immer mit den eigenen Impulsen anzufangen, die sogenannte „Ich-Sprache“, und nicht dem anderen alles zuzuschieben, die „Du- Sprache“.

Identifiziere Trigger: Jeder von uns hat seine kleinen Traumata, was Beziehungen angeht. Teils kommen sie aus der Kindheit, teils aus gescheiterten Vorbeziehungen. Auch das Onlinedating mit seinen unvorhersehbaren Wendungen trägt seinen Teil dazu bei.

Vielleicht ist Ihre Partnerin misstrauischer, weil sie mal heftig betrogen wurde. Oder Ihr Partner fühlt sich leicht kritisiert, weil ihm dies so oft im Leben passiert ist. Das Wort „Trigger“ – also Auslöser – ist dabei schön neutral. Es gibt niemandem die Schuld, es erkennt nur an, dass es seelische Narben gibt, auf die man einfach liebevoll achten kann.

Mach Dinge einfach mal anders: In Ehekrisen ist man oft wie gelähmt, weil man scheinbar immer die gleichen Schleifen durchläuft. Es ist für viele Paare frappierend zu sehen, dass sie eigentlich immer den gleichen Streit über viele Jahre führen.

Das Leben ist schon ernst genug – man kann Dinge einfach mal spielerisch anders machen. Zum Beispiel kann man vereinbaren, dass man nur im Badezimmer streiten darf, nur zu einer bestimmten Zeit, oder man vereinbart, mal für eine Woche die Rollen zu wechseln. Vielleicht kann man mal selbst liebevoll über sich lachen.

Lebe (gemeinsame) Träume: Ein Paar lebt nicht in einem Vakuum, sondern gerade das „gemeinsame Tun“ stiftet Verbindung. Deshalb ist es auch so wichtig, immer wieder zu „daten“, sprich auszugehen, den Alltag mal zu vergessen und Spaß zu haben. Aber auch im Großen ist einem Paar vieles möglich, was man als Single vielleicht nicht immer schafft: die eigenen Lebensträume entweder gemeinsam oder mit Unterstützung des anderen in die Wirklichkeit umzusetzen.

Leere deinen Rucksack: Nach dem ein oder anderen Lebensjahrzehnt sammelt sich natürlich so einiges an in der Seele. Vielleicht ist man noch wütend auf den Ex, Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn. Sicherlich ist es sinnvoll zu versuchen, Konflikte zu lösen. Aber manchmal geht das nicht – oder es gibt sogar schon gar keinen Kontakt mehr.

Trotzdem verhindert jedes schlechte oder unaufgelöste Gefühl, an dem man festhält, die Kapazität das Einlassens auf die Menschen im Hier und Jetzt. Also setzen Sie sich einfach mal hin mit einem Tagebuch und schreiben Sie: „Ich verzeihe XY ...“ Das heißt nicht, dass Sie wieder mit diesen Menschen zu tun haben wollen. Vielleicht gibt es auch noch Menschen, denen Sie hinterhertrauern, weil sie Sie verlassen haben. Dann schreiben Sie: „XY, ich lasse dich endgültig los.“ Wichtig ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen, um die Gegenwart und Zukunft zu genießen.

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Der Autor ist zu erreichen unter www.liebeschip.de

Von Christian Hemschemeier/RND

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