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Männliche Seepferdchen mit Babys ähneln schwangeren Frauen

Wissenschaft Männliche Seepferdchen mit Babys ähneln schwangeren Frauen

Männliche Seepferdchen versorgen Embryos ganz ähnlich wie schwangere Frauen ihre Babys in der Gebärmutter. Das haben Forscher aus Australien und der Schweiz herausgefunden.

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Ein männliches Seepferdchen mit einem jungen Seepferdchen, das aus seiner Bruthöhle sieht.

Quelle: Rudie Kuiter/Aquatic Photographics

Sydney. Seepferdchen gehören zu der einzigen Tiergruppe, bei der die Männchen die Babys austragen. Die Weibchen spritzen ihnen die Eier beim Geschlechtsakt in eine Bauchtasche. Diese Bruthöhle funktioniere ähnlich wie eine Gebärmutter, berichten die Forscher im Fachjournal "Molecular Biology and Evolution".

Bislang war unklar, welchen Beitrag die Männchen zur Entwicklung der Seepferdchen-Babys leisten. "Seepferdchen-Babys bekommen viele Nährstoffe durch das Eidotter, das die Mutter liefert, aber in der Bruthöhle des Vaters bekommen sie weitere Nährstoffe und Immunschutz", erklärte Camilla Whittington von der Universität Sidney. Unter anderem bekämen die Embryos energiereiche Lipide und Kalzium für den Aufbau ihres Skeletts.

Die Forscher hatten Dickbauchpferdchen (Hippocampus abdominalis) untersucht, deren Männchen den Nachwuchs nach 24 Tagen zur Welt bringen. Demnach geben die Tiere nicht nur Nährstoffe in die Bruthöhle ab, auch bei der Aktivität bestimmter Erbgutabschnitte gibt es Parallelen zu der bei Schwangeren.

dpa

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