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Bankwechsel nur selten wegen hoher Dispozinsen

Finanzen Bankwechsel nur selten wegen hoher Dispozinsen

Rund 10,5 Prozent Zinsen müssen Bankkunden bezahlen, wenn sie einen Dispokredit beanspruchen. Das ist hoch. Doch das veranlasst Verbraucher nicht, das Geldinstitut zu verlassen.

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Direktbanken bieten in der Regel deutlich günstigere Dispozinsen als Filialbanken an. Ein Bankwechsel lohnt sich aber nur dann, wenn man den Dispo auch in Anspruch nimmt.

Quelle: dpa/tmn

Frankfurt/Main. Experten sagen: Richtig so!

Das durchschnittliche Niveau der Dispozinsen befindet sich mit rund 10,5 Prozent derzeit fast auf derselben Höhe wie 1999. Und dass, obwohl die Referenzzinsen wie der Euribor um rund 2,5 Prozent niedriger sind als damals, erklärt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main. "Offenbar haben die Banken festgestellt, dass wegen eines hohen Dispozinses die wenigsten Kunden die Bank wechseln."

Das sei im Prinzip auch richtig, erklärt der Finanzexperte. Ein Bankwechsel sollte erfolgen, wenn die Kosten für andere Bank-Dienstleistungen zu hoch seien. Dazu gehören zum Beispiel Gebühren für die Kontoführung, Überweisungen und das Geldabheben am Automaten.

Nur jeder sechste Bankkunde in Deutschland nutze einen Dispokredit, erläutert Herbst. Und nur für diese Kunden sei es sinnvoll, die Zinssätze zu vergleichen. Eine Ersparnis von zwei bis drei Euro im Monat sei kein Grund, die Bank zu wechseln. Besser sei es, den Disporahmen nicht voll auszuschöpfen und zu versuchen, diesen in kleinen Schritten zu reduzieren.

Bei einem Bankwechsel müssen Verbraucher beachten, dass die neue Bank ihnen nicht in jedem Fall den gleichen Disporahmen einräumt wie die alte Bank. Diesen Punkt sollte der Kunde unbedingt klären, bevor er die Bank wechselt.

(Die genannten Zinssätze wurden erhoben am 28.10.2013.)

dpa

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