Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° bedeckt

Navigation:
Blindfisch: Seltene Welsart erstmals in den USA nachgewiesen

Wissenschaft Blindfisch: Seltene Welsart erstmals in den USA nachgewiesen

Extrem selten und blind: Eine bisher nur aus Mexiko bekannte Welsart lebt offenbar auch in Höhlengewässern des US-Bundesstaates Texas. Das rosa-weiße, etwa siebeneinhalb Zentimeter kleine Tier hat keine Augen.

Voriger Artikel
Chamäleon-Speichel ist 400 Mal zäher als menschlicher
Nächster Artikel
Experten: Schlechtes Jahr für den Uhu-Nachwuchs

Zwei Exemplare des Katzenwelses Prietella phreatophila, die in einer tiefen Kalksteinhöhle bei Del Rio (Texas) entdeckt wurden.

Quelle: Danté Fenolio/dpa

Austin. Zwei Exemplare des Katzenwelses Prietella phreatophila seien in einer tiefen Kalksteinhöhle bei Del Rio gefangen worden, berichtete die University of Texas in Austin. Bislang gingen Experten davon aus, dass die extrem seltene Art nur in unterirdischen Wasserreservoirs des Rio Grande im mexikanischen Bundesstaat Coahuila vorkommt. Der Fund stütze die These, dass Mexiko und Texas über unterirdische Wasservorkommen verbunden sind.

Bei den erstmals 1954 beschriebenen Tieren schimmert das Blut rötlich durch die helle Haut. Seit 1994 steht die Katzenwelsart auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN). Die beiden nun gefangenen Tiere seien derzeit im Zoo von San Antonio untergebracht, hieß es. Insgesamt sind in den USA demnach nur zwei weitere Arten augenloser Katzenwelse - Trogloglanis pattersoni und Satan eurystomus bekannt, die beide in Höhlengewässern unterhalb der Stadt San Antonio leben.

Höhlentiere unterscheiden sich stark von ihren Verwandten an der Oberfläche, wie der Biologe Peter Sprouse von der Umweltberatungsfirma Zara Environmental LLC erklärt. "Beispielsweise fehlen ihnen die Augen, sie bewegen sich nur extrem langsam und tarnen sich nicht mit Farben." Dafür hätten sie aber feine sensorische Fähigkeiten entwickelt, um sich in totaler Dunkelheit zurechtfinden zu können, so Sprouse, der das Fangteam leitete.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

f24bca64-bd47-11e6-93cf-1fd3784f57b6
Vom Aussterben bedroht: Diese Arten stehen auf der Roten Liste

Tierschützer sind besorgt: „Wir erleben derzeit das größte globale Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier – und der Mensch ist die Ursache“, sagte der Vorstand der Naturschutzorganisation WWF Deutschland, Eberhard Brandes. Außer der Giraffe, stehen zahlreiche weitere Tiere auf der Todesliste.