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Autodiebstahl: Polizei und Versicherung sofort informieren

Verkehr Autodiebstahl: Polizei und Versicherung sofort informieren

Das Auto ist verschwunden - da ist der erste Schreck meist groß. Doch was ist zu tun, wenn es wirklich gestohlen worden ist? Und was können Autofahrer tun, um den Dieben das Leben etwas schwerer zu machen?

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Leerstelle: Nach einem Autodiebstahl rufen Betroffene besser gleich die Polizei an und informieren ihre Versicherung.

Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Stuttgart/Berlin. Wenn morgens auf dem vertrauten Stellplatz das Auto fehlt, sollten Betroffene zunächst klären, ob es wirklich gestohlen oder einfach nur abgeschleppt wurde. Dazu könne der Notruf 110 der Polizei genutzt werden, erklärt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Die Polizei klärt den Sachverhalt. Wenn ein Diebstahl vorliegt, sollten Betroffene sofort Anzeige erstatten. Im zweiten Schritt setzen die Bestohlenen ihre Versicherung in Kenntnis. Dort müsse man auch alle zugehörigen Papiere vorlegen, also Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief und alle Schlüssel, die zum Auto gehören, erläutert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Den entstanden Schaden übernimmt die Teilkasko- respektive Vollkaskoversicherung. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt habe ein Autodiebstahl keinen Einfluss.

Auch gibt es laut GDV keinen Automatismus etwa bei der Prämiengestaltung, sollte ein Autofahrer ein zweites Mal bestohlen werden. Die Diebstahlhäufigkeit eines Modells wirke sich in der Typklasse aus und die Zahl der Diebstähle innerhalb des Zulassungsbezirks in der Regionalklasse, erklärt der GDV.

Die Zahl der gestohlenen kaskoversicherten Autos lag 2016 mit 18 227 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Den wirtschaftliche Schaden beziffert der GDV dabei auf knapp 300 Millionen Euro, was einer Steigerung um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkomme.

Doch wie lassen sich Autodiebstähle verhindern? Die Polizeiliche Kriminalprävention und der GDV geben Tipps: Ein Diebstahl könne zwar nie und durch keine Technologie zu hundert Prozent ausgeschlossen werden. Denn die serienmäßigen Sicherungseinrichtungen seien für professionelle Autodiebe oft kein großes Problem. Als wirkungsvoll habe sich allerdings eine Kombination aus mechanischen und elektrischen Sicherungen erwiesen. Empfehlenswert: individuell eingebaute Sicherungen wie eine Gangschaltungssperre, eine Parkkralle oder eine Diebstahlwarnanlage.

Aber die wichtigsten Tipps seien oft die einfachsten:

- Auto immer abschließen, den Schlüssel nie stecken lassen und auch keinen Ersatzschlüssel im Auto zurücklassen.

- Auch wer nur kurz das Auto verlässt, schließt alle Fenster, Türen oder das Cabriodach. Das Auto steht am sichersten in einer abschließbaren Garage oder auf einem nichtöffentlichen Parkplatz, ansonsten stets in gut beleuchteten und belebten Straßen.

- Professionelle Autodiebe brechen auch in Häuser oder Wohnungen ein, um an Autoschlüssel zu gelangen. Daher sollte man diese nie etwa am Schlüsselbord im Flur oder offen herumliegen lassen.

- Autoschlüssel sollten nicht in Jacken- oder Manteltaschen ohne Aufsicht etwa in Gaststätten an der Garderobe oder Umkleidekabinen zurückgelassen werden.

dpa

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