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Schwerer Atem und Übelkeit - Hinweise auf Medikamentenvergiftung

Gesundheit Schwerer Atem und Übelkeit - Hinweise auf Medikamentenvergiftung

Klein, bunt und leicht mit einem Bonbon zu verwechseln: Wenn Kinder aus Versehen Arzneimittel schlucken, kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen. In dem Fall sollten Eltern nicht eigenmächtig handeln, sondern schnellstens den Notarzt rufen.

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Kinder können Arzneimittel mit Bonbons verwechseln. Treten Nebenwirkungen auf, sollten Eltern den Notarzt alarmieren.

Quelle: Matthias Hiekel

Köln. Fällt einem Kind das Atmen schwer und muss es sich erbrechen, hat es womöglich in einem unbeobachteten Moment offen herumliegende Medikamente der Eltern geschluckt. Darauf macht Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) aufmerksam. Weiteres Anzeichen für eine

Arzneimittelvergiftung ist eine starke Pupillenverengung, die im Dunklen bestehen bleibt. Alarmiert sollten Eltern auch sein, wenn das Kind nicht reagiert, wenn sie es ansprechen und anfassen. Schlimmstenfalls kann es zu Bewusstlosigkeit, Schock, Herz-Kreislauf-Stillstand und Atemstillstand kommen.

 

Medikamente sollten daher nie in Reichweite von Kindern oder außerhalb der Originalverpackung etwa in einer Bonbon-Dose oder Tasche herumliegen. Einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift "Journal of Pediatrics" zufolge ereignen sich die meisten Vergiftungsunfälle mit Arzneien mit Buprenorphin, einem starken Schmerzmittel. Auch Herz-Kreislaufpräparate wie Betablocker können laut Nentwich für Kinder lebensgefährlich werden.

Hat ein Kind versehentlich ein Medikament geschluckt und anschließend Vergiftungssymptome, rufen Eltern am besten als erstes den Notarzt unter 112 und holen dann Rat bei einer Giftnotrufzentrale ein. Nentwich warnt davor, dem Kind eigenmächtig Milch oder Salzwasser zu geben.

Nach Möglichkeit sollten die Originalpackung des Medikaments oder Reste der Substanz aufbewahrt werden. Wichtige Informationen für die Ärzte seien, wie viel das Kind genommen hat, wie alt und wie schwer es ist, wann und wo der Unfall geschehen ist und ob es unter irgendwelchen Grundkrankheiten leidet.

In Deutschland müssen jährlich mehr als 1800 Kinder unter fünf Jahren aufgrund von Vergiftungen durch Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen im Krankenhaus behandelt werden. Mögliche Spätschäden können Hirnschäden oder Nervenschäden, Leber- oder Nierenschäden sein.

dpa

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