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Was Sie beim Anbringen einer Überwachungskamera beachten müssen

Einbruchsschutz Was Sie beim Anbringen einer Überwachungskamera beachten müssen

Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich dafür, eine Überwachungskamera zu installieren. Aber nicht in allen Fällen ist das Anbringen einer solchen Kamera auch rechtskonform. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

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Quelle: © HighwayStarz - depositphotos.com

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr gesunken. Etwas mehr als 150.000 Einbrüche gab es in Deutschland 2016 – und damit weniger als in den Jahren davor. Trotzdem setzen immer mehr Menschen auf moderne Technik und Überwachungskameras, um das eigene Grundstück, das eigene Haus oder die eigene Wohnung entsprechend zu schützen. Vor dem Anbringen einer Überwachungskamera sollten aber bestimmte Aspekte beachtet werden.

Voraussetzungen für das Anbringen einer Überwachungskamera

Prinzipiell darf in Deutschland jeder sein eigenes Grundstück beziehungsweise sein Haus mit einer Kamera überwachen. Gründe für das Anbringen einer Kamera können zum Beispiel der grundsätzliche Schutz vor Sprayern oder Einbrechern sein. In der Regel greifen auch Personen auf Überwachungstechnik zurück, in deren Haus in der Vergangenheit bereits eingebrochen wurde. Ganz entscheidend ist aber, dass nur das eigene Grundstück überwacht wird. Das Grundstück des Nachbarn, gemeinsam genutzte Wege auf Ihr Grundstück oder eine Einfahrt, die ebenfalls nicht nur Ihnen gehört, sind somit von der Überwachung durch eine Kamera ausgeschlossen. Problem: Würden Sie die angesprochenen Bereiche ebenfalls überwachen, würden Sie in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Nachbarn und hier in dessen Recht auf informelle Selbstbestimmung eingreifen. Dazu kommt, dass jede Person selbst bestimmen darf, ob Fotos oder Videos, die einen selbst zeigen, in der Öffentlichkeit frei einsehbar sein dürfen.

Was muss beim Kauf und der Installation der Kamera beachtet werden?

Was die genaue Beschaffenheit der Kamera anbetrifft, gibt es vom Gesetz her eigentlich keine Einschränkungen oder Vorgaben. Aber: Experten raten dringend dazu, dass die Kamera nicht schwenkbar, sondern stattdessen feststehend ist. Eine Kamera, die sich schwenken lässt oder diese Funktion automatisch ausführt, weckt beim Nachbarn oder Menschen, die das Grundstück passieren, unter Umständen den Verdacht, dass sie überwacht würden. Die Folge für Sie könnte dann eine Anzeige sein. Selbst für den Fall, dass Sie nur eine Attrappe aufhängen, darf diese nicht auf einen öffentlichen Weg oder das Grundstück des Nachbarn gerichtet sein. Auch wenn die Attrappe logischerweise keine Aufnahmen macht, könnte der Eindruck einer Überwachung entstehen. Problematisch ist es darüber hinaus, wenn Ihr Hauseingang direkt an einen öffentlichen Weg grenzt. Die Passanten, die diesen Weg nutzen, könnten sich überwacht fühlen, was verboten ist. Ist es aber so, dass Sie als der Besitzer des Hauses in einem solchen Fall wiederholt Opfer einer Straftat geworden sind, können Sie sich die Anbringung einer Kamera, die den öffentlichen Raum aufzeichnet, möglicherweise genehmigen lassen.

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