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Neue Spinnentier-Arten in Brasilien entdeckt

Tiere Neue Spinnentier-Arten in Brasilien entdeckt

Belo Horizonte/Washington (dpa) – Im Nordosten Brasiliens haben Forscher zwei neue Spinnentier-Arten entdeckt. Wie die Wissenschaftler berichten, sind die rötlich-braunen Tiere nur wenige Millimeter groß.

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Mit dem bloßen Auge sind sie kaum zu erkennen: Forscher haben im Nordosten Brasiliens zwei bislang unbekannte Spinnentier-Arten aufgespürt. Die Tiere sind nur wenige Millimeter groß – und leben in der Tiefe von Kalksteinhöhlen. Foto: Adalberto Santos

Beide Spezies gehören zu den Zwerggeißelskorpionen (Schizomida).

Das Team um Adalberto Santos von der Bundesuniversität von Minas Gerais im brasilianischen Belo Horizonte stellt die Arten im Fachjournal "PLOS ONE" genauer vor.

Den Forschern zufolge leben die neuen Spezies namens Rowlandius ubajara und Rowlandius potiguar in feuchten und kalten Kalksteinhöhlen. R. potiguar wurde bisher in 20 verschiedenen Höhlen des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Norte entdeckt, R. ubajara hingegen nur in einer Höhle des Ubajara National Park im Bundesstaat Ceará. Am Fundort der Zwerggeißelskorpione gibt es auch Fledermäuse. Die Forscher vermuten daher, dass sich die Tiere von kleinen Insekten ernähren, die in Fledermauskot leben.

Die neuen Arten wurden ausschließlich in Höhlen gefunden und besitzen auch keine Sinnesorgane für Licht. Dennoch gehen die Forscher nicht davon aus, dass sich die Tiere auf ein Leben in Dunkelheit spezialisiert haben.

Das Fehlen von Augen sei bei Zwerggeißelskorpionen keine Besonderheit, schreiben die Forscher. Das sei lediglich ein Zeichen dafür, dass sich diese Tiergruppe nicht überwiegend durch visuelle Wahrnehmung orientiere. Es sei nicht auszuschließen, dass die neuen Arten auch außerhalb der Höhlen vorkommen. Dies könne jedoch nur durch weitere Studien geklärt werden, heißt es in "PLOS ONE".

dpa

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