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Der i10 ist da! Hyundai probt den Zwergenaufstand

Auto Der i10 ist da! Hyundai probt den Zwergenaufstand

Berlin (dpa-infocom) – Up und Co haben es vorgemacht: Kleinwagen sind schon lange keine rollenden Verzichtserklärungen mehr. Das hat jetzt auch Hyundai erkannt und den i10 gründlich aufpoliert.

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Wer ein paar Euro drauflegt, bekommt eine Klimaautomatik, ein schlüsselloses Zugangssystem, Sitzheizung und ein beheiztes Lederlenkrad dazu.

Quelle: Hyundai

Wenn Mitte November die neue Generation des koreanischen Stadtflitzers zu Preisen ab 9950 Euro in den Handel kommt, überrascht er vor allem mit einem einladenden Innenleben.

 

Die graue Maus treibt's bunt

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Wer ein paar Euro drauflegt, bekommt eine Klimaautomatik, ein schlüsselloses Zugangssystem, Sitzheizung und ein beheiztes Lederlenkrad dazu.

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Früher trist und grau möbliert, zeigt Hyundai nun ein wenig Mut zur Farbe. Die Kunststoffe wirken vornehmer und fühlen sich unter der matten Lackierung besser an. Rote Zierkonsolen im Cockpit und den Türen, die mit entsprechend eingefärbten Streifen in den Sitzbezügen korrespondieren, lassen den i10 frisch und fröhlich erscheinen. Und ein paar Zierleisten aus Chrom und Aluminium sorgen für einen Hauch von Noblesse.

Dazu gibt es viele Extras, die in einem Mini-Mobil für Preisfüchse bis vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären: Eine Klimaautomatik, ein schlüsselloses Zugangssystem, Sitzheizung und sogar ein beheiztes Lederlenkrad bringen einen Hauch von Oberklasse ins Reich der Zwerge. Während sich Hyundai diese Komfortextras allerdings gut bezahlen lässt, sind die Koreaner bei der Sicherheit spendabel: Obwohl der i10 beim Generationswechsel sogar um ein paar Hundert Euro billiger wird, packen sie neben dem ESP auch noch die Airbags fünf und sechs sowie eine Reifendruck-Kontrolle in die Serienausstattung. Selbst die Zentralverriegelung ist nun serienmäßig.

 

Mehr Platz für Schultern und Knie

 

Ebenfalls serienmäßig ist das spürbar bessere Platzangebot. Dass der i10 für die schnittigere Silhouette vier Zentimeter flacher wurde, stört allenfalls Sitzriesen. Aber dass er um acht Zentimeter in die Länge und um sechs Zentimeter in die Breite geht, das merkt man sofort. Vorn genießt man bei insgesamt 3,67 Metern Länge und stolzen 2,39 Metern Radstand deutlich mehr Schulterfreiheit. Hinten hat man so viel Freiraum für die Knie, dass man zur Not auch mal einen Erwachsenen auf die Rückbank schicken kann. Auch der Kofferraum wurde größer und fasst mit 252 Litern mehr als bei den meisten anderen Autos in dieser Klasse. Legt man die Rückbank um, schluckt der koreanische Knirps sogar 1042 Liter.

Aber der i10 ist nicht nur gewachsen - er ist auch buchstäblich erwachsen geworden. Mit breiterer Spur und strammerem Fahrwerk wurde aus dem nervösen, hektischen Stadtflitzer ein solider Kleinwagen, der nicht nur für den Großstadtdschungel taugt. Zwar punktet er dort noch immer mit seinem kleinem Wendekreis und der guten Übersicht. Aber mit seiner ausgereiften Abstimmung und - mehr noch - der gründlicheren Geräuschdämmung macht der Wagen auch auf der Landstraße und der Autobahn eine gute Figur. Dass er mit seinen markanten LED-Lichthaken auch noch ein bisschen ernsthafter aussieht, ist dabei sicher kein Schaden.

 

Schwimmen im großen Strom

 

Für den erweiterten Aktionsradius empfiehlt sich der stärkere der beiden Motoren. Statt eines asthmatischen Dreizylinders mit mageren 49 kW/67 PS und einem vorzeigbaren Verbrauch von 4,6 Litern (CO2-Ausstoß: 106 g/km) gibt es zu Preisen ab 12 120 Euro einen 1,2 Liter großen Vierzylinder mit besserer Ausstattung und soliden 64 kW/87 PS. Bei maximal 120 Nm darf man zwar auch von diesem Motor keinen Kraftakt erwarten, aber wenn man den i10 erst einmal auf Touren hat und die 12,3 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h verstrichen sind, schwimmt man ganz entspannt im Verkehr mit.

Überholen wird dabei nicht zum unkalkulierbaren Risiko und auf der Autobahn kann man sich bei 175 km/h Spitze auch mal auf die linke Spur wagen. Nur die 4,9 Liter und die 114 g/km aus dem Normzyklus sind dann natürlich nicht zu halten. Bei der Testfahrt waren es jedenfalls rund zwei Liter mehr.

 

Fazit: Klein aber oho

 

Er sieht besser aus als früher, bietet mehr Platz und macht bei Ambiente und Ausstattung einen riesigen Sprung. Dazu kommen ein erwachseneres Fahrverhalten und das komplette Sicherheitspaket - winzig sind beim Hyundai i10 deshalb nur das Format und der Preis. Auch wenn er nicht ganz so cool daherkommt wie ein VW Up oder ein Opel Adam, hat der kleine Koreaner so das Zeug zu einer richtig großen Nummer.

 

 

 

Datenblatt: Hyundai i10

 

 

 

 

 

 

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

dpa

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