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Lasek und PRK: OP-Verfahren für das Auge

Gesundheit Lasek und PRK: OP-Verfahren für das Auge

Um das Auge zu operieren, gibt es eine ganze Reihe von Verfahren. Alle haben Vor- und Nachteile; und es gibt auch Gründe, die gänzlich gegen eine OP sprechen.

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Laserstrahl im Einsatz.

Quelle: Rio Patuca Images

Potsdam. Die Angebote für eine operative Korrektur der Fehlsichtigkeit sind groß. Viele Abkürzungen schwirren umher: PRK, LASEK, LASIK, ICL, RLE, SMILE. Um für Klarheit zu sorgen, haben der Berufsverband der Augenärzte (BVA) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft die Kommission Refraktive Chirurgie gegründet. Sie bietet Fortbildungen und Augenchirurgen an und hält für interessierte Patienten Listen qualifizierter Operateure bereit. Welche OP-Methode jeweils geeignet ist, sollte nach Einschätzung der BVA-Experten in einem Beratungsgespräch nach gründlicher Voruntersuchung in der Augenarztpraxis geklärt werden. Denn es könne auch Gründe geben, die gegen eine OP sprechen. Generell sollten sich Menschen unter 18 Jahren keinem refraktiven Eingriff unterziehen.

Hier ein kurzer Überblick über gängige Verfahren:

Photorefraktive Keratektomie (PRK) und Laser Epitheliale Keratomileusis (LASEK)

Dabei wird die oberste Hornhautschicht, das Epithel, mechanisch oder mittels Laser entfernt. Danach wird mit einem Excimer Laser das Zentrum der Hornhaut abgeschliffen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Das Epithel bildet sich im Verlauf weniger Tage neu und schließt die oberflächliche Wunde. Bis zur Abheilung müssen die Patienten mit Schmerzen rechnen. Mit diesem Verfahren werden Kurzsichtigkeit (bis -6 Dioptrien), Stabsichtigkeit (bis ca. 5 Dioptrien), seltener auch Weitsichtigkeit korrigiert.

Laser in situ Keratomileusis (LASIK) und Femto-LASIK

Das bekannteste Verfahren zur Sehkorrektur mit dem Laser ist die LASIK, bei der eine etwa 0,15 mm dicke Lamelle der Hornhaut wie ein Deckel umgeklappt wird. Danach wird mit dem Excimer Laser das Zentrum der Hornhaut abgeschliffen und die Lamelle zurückgelegt. Sie saugt sich fest. Die LASIK ist für die Korrektur von Kurz- (bis -8 Dioptrien), Weit- (bis 3 Dioptrien) und Stabsichtigkeit (bis zirka 5 Dioptrien) geeignet. Nach dem Eingriff erholt sich das Sehvermögen rasch.

Phake Intraokularlinse, implantierte Kontaktlinse (ICL)

Wenn hornhautchirurgische Verfahren nicht infrage kommen, gibt es die Möglichkeit, zusätzlich zur körpereigenen Linse eine weitere Linse in das Auge einzusetzen. Solche phaken Intraokularlinsen werden zur Korrektur einer höheren Kurz- (ab -6 dpt) oder Weitsichtigkeit (ab +3 dpt) eingesetzt.

Austausch der klaren Linse gegen eine Kunstlinse – Refraktiver Linsenaustausch (RLA) oder Refractive Lens Exchange (RLE)

Wie bei der modernen Kataraktchirurgie wird das Auge am Rand der Hornhaut eröffnet und die körpereigene Linse wird entfernt, um durch eine Kunstlinse ersetzt zu werden. Mit diesem Verfahren lässt sich eine höhere Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie gleichzeitig die Alterssichtigkeit korrigieren.

Von Ute Sommer

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