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Sicherheit beim Sammeln von Pilzen: So vermeiden Sie Vergiftungen

Gesundheit Sicherheit beim Sammeln von Pilzen: So vermeiden Sie Vergiftungen

Beim Pilze sammeln gilt: Wer keine Ahnung hat, sollte lieber die Finger davon lassen. Sicherheit geht vor, denn Jahr für Jahr kommt es zu zahlreichen Vergiftungsfällen. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

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Quelle: photography33 - depositphotos.com

Wenn die Blätter langsam von den Bäumen fallen und die Tage kürzer werden, beginnt die Zeit der Pilze. Denn: Die Monate September und Oktober gelten in Deutschland traditionell als die hauptsächliche Saison für die Liebhaber, die sich gerne selbst auf den Weg in den Wald machen, um Pilze aller Art zu sammeln.

Sicherheit und Fachwissen sind die entscheidenden Kriterien

Wer im Wald gerne Pilze sammeln geht, der muss zwei ganz elementare Faktoren beachten: Fachwissen und Sicherheit. Hier gilt: Nur diejenigen, die sicher in der Bestimmung von Pilzen sind, sollte selbst Pilze sammeln, diese anschließend zubereiten und essen. Mit überschaubarem Wissen in diesem Bereich steigt nämlich die Gefahr, sich zu vergiften. Gut für Sie: Nahezu überall in Deutschland gibt es Pilzexperten, mit denen Sie entsprechende Touren machen können. Dazu kommen die Beratungsstellen für Pilze, an die Sie sich wenden können, um Ihre gesammelten Schätze überprüfen zu lassen. Einen großen Stellenwert bei der Pilzsuche nimmt der Standort ein. Deshalb: Weg von viel befahrenen Straßen und stattdessen hin zu naturbelassenen Gebieten, was den Grund hat, dass Pilze Giftstoffe aus Umwelt und Luft aufnehmen. Keine Rolle spielt dagegen das Wetter.

Wie gehe ich beim Pilze sammeln genau vor?

Wenn Sie in den deutschen Wäldern auf der Suche nach Steinpilzen, Pfifferlingen oder Stockschwämmchen sind, müssen Sie einige Dinge beachten. Dazu gehört zum Beispiel das richtige Abtrennen. Pilze dürfen aufgrund des ökologischen Gleichgewichts nicht einfach aus dem Boden gerissen, sondern sollten stattdessen herausgedreht oder vorsichtig abgeschnitten werden. Damit ist das nachhaltige Nachwachsen gesichert. Festgelegt ist für alle Pilzsammler außerdem eine Höchstmenge, die von Bundesland zu Bundesland variiert. In der Regel dürfen Privatpersonen aber ein Kilogramm Pilze pro Tag für den Eigenbedarf sammeln. So sollen der gewerbliche Handel verhindert und der Pilzbestand geschützt werden. Und: Sammeln Sie zwingend nur Pilze, die sie kennen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie, kurz DGfM, rät mit Nachdruck dazu, Pilze von geprüften Sachverständigen der Gesellschaft auf ihre Essbarkeit hin überprüfen zu lassen. Erst dann sollten die gesammelten Pilze verzehrt werden. Vor dem Verzehr müssen die meisten Pilzarten mindestens 15 Minuten gegart, dürfen bis auf wenige Ausnahmen nicht roh verzehrt oder zu oft aufgewärmt werden. Pilzvergiftungen können so oder durch verdorbene Pilze entstehen – und müssen nicht immer mit Giftpilzen zu tun haben. Besteht der Verdacht einer Vergiftung, sollten Sie zügig den Notarzt rufen oder ein Krankenhaus aufsuchen – und das auch bei anfangs leichteren Beschwerden.

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