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Was Brandenburgs Jüngste bewegt

Fitte Kids Was Brandenburgs Jüngste bewegt

Fußball, Leichtathletik und Volleyball sind die sportlichen Klassiker für die Aktiven. Doch es gibt interessante Neulinge, die an Zulauf gewinnen. Wir stellen die neuesten Trendsportarten für Kinder und Jugendliche im Land Brandenburg vor.

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Floorball – auch Unihockey genannt – ist ein schneller Mannschaftssport. Hier spielt der TSV Rangsdorf.

Quelle: LSB

Potsdam. Besonders die Wintermonate sind oftmals hart. Wenn es schon am frühen Nachmittag dunkel wird, ist die Motivation der Kleinen und Großen, draußen Sport zu treiben oder sich an der frischen Luft zu bewegen, eher gering. Eine gute Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, den Sohn oder die Tochter in einem Sportkurs anzumelden. Aber was macht den Mädchen und Jungen besonders viel Spaß? Und was gibt es abseits der klassischen Sportangebote?

Ein guter Ansprechpartner ist hier der Landessportbund Brandenburg (LSB). Der Dachverband der Sportvereine im Land verzeichnet 2226 Gruppen und Vereine, die viele Angebote für Kinder und Jugendliche im Programm haben. Von den mehr als 332 000 Mitgliedern des Landessportbunds ist gut ein Drittel unter 18 Jahren. „Gerade im Bereich der Sieben- bis 14-Jährigen haben wir im Jahr 2016 eine starke Steigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet“, sagt LSB-Sprecher Fabian Klein. Für den LSB ist der Kinder- und Jugendsport ein großer Schwerpunkt.

Beliebt sind Frisbee, Parkour, Floorball und Rope Skipping

Besonders beliebt im Land Brandenburg seien bei den Jüngeren nach wie vor die klassischen Sportarten wie Fußball, Volleyball, Leichtathletik und Basketball. „Sie haben immer noch Zulauf“, erklärt Klein. Doch es gibt auch neue Trendsportarten, die bei den jungen Menschen gut ankommen. „Sehr beliebt sind Nischensportarten wie Frisbee, Parkour, Floorball und Rope Skipping, die nur selten im Fokus der Öffentlichkeit stehen, obwohl sie es wie alle anderen Sportarten verdient hätten“, sagt er.

Beim sogenannten Rope Skipping etwa sind Mädchen und Jungen mit Feuereifer bei der Sache. Was es damit auf sich hat, hat fast jedes Kind schon ausprobiert: Seilspringen. Rope Skipping ist jedoch eine sportlichere Form des Seilspringens. Bei den „Burning Ropes SG Blau Weiß Beelitz 1912/90“ zum Beispiel ernten Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren staunende Blicke für ihre Sprünge. Viel Ausdauer müssen die jungen Seilspringer bei ihrem Training haben, aber der Spaß steht immer an erster Stelle.

Es bilden sich neue Vereine und Verbände

Eine weitere Sportart abseits der großen Bühne ist Parkour. Hier wird nicht in der Sporthalle trainiert, sondern mitten in der Stadt, wie etwa beim Turn- und Sportverein 1997 Oranienburg. Der Parkourläufer nimmt sich seine „Sportgeräte“, wo er sie sieht: ein Springbrunnen, ein Denkmal, steinerne Bänke und Treppenstufen mit Geländer. Er springt von Bordsteinkante zu Bordsteinkante, über Mauern, macht beeindruckende Sprünge von Hindernis zu Hindernis, immer im Hinterkopf: Schaffe ich einen Salto?

Überschläge gibt es beim Floorball zwar nicht, aber auch diese Sportart etabliert sich in Brandenburg und will weg vom Außenseiter-Image. Auch wenn es bislang mit dem TSV Rangsdorf, dem RSV Mellensee und dem SC Potsdam nur drei Floorball-Vereine in Brandenburg gibt, die Sportart drängt längst aus dem Schattendasein ins Rampenlicht. Floorball ist eine Mischung aus Hockey und Eishockey, eine schnelle Hallensportart, mit viel Technik und weniger Verletzungsgefahr als etwa beim Eishockey. Der Ball wird grundsätzlich nur mit dem Stock gespielt, doch auch ein Fußpass ist erlaubt.

Wer Lust hat, all diese Nischen-Sportangebote auszuprobieren, wird im Land Brandenburg einige Angebote finden. „All diese Randsportarten“, sagt LSB-Sprecher Fabian Klein, „werden immer mehr zum Trend und es bilden sich neue Vereine und Verbände.“

Von Diana Bade

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