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Noch halb so viele Bewerber wie 2006 Neuruppiner Arbeitsagentur finanziert ausbildungsbegleitende Hilfen für Schulabgänger mit Defiziten

Noch halb so viele Bewerber wie 2006 Neuruppiner Arbeitsagentur finanziert ausbildungsbegleitende Hilfen für Schulabgänger mit Defiziten

Neuruppiner Arbeitsagentur finanziert ausbildungsbegleitende Hilfen für Schulabgänger mit Defiziten

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Quelle: Peter Geisler

NEURUPPIN Dramatisch zurückgegangen ist die Zahl der Lehrstellenbewerber im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur. Suchten im Ausbildungsjahr 2006/07 noch 5400 Schulabgänger einen Ausbildungsplatz, waren es 2013 nur 2773. „Die Zahl hat sich halbiert, das ist schon beeindruckend“, sagt Christoph Fischedick von der Arbeitsagentur. Doch hätten sich die Unternehmen inzwischen darauf eingestellt. Viele Arbeitgeber seien nun bereit, auch leistungsschwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. „Es ist besser, wenn die Stelle besetzt ist, als überhaupt nicht auszubilden“, sagt Arbeitsagenturchefin Cornelie Schlegel. Das würde den Fachkräftemangel nur verschärfen.
 Chancen auch
für schwächere Bewerber
 Allerdings gibt es klare Grenzen. Künftige Mechatroniker und Elektriker beispielsweise müssten nicht nur schrauben, sie müssen auch rechnen können, sagt Fischedick. Bewerber, die keine Chance haben, die theoretische Ausbildung zu bestehen, werden deshalb weiter von den Unternehmen abgelehnt. Bestehen aber nur geringe Defizite, dann kann die Arbeitsagentur helfen. „Wir finanzieren ausbildungsbegleitende Hilfen“, so Fischedick. Dabei werden die Bewerber in den Fächern geschult, in denen sie Schwächen haben, etwa in Mathematik oder Deutsch. Das passiert meist sonnabends, so dass die Lehrlinge möglichst nichts von ihrer regulären Ausbildung verpassen. „Wir versuchen, passgenau für das jeweilige Unternehmen zu schulen“, sagt Schlegel. Das geht meist über mehrere Monate. „Wir geben so viel Zeit, wie die Bewerber brauchen“, so Schlegel.
Derzeit lässt die Neuruppiner Arbeitsagentur, die für Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Oberhavel und Havelland zuständig ist, 155 Auszubildende auf diese Weise schulen. Vor einem Jahr waren es sogar 180 junge Menschen.
„Wir werden wieder mehr Nachhilfeplätze bei Bildungsträgern einkaufen“, sagt Christoph Fischedick. Denn die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen in der Region steigt. Aktuell sind es 332. Das sind 100 mehr als vor einem Jahr.
Dabei sinkt die Zahl der Bewerber weiter. Derzeit sind es 2773, knapp 100 weniger als im Jahr 2012. Die meisten Schulabgänger haben eine Lehrstelle, lediglich 105 sind unversorgt. „Rein statistisch kommen auf jeden unversorgten Bewerber drei freie Lehrstellen“, sagt Fischedick.
 Manche spekulieren mit
einer Stelle in Berlin
 Doch entweder reichen die Schulnoten nicht aus oder dem Bewerber ist der Weg zum Ausbildungsbetrieb zu weit. Manche spekulieren allerdings auch mit einer Stelle in Berlin.
Wenig geändert hat sich bei den beliebtesten Berufswünschen. An erster Stelle bei den Bewerbern steht weiterhin eine Ausbildung zu Kaufmann/-frau im Einzelhandel gefolgt von Verkäufer/-in, Bürokaufmann/-frau, Kfz-Mechatroniker/-in und Koch/Köchin. (Andreas Vogel)

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Wenn es hart auf hart kommt, kann man mit einer Lesebestätigung eine Online-Bewerbung nachweisen.

Wer seine Bewerbungen per E-Mail verschickt, fordert am besten eine Lesebestätigung vom Empfänger an. Falls es zu einem Rechtsstreit kommt, könnte der Jobsuchende sonst vor Gericht nicht beweisen, dass er seine Unterlagen überhaupt verschickt hat. mehr