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Lehrlinge im Krankenbett

Rollentausch an der Schule für Gesundheitsberufe in Gildenhall Lehrlinge im Krankenbett

Azubis bewerten sich gegenseitig - Zähne putzen, Füße und Haare waschen, Körperpflege am Waschbecken – Übungen, die künftige Krankenpfleger und -schwestern im Berufsalltag beherrschen müssen.

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Wie man Patienten die Zähne putzt, üben Norah Fischer und „Patientin“
Maria Kähler, beide Azubis im ersten Lehrjahr.

Quelle: Peter Geisler (3)

Gildenhall . An der Schule für Gesundheitsberufe im Neuruppiner Ortsteil Gildenhall konnten gestern die Auszubildenden aus dem ersten Lehrjahr ihre Praxisfähigkeiten unter Beweis stellen. Geübt wurde dabei aber nicht an echten Probanden, sondern an den künftigen Kollegen, die in die Rolle der Patienten schlüpften.
Bereits zum dritten Mal wird das Projekt „Pflege-Azubis erkunden die Praxis“ an der Schule durchgeführt. „Beim ersten Mal waren die Lehrlinge aus dem ersten Lehrjahr noch unter sich, seit dem letzten Jahr werden sie von ihren älteren Kollegen aus dem zweiten Lehrjahr unterstützt“, erklärt Kursleiter Richard Staar. Während die Lehrstellen-Neulinge die verschiedenen Pflegepraktiken zum ersten Mal am lebenden Objekt durchführen, werden sie von den Auszubildenden des älteren Jahrgangs angeleitet.
„Mir gefällt dieses Projekt sehr gut“, sagt Julius Thomas. Der 18-jährige Oranienburger hat Anfang Oktober seine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Neuruppin begonnen und freut sich über die Unterstützung der älteren Jahrgänge. „Sie geben uns Tipps und greifen uns unter die Arme, so können wir schnell praktische Erfahrungen sammeln.“

Mathias Hildebrandt wäscht Julius Thomas probeweise die Haare.
 
Maria Kähler aus Lindow findet die einzelnen Übungen ebenfalls sehr lehrreich. „Dadurch, dass wir selbst die Rollen tauschen, können wir uns auch besser in unsere künftigen Patienten hineinversetzen“, findet die 23-Jährige. Dabei hat sie schon gemerkt, auf was es wirklich ankommt. „Wenn man Patient ist, dann stellt man schnell fest, wie wichtig Kommunikation ist. Man muss mit dem Menschen im Krankenbett auch reden können.“
Insgesamt neun Stationen konnten die Auszubildenden gestern durchlaufen. Am Ende gab es zwei Bewertungsbögen: einen für die älteren Semester, die ihre zukünftigen Kollegen einschätzen sollten, und einen für die neuen Lehrlinge selbst. „Dadurch sollen sie lernen, sich auch selbst einzuschätzen, was bei ihnen gut oder nicht so gut gelaufen ist“, erklärt Richard Staar.
Nach dem Ende des Projektes trafen sich die Lehrlinge zum Austausch der Erfahrungen. Sabrina Dänzer, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, hatte dabei nur lobende Worte für ihre jüngeren Kollegen parat. „Sie haben sich gut geschlagen, auch wenn es hier und da natürlich noch ein paar Berührungsängste gab“, sagt die 20-jährige Dollgowerin.
Sabrina Dänzer hat das Projekt im Vorjahr auch von der anderen Seite – als „Anfänger“ – kennen-gelernt. So konnte sie ihre Erfahrungen optimal an die Neulinge weitergeben. „Es ist natürlich eine gestellte Situation und kaum mit einer normalen Alltagssituation zu vergleichen“, sagt sie. Doch zugleich sei es „eine gute Möglichkeit, um die Abläufe kennenzulernen und zu festigen.“
Kursleiter Richard Staar hofft, mit solchen Aktionen interessierte Jugendliche auch weiterhin für den Beruf zu begeistern. „In der Pflege werden immer gute Nachwuchskräfte gesucht. Eine Bewerbung lohnt sich also fast immer.“

Azubi Oliver Kusch, erstes Lehrjahr, probt die Fußwaschung.
 Von Odin Tietsche

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