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Frühling im Herbst: Garten noch nicht winterfest machen

Freizeit Frühling im Herbst: Garten noch nicht winterfest machen

Es ist Frühling im Garten: Die für den Herbst ungewöhnlich warmen Temperaturen von über 20 Grad wecken die Natur wieder aus ihrem Winterschlaf auf. Hobbygärtner müssen darauf reagieren.

Haan. Es könnte auch April sein: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, und die ersten Krokusse sprießen. Wenn da nicht gleichzeitig das Laub der Bäume auf die Erde fallen würde. Es ist Frühling im Herbst - die warmen Temperaturen wecken die Natur wieder aus ihrem gerade begonnenen Winterschlaf auf. Das kann den Pflanzen zum Problem werden, warnt Robert Markley, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbaumschulen in Haan in Nordrhein-Westfalen.

Sind diese bereits mollig-warm zum Schutz vor Schnee und Frost eingepackt, wird es ihnen unter ihrer Hülle zu warm. "Es kommt darunter quasi zu einem Treibhauseffekt, und die Pflanzen beginnen zu treiben", sagt Markley im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Dieses frische, noch weiche Grün erfriert aber dann bei kalten Temperaturen - und die ganze Pflanze nimmt im schlimmsten Fall schaden.

Daher rät der Gartenexperte: "Wer seine Pflanzen bereits winterfest gemacht hat, sollte die Hülle aus Kokosmatte oder die Reisigschicht wieder leicht öffnen." Gut dran sind hingegen jene Hobbygärtner, die mit den Wintervorbereitungen spät dran sind: "Packen Sie die Pflanzen jetzt nicht ein, sondern warten sie etwas ab", sagt Markely.

Stattdessen sollten sie sich auf das Laubrechen konzentrieren - das ist bei so warmen Temperaturen wichtiger denn je. "Sie müssen das Laub vom Rasen entfernen", erklärt Markley. "Denn Feuchtigkeit und dazu Temperaturen von warmen 20 Grad lassen die Blätter auf dem Rasen schneller faulen." Pilze entstehen in der Folge, das Grün geht über den Winter kaputt. "Hier ist quasi eine Hygienemaßnahme angesagt."

Um bereits austreibende Frühjahrsblüher wie Krokusse müssen sich Hobbygärtner zunächst nicht kümmern. Wird es aber frostig-kalt, sollte in diesem Winter ausnahmsweise eine Schicht organisches Material wie Mulch oder etwas Reisig über die Triebe kommen. Sonst erfrieren die Pflanzen. Wer Blumenzwiebeln in Töpfe gesetzt hat, sollte diese aus der Sonne nehmen und in den Schatten stellen - dann verschlafen sie den herbstlichen Frühling einfach.

dpa

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