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Wissen Der Sternenhimmel im August 2018 in Brandenburg
Nachrichten Wissen Der Sternenhimmel im August 2018 in Brandenburg
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15:46 31.07.2018
Eine Sternschnuppe am Nachthimmel über Sieversdorf vor drei Jahren. Quelle: dpa
Königs Wusterhausen

Der sommerliche Sternenhimmel entfaltet im August nach Einbruch der Dunkelheit seine ganze Schönheit. Im Osten steht mit dem Pegasus - ein markantes Viereck – schon der Herbst auf der Lauer. Dabei gehört der Stern Sirrah oben links schon zum Sternbild Andromeda. Verlängert man die Sternenkette der Andromeda erreicht man über das Sternbild Perseus den hellen Stern Kapella, welcher nie ganz untergeht. Oberhalb von Andromeda grenzt das Sternbild Kassiopeia – das Himmels-W. Der Große Wagen, der bekannteste Teil des Sternbildes Große Bärin, „fällt“ im Nordwesten langsam in seine „Fahrposition“ auf den Horizont zu, Kassiopeia dagegen steigt im gleichem Maße bis hoch in den Zenit.

Der östliche Abendhimmel über Brandenburg im August. Quelle: Uwe Schierhorn

Am auffälligsten im Süden ist das Sommerdreieck, welches selber kein Sternbild ist, sondern ein sogenannter Asterismus, eine Sternkonstellation, welche nur der Orientierung dient und nicht offiziell von der IAU, Internationalen Astronomischen Union, anerkannt ist. Es besteht aus den drei Sternen Wega im Sternbild Leier, Deneb im Sternbild Schwan und Atair im Sternbild Adler. Der Atair ist dem Horizont am nächsten, Wega ist der hellste Stern am Himmel. Und Deneb markiert den Schwanz des Schwans, welcher durch seinen langen Hals den Verlauf der Milchstraße in Richtung Südwesten markiert.

Der südliche Abendhimmel über Brandenburg im August. Quelle: Uwe Schierhorn

Im Westen ist der helle Stern Arktur im Sternbild Bootes am auffälligsten. Ihn findet man auch leicht, wenn man die Krümmung der Deichsel des großen Wagens weiterverfolgt. Nimmt man den Arktur als Startpunkt und den Deneb als Ende einer gedachten Linie, sieht man von rechts nach links die Sternbilder Nördliche Krone und Herkules sowie den Stern Wega. Ein Merkspruch erleichtert das Auffinden: „Arktur, Gemma (Hauptstern der Nördlichen Krone), Herkules, Wega, Deneb merke es – dieses ist die Perlenschnur zwischen Deneb und Arktur.“

Der Mond stattet auch im Monat August den Planeten in der Reihenfolge Venus, Jupiter, Saturn und Mars einen Besuch am dunklen Himmel ab. Dabei ist vom 13.8.-bis 15.8. die schmale Sichel des zunehmenden Mondes (Neumond ist am 11.8.) zunächst im Westen bei der Venus. Vom 16.8. – 18.8. zieht der Mond als Halbmond (erstes Viertel) bei Jupiter im Südwesten vorüber. Am 21. und 22.8. besucht er im Süden Saturn um am 22. und 23.8. im Südosten Mars zu passieren.

„Leuchtende Luft“

Wer in der Zeit kurz vor bzw. kurz nach Neumond den dunklen Himmel im Auge behält, hat die Chance eine der vielen Sternschnuppen, bzw. in der Fachsprache Meteore, zu sehen, welche der Meteorstrom der Perseiden hervorbringt. Wenn man die gesamten Himmel im Blick haben könnte, würde man in der Nacht des Maximums im Schnitt jede Minute eine Sternschnuppe sehen können.

Jedes Jahr im August kreuzt die Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, welcher im Jahr 1862 von den Astronomen Lewis A. Swift und Horace Parnell Tuttle unabhängig voneinander entdeckt wurde. Dieser Komet umläuft die Sonne einmal in 133 Jahren und hinterlässt bei diesem Umlauf insbesondere in Sonnennähe viel Material.

Diese Staubkörner von 0,1 mm bis einige Millimeter Größe erwärmen beim Eindringen in die Erdatmosphäre durch Reibung die sie umgebene Luft, welche dadurch ionisiert wird und zu leuchten beginnt. Man sieht also nicht die verglühenden Staubpartikel, sondern „leuchtende Luft“. Die Perseiden haben Ihren Namen vom Sternbild Perseus, in dem der Radiant dieses Meteorstroms liegt. Verfolgt man die Bahnen der „Sternschnuppen“ zurück, scheinen sich alle in einem Punkt – dem Radiant – zu treffen. Dieser Effekt ist vergleichbar mit dem eines bei Dunkelheit und Schneefall fahrendem Auto. Im Auto sieht auch so aus, als ob die Schneeflocken alle von einem Punkt kommen.

Von Uwe Schierhorn

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