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Neue "GoT"-Staffel: Dubrovnik als Königsmund

Tourismus durch "Game of Thrones" Neue "GoT"-Staffel: Dubrovnik als Königsmund

In "Game of Thrones" wird auch in der neuen Staffel, die ab dem 17. Juli im deutschen Bezahlfernsehen läuft, geliebt und gemordet. Viele Schlüsselszenen der Fantasy-Saga spielen in Königsmund. Der Drehort Dubrovnik (Kroatien) erlebt dadurch einen Ansturm vor allem junger Touristen.

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Deshalb pilgern viele «Game of Thrones»-Fans nach Dubrovnik und lassen sich die Drehorte der Serie zeigen.

Quelle: Thomas Bremser/dpa

Dubrovnik. Mittelalterliche Festungen, gotische Paläste, eine malerische Hafenbucht und eine begehbare Stadtmauer: Die Altstadt von Dubrovnik erscheint wie eine einzige, historische Filmkulisse - wären da nicht die unzähligen, mit Sandalen und Selfie-Sticks ausgestatteten Touristen.

 Einmal im Jahr verwandelt sich die "Perle der Adria" tatsächlich in einen Ort aus einer anderen Welt. Der Welt der Fantasy-Saga "Game of Thrones". Auch in der siebten Staffel, die am Montag (17. Juli) auf dem Pay-TV-Sender Sky Atlantic HD (20.15 Uhr) startet, dient die kroatische 40 000-Einwohner-Stadt als Kulisse von Königsmund.

 Die engen Gassen der Altstadt sind wie gemacht, um die Hauptstadt der Sieben Königslande - die im Original King's Landing heißt - detailgenau darzustellen. Auf der alten Stadtmauer, in der Schwarzwasserbucht und in der Königsresidenz spielen Schlüsselszenen der Buchvorlage von George R. R. Martin und der preisgekrönten Serie des US-Senders HBO. 

 "Als wir das erste Mal Dubrovnik gesehen haben, war das ein Schock. Weil die ganze Stadt genau so aussah, wir wir uns das ausgemalt hatten", sagt David Benioff, einer der Autoren und Produzenten der Serie. In der ersten Staffel hatte noch Malta als Kulisse gedient.

 Besonders zur Geltung kam Dubrovniks Altstadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, beim "Gang der Buße" im Finale der fünften Staffel. Als die von Lena Headey gespielte Cersei Lannister als Strafe für ihre Sünden nackt durch die Straßen gehen musste, dauerten die Dreharbeiten dazu ganze vier Tage und kosteten laut Medienberichten rund 200 000 Dollar.

 Die Kosten für das Entstehen der Fantasy-Saga sind üppig. Die Studios befinden sich im nordirischen Belfast, viele Schauplätze in Spanien und Kroatien. Die Crews müssen sich ständig abstimmen und die Drehorte wechseln. In Dubrovnik werden Ladenbesitzer und Restaurants, die wegen der Dreharbeiten schließen müssen, entschädigt. Auch Touristen können dann den berühmten Ortskern nicht besuchen, erklärt Jelena Simac. 

 Die Stadtführerin der Agentur "Dubrovnik Secrets" führt Touristen - viele in Fanshirts - zu den Originalschauplätzen von "Game of Thrones". Immer wieder hält sie Fotos aus der Serie in die Höhe und erklärt, wie die Szenen vor Ort entstanden sind. Viele Bauwerke haben die Serienmacher nachträglich mit modernster Computertechnik integriert.

 "Durch die Serie kommen immer mehr junge Leute nach Dubrovnik", sagt Simac. An jeder Ecke werden Führungen zu den Drehorten angeboten, einige sogar mit verkleideten Stadtführern. In einem Souvenirladen können sich Besucher auf einer Nachbildung des Eisernen Throns fotografieren lassen.

 Vor allem die autofreie Altstadt hat es der Filmwelt angetan, obwohl die Mitarbeiter ihr schweres Equipment mühsam die vielen Treppen hinauf schleppen müssen. Auch Teile des neuen "Star Wars"-Films, der im Dezember in die Kinos kommt, wurden in Dubrovnik gedreht. Genauso wie das Remake von "Robin Hood" mit Jamie Foxx und Jamie Dornan, das 2018 erscheinen soll. 

 Seit 2012 fördert die kroatische Regierung solche Projekte mit ihrem "Incentive Programme". Die Filmemacher bekommen 20 Prozent Rabatt auf Waren und Dienstleistungen, die sie in Kroatien beziehen. Davon profitierte auch schon die RTL-Neuauflage von "Winnetou" im vergangenen Jahr. 

 Genauso wie die Fans sind auch Dubrovniks Gastronomen wehmütig, dass die "Game of Thrones"-Saga nach der achten Staffel ihr Ende findet. Stadtführerin Simac hofft, dass die letzte, große Schlacht um den Eisernen Thron dann in der Küstenstadt gedreht wird. Dem Geschäft schaden würde es jedenfalls nicht.

dpa

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