Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 19 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Arbeitgeberdarlehen richtig versteuern

Finanzen Arbeitgeberdarlehen richtig versteuern

Geben Arbeitgeber zinslose Darlehen an ihre Mitarbeiter, kann das steuerliche Auswirkungen haben, auch bei sehr günstigen Zinsen. Zwar fällt darauf keine Lohnsteuer an.

Voriger Artikel
Krankenkasse muss bei zu langer Prüfung zahlen
Nächster Artikel
Erben müssen Verwandtschaftsverhältnisse beweisen können

Wer mit seinem Arbeitgeber ein zinsfreies Darlehen ausgehandelt hat, bekommt ein zusätzliches Finanzpolster. Allerdings können Steuern fällig werden. Foto: Andrea Warnecke

Berlin. Der Zinsvorteil des Arbeitnehmers ist aber zu versteuern, erklärt Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler.

Entspricht das Darlehen dem, was auch zwischen fremden Dritten vereinbart worden wäre und wurde es zu einem marktüblichen Zinssatz gewährt, ergibt sich kein steuerpflichtiger Zinsvorteil. Bei kleineren Arbeitgeberdarlehen gilt außerdem eine Freigrenze: Darlehen sind bis zu einem Betrag von 2600 Euro unabhängig von der Höhe des vereinbarten Zinssatzes steuerfrei. Übersteigt das Darlehen diese Freigrenze, muss der Zinsvorteil versteuert werden. Daneben besteht die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer einen Vorschuss zu gewähren.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass bei jeder Zahlung von Arbeitslohn Lohnsteuer einzubehalten ist. Auch bei einem Vorschuss muss der Arbeitgeber gegebenenfalls Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge einbehalten. Möchte er seinen Mitarbeitern in Liquiditätsengpässen helfen, sollte er die steuerlichen Folgen überdenken und prüfen, was die für beide Seiten vorteilhafteste Ausgestaltung ist.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Geld