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Genuss & Leben Versuch’s mal mit Hundefutter
Sonntag Genuss & Leben
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20:05 21.04.2017
Sieht gar nicht aus wie Hundefutter: Puppy chow, der Trend-Snack der Stunde aus den USA. Quelle: Shutterstock
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Hannover

Der Name klingt knuffig. Nach süßen Hundewelpen, nach ganz viel Spaß und Liebe. “Puppy chow“ ist die Nascherei der Stunde, die natürlich mal wieder aus dem Mutterland der ungesunden, übertriebenen Süßspeisen, also den USA, stammt. Auf die Onlineplattform Pinterest, die in Stilfragen so etwas wie ein Trendbarometer ist, werden derzeit auffällig viele Bilder des Schokoladen-Erdnuss-Butter-Snacks hochgeladen.

Puppy chow scheint sich anzuschicken, dem rohen Kuchenteig, den halb New York seit geraumer Zeit löffelt, den Rang abzulaufen. Puppy chow heißt, am Rande bemerkt, auf Deutsch “Hundefutter“, aber sieht gottlob nicht ganz so unappetitlich aus. Zwar handelt es sich ebenfalls um braune Brocken, die vorzugsweise in Schalen und Näpfen kredenzt werden, aber dank eines umhüllenden Puderzuckerschneegestöbers zumindest entfernt an Menschennahrung denken lassen.

Die auch unter den Schlagwörtern Monkey Munch, Muddy Buddies, Muddy Munch oder Reindeer Chow gehandelten süßen Häppchen werden in den USA bevorzugt zu Kindergeburtstagen serviert, schmecken aber natürlich auch Erwachsenen. Im Internet kursieren inzwischen Dutzende, womöglich Hunderte Rezepte, von denen die meisten aber alle auf derselben Basis fußen – bestehend aus Frühstückscerealien, Puderzucker, geschmolzener Schokolade und Erdnussbutter.

Simpel selbst zubereitet

Unsere Variante ist kinderleicht hergestellt, die Zutaten werden praktischerweise in Tassen abgemessen – nicht in den Kaffeehumpen für den täglichen Gebrauch, sondern in den feinen Tässchen aus dem guten Service. Man nehme:

8 Tassen Frühstückscerealien nach Wahl, bestens geeignet sind kleine Getreidekissen. Aber natürlich funktioniert das Rezept auch mit anderen Knusperteilchen. Etwas freudlos, aber eine erwägenswerte Option für Figurbewusste sind grob zerbröselte Reiswaffeln.

½ Tasse Erdnussbutter

1 Tasse zartbittere Schokoladenchips (oder Kuvertüre)

1 ½ Tasse Puderzucker.

Die Zubereitung ist ebenso simpel, wie die Zutatenliste kurz ist: Schokolade in einem Topf schmelzen, Erdnussbutter einrühren, Topf von der Platte nehmen, Cerealien dazugeben, so lange einrühren, bis die Getreideflocken gleichmäßig mit Schokolade überzogen sind. Puderzucker in eine große Papiertüte geben, die noch nicht ganz erkalteten Schokocerealien hineingeben, kräftig durchschütteln, fertig.

Variationen mit Salzgebäck und Schweineschwarte

In einigen Rezepten kommt zur halben Tasse Erdnussbutter noch eine weitere halbe Tasse normale Butter – aber die Glasurmenge sollte auch so ausreichen, um die Getreidekissen hinreichend zu überziehen. Deutlich mehr Kalorien, als die Vernunft erlaubt, hat das Rezept schließlich schon in der “schlankeren“ Variante. Das schlichte Prinzip, Kleingebäck zu glasieren, lässt sich natürlich tausendfältig variieren.

Da wundert es nicht, dass es in den USA inzwischen etliche, dem abendfüllenden Thema Puppy chow gewidmete Bücher gibt. Dort finden sich Spin-off-Rezepte, in denen die Frühstückscerealien beispielsweise durch Salzgebäck (wie den altbewährten Knabberboxinhalt Cracker, Brezeln und Fischchen) ersetzt werden – was wider Erwarten eine schmackhafte Mixtur ergibt. Die Low-Carb-Variante mit krosser Schweineschwarte statt Frühstücksflocken und Kokosöl nebst Kakaopulver statt Zartbitterschokolade dürfte jedem Hype zum Trotz hingegen ein Snack für Fortgeschrittene bleiben.

Von Daniel Behrendt

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