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Autofahrer aufgepasst! Die Zeitumstellung macht müde

Verkehr Autofahrer aufgepasst! Die Zeitumstellung macht müde

Nach der Zeitumstellung ändern sich die Hell-Dunkel-Phasen. Autofahrern kann das zu schaffen machen. Die Folge: Müdigkeit und schlechte Stimmung. Deshalb müssen sie sich noch stärker konzentrieren und für eine klare Sicht sorgen.

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Es wird dunkel: Nach der Zeitumstellung müssen Pendler auf dem Heimweg mit weniger Tageslicht auskommen. Foto: Kai Remmers

Stuttgart. Pendler trifft die Zeitumstellung besonders. Sie fahren dann im Dunkeln nach Hause. Durch die Dunkelheit leiden viele Menschen am Herbst-Blues. Der Körper schüttet verstärkt das Hormon Melatonin aus. Das macht müde und dämpft die Stimmung. "Aufmerksamkeit, Konzentration, Wachheit - all das kann beeinträchtigt werden", sagt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE).

Der ACE rät Autofahrern deshalb, Pausen an der frischen Luft zu machen und möglichst viel Licht zu tanken. Die UV-Strahlung regt nämlich die Ausschüttung von Serotonin an. Das sorgt dafür, dass der Fahrer wieder wacher wird.

Autofahrer sollten in Waldgebieten besonders vorsichtig fahren. Denn in den Dämmerungsstunden sind viele Wildtiere auf Nahrungssuche, warnt der Deutsche Tierschutzbund. Die Organisation empfiehlt Autofahrern, vor allem auf Landstraßen in waldreichen Gebieten das Tempo auf 60 bis maximal 80 km/h zu drosseln. So könnten Fahrer noch rechtzeitig bremsen, hupen und das Licht abblenden, wenn Wildtiere auf die Fahrbahn laufen.

Besondere Vorsicht ist auch bei regnerischem Herbstwetter gefragt. Außerdem sollten Autofahrer rechtzeitig ihre Scheibenwischer überprüfen: Hinterlassen sie bei Regen Schlieren auf der Scheibe, kann das bei Dunkelheit und Regen zu Sichtbehinderungen führen. Dagegen hilft ein Wechsel der Wischblätter.

Darüber hinaus raten die ACE-Experten zu einer gründlichen Reinigung der Frontscheiben. Ein Schmutzfilm darauf sorgt sonst dafür, dass die Lichter entgegenkommender Fahrzeuge verzerrt werden und den Fahrer blenden. Um selbst gesehen zu werden, muss natürlich auch die eigene Beleuchtung überprüft werden. In der Werkstatt lassen sich zum Beispiel die Scheinwerfer nachjustieren: So werden andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet.

Auf die Unfallzahlen wirkt sich die Umstellung auf Winterzeit nicht zwangsläufig negativ aus - im Gegenteil: In sieben der vergangenen zehn Jahre gingen die Unfälle mit Personenschäden in der ersten Woche nach der Zeitumstellung sogar leicht zurück. Nur in drei Jahren nahmen sie danach zu, so eine Untersuchung vom ACE.

Der Auto Club macht die Witterungsverhältnisse für die Schwankungen verantwortlich: In einem goldenen Herbst seien einfach mehr Verkehrsteilnehmer unterwegs als bei nasskalten Witterungsverhältnissen. "Wenn das Wetter trist ist, haben die Leute auch keinen Bock rauzufahren - und das schlägt sich positiv auf die Unfallstatistik nieder", so Hillgärtner.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (26. und 27. Oktober) werden die Uhren um 3.00 Uhr um eine Stunde zurückgestellt.

dpa

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