Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Kirchensteuer auf Kapitalerträge - Sperrvermerk möglich

Finanzen Kirchensteuer auf Kapitalerträge - Sperrvermerk möglich

Seit dem Jahresbeginn wird die Kirchensteuer auf Kapitalerträge automatisch abgeführt. Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften behalten seither nicht nur die Abgeltungsteuer, sondern auch die Kirchensteuer für kirchensteuerpflichtige Kunden ein und führen diese an das Finanzamt ab.

Voriger Artikel
Schenken oder Vererben? Vermögen für die nächste Generation
Nächster Artikel
Rentnerin muss sparsam mit Vermögen haushalten

Seit Jahresbeginn wird die Kirchensteuer auf Kapitalerträge automatisiert abgeführt. Die Beantragung eines Sperrvermerks ist jedoch möglich.

Quelle: Hendrik Schmidt

Berlin. "Wer nicht an diesem Verfahren teilnehmen will, kann dem automatischen Datenabruf widersprechen", erklärt Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler. Dafür muss beim Bundeszentralamt für Steuern ein Sperrvermerk eingereicht werden.

Institute, wie Banken oder Versicherungen, sind verpflichtet, einmal im Jahr beim Bundeszentralamt für Steuern die Religionszugehörigkeit ihrer Kunden abzufragen. Wer nicht möchte, dass in diesem Jahr im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober seine Religionszugehörigkeit abgefragt wird, muss den Sperrvermerk spätestens bis zum 30. Juni 2015 beantragen. Dafür gibt es einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck. Das Formular finden Interessierte im Internet unter

www.formulare-bfinv.de.

 

Wer einen Sperrvermerk einlegt, sollte beachten, dass die Kirchensteuer auf seine Kapitalerträge für das Jahr 2016 nicht automatisch abgeführt wird. Die Kirchensteuer muss dann über die Einkommensteuererklärung ermittelt werden. Kirchenangehörige, die einen Sperrvermerk eingelegt haben, müssen daher eine Steuererklärung abgeben und die Anlage KAP ausfüllen. Weitere Besonderheiten ergeben sich für Sparer durch das automatische Verfahren nicht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Geld