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Wissen Wenig Akzeptanz für Darmkrebsvorsorge
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13:21 09.03.2018
Dr. Johannes Bruns ist Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. Quelle: Montage: RND, dpa/privat
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Hannover

Warum dieser Zwist? Die überwiegende Mehrheit der Screeningteilnehmer ist nicht von Krebs betroffen. Nur tatsächlich Erkrankte profitieren von der Früherkennung, und auch nur dann, wenn die Betroffenen durch eine frühe Tumortherapie weniger beeinträchtigt werden als durch die Therapie bei einem spät erkannten Tumor.

Was aber, wenn die im Screening entdeckte Auffälligkeit nicht zu einem Tumor heranwächst? Beispiel Darmspiegelung: Sie zielt auf die Entdeckung von gutartigen Veränderungen im Darm ab, die bösartig werden können. Nur ein Teil entwickelt sich zu Krebs, trotzdem entfernt man vorsorglich alle Auffälligkeiten und empfiehlt anschließende Kontrollkoloskopien. Die positive Nachricht: Seit der Einführung der Vorsorgekoloskopie geht die Rate der bösartigen Darmkrebsneuerkrankungen zurück. Doch die Akzeptanz dieser Vorsorgemaßnahme in der Bevölkerung ist leider nicht groß.

Schnelleres Erkennen wäre wünschenswert

Einfachere Früherkennungstests, die den Krebs hochspezifisch erkennen, wären wünschenswert. Wissenschaftler erforschen deshalb mit Hochdruck die Möglichkeiten der Blutanalyse für die Früherkennung. Erst kürzlich präsentierten US-Forscher einen Test, der acht Krebsarten im Blut aufspüren soll. Doch noch befindet er sich in der Erprobung.

Bis auf Weiteres sollten sich Versicherte gut über Nutzen und Risiken der bestehenden Früherkennungsangebote bei ihren Kassen informieren. Zentral organisierte persönliche Einladungen wie für die Brustkrebs-Früherkennung bieten außerdem eine Entscheidungshilfe. Für die Früherkennung von Darmkrebs wird ein solches Verfahren 2019 eingeführt. Nicht minder wichtig: Ein positiver Befund sollte qualitätsgesichert, nach den Empfehlungen der medizinischen Leitlinien abgeklärt werden, zum Beispiel an einem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Zentrum.

Von Dr. Johannes Bruns/RND

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