Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Deutschland Stadt, Land, Fluss rund um Hameln
Reisereporter Deutschland Stadt, Land, Fluss rund um Hameln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:56 23.03.2017
Ideales Paddelrevier: Die Weser bietet sich für Kanutouren an. Quelle: Hameln Marketing und Tourismus GmbH/dpa-tmn
Hameln

Die Ratten sind los. Sie weisen in Bronze den Weg zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt, dienen im knallroten Street-Art-Format als Werbeträger für Geschäfte oder versüßen die Auslage beim Bäcker. Das freut alle, die für die berühmte alte Sage nach Hameln gekommen sind.

Das ärgert Michael Boyer. Er ist der einzige hauptamtliche Rattenfänger von

Hameln und von der Tourismus Zentrale auserkoren, die wahre Geschichte zu erzählen. Und die hat mit Ratten nun mal gar nichts zu tun. "Es geht nicht um die Ratten, es geht um die Kinder", betont Boyer bei seinem einstündigen Rundgang.

Doch die Region um Hameln hat noch mehr zu bieten als den Rattenfänger. Da ist zum Beispiel Corvey. Die Benediktinerabtei am Weserbogen war im Frühmittelalter ein bedeutendes geistig-politisches Zentrum mit einer einzigartigen Klosterbibliothek. Heute nehmen Besucher in bunten Trikots und kurzen Radsporthosen ehrfurchtsvoll den Helm ab, wenn sie das Westwerk der ehemaligen Reichsabtei betreten. Oder machen ein Selfie mit der Büste von August Hoffmann von Fallersleben, Corveys prominentestem Bibliothekar.

Wer Zeit und Muße mitbringt, kann in den ehemaligen Stallungen der barocken Schlossanlage am Kloster übernachten und am Folgetag den Drahtesel für ein paar Stunden gegen ein Kanu eintauschen. "Das hier ist ein magischer Ort", sagt Kalle Krome, der auf Schloss Corvey ein Kanuzentrum betreibt. Paddeln ist für ihn ein wenig wie Pilgern. Und nach den ersten Weserschleifen wird klar, was er meint: Die Kraft der Strömung bringt einen auch ohne große Anstrengungen voran. Und in der Früh ist man mit Reihern und Enten weitgehend allein unterwegs - und kann die Gedanken vorbeiziehen lassen.

Nicht nur für das Kanu lohnt es sich, vom Rad abzusteigen. Etwa für das Weserrenaissance-Schloss Hämelschenburg zwischen Hameln und Bad Pyrmont, das sich mit seinen zahlreichen Erkern, Türmen und Zinnen prachtvoll in die Hügellandschaft einfügt. Es ist seit einem halben Jahrtausend im Besitz der Familie von Klencke, die das Rittergut selbst bewohnt und ein Teil der Räumlichkeiten für Führungen freigegeben hat.

dpa

Seit 2014 ist es immaterielles Kulturerbe: das Biikebrennen. Seinen Ursprung hat der nordfriesische Brauch auf der Insel Sylt. Meinen zumindest die Sylter. Sie feiern das Nationalfest mit Fackelzügen, Flammenbergen, Grünkohlgelagen und Tanz.

12.01.2017

Erlesene Weine und köstliche Speisen: Der Wettiner Kurfürst und König Polens prägte als Gourmet das Sächsische Elbland. Bei einer Reise in die malerische Region zwischen Dresden und Meißen kann man sich auch heute königlich verwöhnen lassen.

12.01.2017

Im Frankfurter Bahnhofsviertel können Frauen geführte Touren durch das Rotlichtmilieu machen. Stripperinnen, Dominas und ansonsten eher verschwiegene Security-Leute erzählen aus ihrem Alltag. Die Gäste erhalten Einblicke, die sonst nicht möglich sind.

29.12.2016