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Unfall mit E-Bike: Zahlt die Haftpflicht nicht?

Versicherungsschutz Unfall mit E-Bike: Zahlt die Haftpflicht nicht?

Das E-Bike oder Pedelec (Pedal Electric Cycle) erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bei Unfällen ist die Versicherungslage aber häufig unklar.

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Quelle: © goldenshrimp - depositphotos.com/

Gerade ältere Menschen schätzen den Komfort, den Pedelecs ihnen bieten: Sie bekommen Bewegung, müssen sich aber nicht so anstrengen wie auf einem normalen Rad. Wer allerdings mit seinem E-Bike einen Unfall verursacht, kann eine böse Überraschung erleben. Nicht bei allen Modellen greift die Haftpflichtversicherung. Ob sie das tut, hängt vor allem von der Bauweise des E-Bikes ab. Leider weisen nicht alle Verkäufer der bequemen motorisierten Fahrräder darauf hin.

Pedelec 25 ist mitversichert

Die simpelste Variante des E-Bikes besitzt einen Motor, der nur dann anspringt, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Dieser Motor leistet bis zu 250 Watt und schaltet sich automatisch aus, wenn das Rad eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht hat. Mit dieser Art von E-Bike greift im Schadensfall die Privathaftpflichtversicherung, ebenso wie bei einem normalen Fahrrad.

E-Bikes bis 45 km/h werden wie ein Mofa behandelt

Bei manchen Modellen benötigen die Besitzer keine Muskelkraft, um voranzukommen. Der Motor, der je nach Bauweise eine Leistung von bis zu 500 Watt bringt, beschleunigt von allein auf zehn bis 20 km/h. Tritt der Nutzer zusätzlich in die Pedale, schaltet der Motor sich erst beim Erreichen von 45 km/h aus. Diese Art von E-Bike muss ein Nummernschild wie ein Mofa tragen, und die Privathaftpflicht übernimmt keinerlei Schäden, die durch einen Unfall damit entstehen.

Das Mofa-Kennzeichen kann der Besitzer des E-Bikes direkt bei der Versicherung kaufen. Es umfasst dann auch den Versicherungsschutz. Das Anbringen kann man selbst erledigen, der Weg zur Zulassungsstelle ist unnötig. Jedes Jahr muss das Kennzeichen neu gekauft werden, sonst erlischt der Schutz.

Hybride sind ein Sonderfall in Sachen Versicherung

Manche Pedelecs, die nur bis zu 25 km/h fahren, verfügen über eine Anfahrhilfe: Sie geben dem Fahrer Schwung bis zu etwa sechs km/h, ohne dass dieser in die Pedale treten muss. Ob ein solches E-Bike noch über die Haftpflicht mitversichert ist, hängt von der Versicherung ab. In vielen Fällen findet man im Kleingedruckten des Vertrags eine entsprechende Klausel. Wer sie nicht findet oder unsicher ist, sollte seinen Versicherer direkt fragen: Nur so kann man sichergehen, dass man im Straßenverkehr mit seinem E-Bike rundum abgesichert ist und sich um Falle eines schweren Unfalles nicht auf Lebenszeit verschuldet. Zahlreiche Versicherungen umfassen alle E-Bikes, die kein Motorradkennzeichen brauchen und somit selbst versicherungspflichtig sind. Ob das der Fall ist, sollte beim Kauf geklärt werden.

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