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Die zehn skurrilsten neu entdeckten Arten

Tiere Die zehn skurrilsten neu entdeckten Arten

Jeden Tag werden auf der Erde neue Arten entdeckt. Darunter sind auch Tiere und Pflanzen, die Wissenschaftler in Erstaunen versetzen. Die State University of New York in Syracuse im Norden des Bundesstaates veröffentlicht jedes Jahr die "Top Ten" der bizarrsten Arten.

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In Mexiko wird Tillandsia religiosa jedes Jahr als Weihnachtsschmuck verwendet, die Wissenschaft hat die Pflanze kürzlich erst entdeckt.

Quelle: A. Espejo

Syracuse. Hier die Liste des Jahres 2015:

Das Huhn aus der Hölle: Anzu wyliei (USA)

Diese neue Art ist eigentlich eine uralte: Der Dinosaurier Anzu wyliei lebte mit Tyrannosaurus rex und Triceratops zusammen, baute Nester, bebrütete Eier und hatte eine Art Schnabel und hohle Knochen. An Armen und Schwanz soll er Federn gehabt haben. Die flugunfähigen Tiere, deren Fossile in Dakota gefunden wurden, waren 3,50 Meter lang und bis zu 300 Kilogramm schwer. Spitzname: "Das Huhn aus der Hölle".

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Das gerade einmal einen Zentimeter große Tier Dendrogramma enigmatica lebt in 1000 Metern Tiefe und stellt die Wissenschaft vor Rätsel.

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Eine "Koralle" am Berghang: Balanophora coralliformis (Philippinen)

Diese Pflanze hat lange Äste und eine überirdische Wurzelknolle. Ihr Aussehen erinnert an eine Koralle. Trotz des bizarren Äußeren war sie lange dem Blick der Forscher verborgen. Denn es gibt nur wenige (gezählt wurden etwa 50) und die nur in Höhen zwischen 1500 und 1700 Metern an einem Berghang auf der philippinischen Insel Luzon.

Eine Spinne als Kunstturnerin: Cebrennus rechenbergi (Marokko)

Diese Spinne versucht sich bei Gefahr mit Drohgebärden. Gelingt das nicht, flieht sie - und vollbringt akrobatische Sprünge. Das erinnert an Radschlagen oder Flickflacks. Dabei wird die Kunstturnerin doppelt so schnell wie im normalen Laufmodus - fast zwei Meter pro Sekunde. Selbst bergauf funktioniert das. Weil Verstecken in der heißen Wüste schwierig und kräftezehrend ist, dauert die Fluchtphase meist nicht lange. Dann springt Cebrennus rechenbergi ihren Bedroher an.

Mysteriöser Tiefseebewohner: Dendrogramma enigmatica (Australien)

Das Tier ist gerade einmal einen Zentimeter groß und lebt in 1000 Meter Tiefe vor der Küste Australiens. Der Winzling, der wie ein Pilz aussieht, stellt die Wissenschaft vor ein Rätsel. Ist Dendrogramma enigmatica verwandt mit Quallen oder Korallen? Oder gehört der geheimnisvolle Tiefseebewohner gar einem neuen Stamm an? Wenige Lebewesen lassen so viele Fragen offen wie dieses.

Morbide Muttersitten: Deuteragenia ossarium (China)

Die "Beinhauswespe" baut für ihre Eier kleine Kammern und legt jeweils eine tote Spinne dazu, die den Larven als Nahrung dient. Seltsam ist aber eine Vorkammer, für die die Wespe Ameisen tötet, um sie dort abzulegen. Nahrung kann es nicht sein. Also eine biologische Barriere, um Eindringlinge fernzuhalten? Noch ist das ungeklärt.

Lebendgebärender Frosch: Limnonectes larvaepartus (Indonesien)

Froschweibchen legen Laich ab, die vom Männchen danach befruchtet werden. Nicht so aber bei Limnonectes larvaepartus. Die Befruchtung findet im Körper statt und das Weibchen bringt Kaulquappen zur Welt. In einem Fall fand eine Geburt sogar in der Hand eines Forschers statt. Die Tiere sind gerade vier Zentimeter groß und leben auf der indonesischen Insel Sulawesi.

Tierischer Zweig: Phryganistria tamdaoensis (Vietnam)

Bei diesem Aussehen ist es kein Wunder, dass Forscher Phryganistria tamdaoensis trotz der Größe von 25 Zentimetern bisher übersehen haben. Das Tier erinnert eher an einen Zweig und ist perfekt getarnt. So gut, dass es unentdeckt blieb, obwohl es im Tam-Dao-Nationalpark in Nordvietnam lebt, einem Lieblingsziel von Naturforschern.

Unbekannte Schöne: Phyllodesmium acanthorhinum (Japan)

Vielleicht die schönste der neuen Arten lebt im Meer vor Japan und ist gerade 17 bis 28 Millimeter groß: Phyllodesmium acanthorhinum, eine aufregend gefärbte Schnecke in Rot, Blau, Weiß oder sogar Gold. Die neue Art erlaubt auch einen Einblick in die Lebensweise der Seeschnecken - inklusive ihres komplizierten Verdauungssystems.

Weihnachtsstar: Tillandsia religiosa (Mexiko)

In einigen Regionen Mexikos wird eine Pflanze jedes Jahr für den Weihnachtsschmuck genutzt - und trotzdem kannte die Wissenschaft sie nicht. Jetzt heißt sie Tillandsia religiosa. Sie wird 1,50 Meter groß und klebt geradezu auf Felsen - manchmal an senkrechten Wänden. Sie wächst in etwa 2000 Metern Höhe und blüht zwischen Dezember und März.

Kornkreise im Meer: Torquigener albomaculosus (Japan)

Auch der Meeresboden hat seine Kornkreise. Runde Formen, etwa zwei Meter breit, haben Wissenschaftler bislang vor ein Rätsel gestellt. Jetzt wissen sie: Ein bislang unbekannter Fisch ist schuld. Bei Torquigener albomaculosus bauen die Männchen auf diese Art Nester, um Weibchen zu beeindrucken. Die hohen Ränder sollen die Eier schützen.

dpa

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