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Wissen Wild oder getrimmt: Die richtige Hecke für jeden Garten
Nachrichten Wissen Wild oder getrimmt: Die richtige Hecke für jeden Garten
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16:00 26.09.2018
Eine bunte Pflanzenmischung macht die Hecke nicht nur zum Sichtschutz, sondern auch zu einem echten Schmuckstück für den Garten. Quelle: Pixabay
Hannover

Erfahrene Gartenbesitzer wissen: Hecken sind die besseren Zäune. Sie gelten als kostengünstig, blickdicht, brauchen nie einen neuen Anstrich, lassen sich in der Höhe verändern. Und bei guter Pflege halten sie sogar Jahrhunderte. Doch wer vor seinem geistigen Auge bei grünem Sichtschutz sofort eine eintönige, grüne Wand aus Lebensbäumen sieht, sollte umdenken. Denn der Fachhandel bietet längst mehr als nur den exotischen Gartenklassiker Thuja, der keinerlei Lebensraum für Vögel, Insekten und Co. bietet.

Gärtner, die einen lebendigen Sichtschutz anlegen wollen, stehen zunächst vor einer Grundsatzentscheidung: Schnitthecke oder frei wachsende Hecke?

Qual der Wahl: Schneiden oder wachsen lassen?

Bei geschnittenen Hecken hängt die Pflanzenauswahl unter anderem von der gewünschten Endhöhe der Begrenzung ab. Ein Beispiel: Braucht die Buchsbaumhecke etwa 20 Jahre, um zwei Meter Höhe zu erreichen, schaffen manche Kirschlorbeerarten diese Höhe niemals. Hainbuchenhecken können dagegen bereits innerhalb von wenigen Jahren zu kapitalen grünen Wänden heranwuchern, die – idealerweise zweimal im Jahr – gestutzt werden müssen.

Geschnittene Hecken bieten den Vorteil, dass sie sich vielfältig gestalten lassen. Gärtner müssen also nicht gleich mit der Wasserwaage ausrücken, um ihre Ligusterhecke in Schach zu halten. Wellenförmig in Form geschnitten beispielsweise, wirkt der grüne Sichtschutz locker und rahmt bunte Blumenbeete stilvoll im Hintergrund ein. Schon der Garteneingang kann durch einen charmanten Rundbogen aus hoch wachsenden Pflanzen wie zum Beispiel Blutbuche, Linde oder Feldahorn einladend betont werden. Ein echter Hingucker im Garten ist auch die Glanzmispel. Die immergrüne Heckenpflanze glänzt mit auffällig rotem Austrieb, wächst breitbuschig und ist ausgesprochen hitzeverträglich. Wer sich nicht für eine Sorte entscheiden kann, setzt auf gemischte Schnitthecken, zum Beispiel aus Rot- und Blutbuche oder verschiedenen Scheinzypressenarten. Wichtig: Damit eine die andere nicht mit der Zeit unterdrückt, sollten alle Pflanzen etwa gleich stark wachsen.

Natürlichkeit ist Trumpf

Gartenbesitzer, die es eher natürlich mögen, der heimischen Tierwelt etwas Gutes tun möchten und im Garten lieber mal die Seele baumeln lassen, als permanent zu schuften, sollten eine frei wachsende Hecke aus Wild- oder Blütensträuchern anlegen. Zu beachten ist bei der Pflanzung, dass einiges an Platz gebraucht wird. Nur so können die Sträucher unbehelligt wachsen. Als Faustregel gilt: Die Mindestbreite einer frei wachsenden Hecke beträgt je nach Wuchscharakter der Pflanzen etwa zwei bis drei Meter. Bei der Auswahl der Gehölze sind keine Grenzen gesetzt – gepflanzt wird, was gefällt: Beliebt sind beispielsweise bunte Kombinationen verschiedener Blütensträucher, wie Flieder, Strauchrosen, Garteneibisch oder Prachtspieren. Früchte zum Naschen für Mensch und Tier bieten Felsenbirne, Sanddorn oder Kornelkirschen. Für blühende „Wände“ sorgen aber auch Weigelie, Rosendeutzie, Hartriegel und Schneeball.

Bitte beachten: Je nach Standort innerhalb der Hecke sollte sich die Pflanze auch noch im Halbschatten wohlfühlen. Soll es richtig blickdicht werden, empfiehlt sich eine Pflanzung in zwei Reihen. Dabei werden die größer wachsenden Gehölze in den Hintergrund beziehungsweise in die Mitte gesetzt, die kleineren entsprechend davor. Frei wachsende Hecken lassen sich nach verschiedensten Kriterien zusammenstellen.

Hecke richtig einpflanzen

Ob geschnitten oder frei wachsend – die beste Pflanzzeit für Heckengehölze ist der Herbst. Dann nämlich können die Pflanzen noch gut anwurzeln und im Frühjahr gleich ordentlich austreiben. Vor dem Einkaufsbummel sollten Gärtner gerade bei größeren Pflanzungen einen Plan erstellen, um Art und Anzahl der gewünschten Gehölze festzulegen. Auch sollte geprüft werden, ob mit dem grünen Sichtschutz der vorgeschriebene Grenzabstand zum Nachbargrundstück eingehalten wird.

Geht es schließlich ans Werk, werden die zu pflanzenden Sträucher erst einmal mit dem getopften Ballen so lange in einen Eimer mit Wasser getaucht, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Dann erst wird jede Heckenpflanze an den ihr zugedachten Platz gelegt oder provisorisch „eingeschlagen“, also nur leicht eingebuddelt. Passt alles, kann endgültig gepflanzt werden. Organischer Dünger wie Kompost oder Hornspäne helfen den Neuankömmlingen im Garten beim Wachsen. Zusätzlich sollte der Pflanzbereich mit einer schützenden Schicht aus Rindenmulch abgedeckt werden, damit der Boden nicht austrocknet. Und auch wenn diese Tat schwerfällt: Ein kräftiger Rückschnitt aller unverzweigten Triebe der Jungpflanze sorgt dafür, dass die neue Hecke schnell dicht wird.

Von Julia-Marie Meisenburg

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