Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° stark bewölkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Ohne Schimpfwörter: Kinder müssen Wut anders ausdrücken

Familie Ohne Schimpfwörter: Kinder müssen Wut anders ausdrücken

Wenn Kinder wütend werden, haben sie sich oft nicht mehr richtig unter Kontrolle. Doch auch in solchen Situationen sollte nicht alles erlaubt sein. Kraftausdrücke etwa werden besser nicht geduldet.

Voriger Artikel
Was wir in der Freizeit machen - Gewinner und Verlierer
Nächster Artikel
Tränen im Kindergarten - Was Kindern bei Abschied hilft

Kinder lernen am besten so früh wie möglich, keine Schimpfwörter zu gebrauchen. Eltern sollten ihnen dabei ein Vorbild sein.

Quelle: Jan-Philipp Strobel

Fürth. Schon kleine Kinder werfen manchmal mit schlimmen Schimpfwörtern um sich. Das ist normal - an gewisse Regeln müssen sich aber schon Vierjährige halten, sagt Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der

Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

"Wichtig ist, auch bei kleinen Kindern nicht über Schimpfwörter zu lachen", rät die Expertin. Besser sei, etwas zu sagen wie: "Es ist okay, wenn du sauer bist - aber nicht so." Sie empfiehlt, das Kind das eigene Verhalten reflektieren zu lassen - etwa mit dem Satz "Stell' dir vor, jemand sagt so etwas zu dir".

Aber sollte man dem Kind die Bedeutung des Schimpfwortes erklären? Das kommt auf das Alter an, erklärt Große Perdekamp. Beispielsweise ein Vierjähriger kann mit der Bedeutung des Wortes "Hurensohn" wohl nichts anfangen. Dann sei es besser zu sagen: "Das ist ein schlimmes Wort, und es tut mir weh, wenn du das zu mir sagst." Eltern sollten den Kindern Vorbild sein, keine Schimpfwörter nutzen und ihm andere Wege aufzeigen, sich bei Frust und Wut auszudrücken. "Die Gefühle sollten nicht unterdrückt oder verboten werden, Kinder dürfen zum Beispiel sagen "Ich bin total sauer, weil...."", sagt Große Perdekamp. Der Nachwuchs muss aber auch lernen, manches schlicht zu akzeptieren.

Beschimpft ein Jugendlicher Mutter oder Vater im Streit heftig, machen Erklärungen in der Regel keinen Sinn. Dann ist es oft am sinnvollsten, die Situation erst mal zu verlassen und zu sagen: "Stopp, wir klären das später, wenn wir uns beruhigt haben."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Familie

Sollte es für Erst- und Zweitklässler Zensuren geben?

499abfc0-fcd4-11e6-b28c-4abe54cf3b86
Nokia bringt das 3310 zurück

Nokia kommt zurück aus der Versenkung: Das Unternehmen präsentierte drei Android-Smartphones und eine Neuauflage des Nokia 3310. Auf dem MWC gab es die ersten Details.