Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kolumnen Die Hose – ein Dreiteiler
Sonntag Kolumnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 18.08.2017
Quelle: Hersteller
Anzeige
Hannover

Zip-on oder Zip-off? Bein oder nicht Bein? Arm dran oder Arm ab? Die Outdoor-Klamottenindustrie beschert uns so manche Antwort auf Fragen, die wir nie gestellt haben. Eine Dreistufenhose, mit der man das wasser- und winddichte Ding von normal lang auf zwei sehr unvorteilhafte Längen verkürzen kann. Dreiviertellang sieht nach Extremhochwasser, Grunge-Konzert 1995 und Oberkante Unterhose aus.

Und wenn die Hose um zwei Drittel gekürzt wird, kommen Teile des Oberschenkels zum Vorschein, was selbst den Alles-geht-Fashion-Hipstern ein wenig in den Augen beißt, während der italienische Designer längst tot umgefallen ist. So laufen nur deutsche Männer beim Rasenmähen herum, abgesehen natürlich von den voll abwaschbaren Outdoormodels bei Zip-off-Wetter in den Schweizer Alpen. Wer lang anbehält, findet unten einen Kordelzug, den man ganz eng stellen kann, damit der Schweiß nicht rausläuft, auf dem andere ausrutschen könnten. Praktisch bis ins Detail!

Aber: Schon der Name Zip-off ist schein- und beinheilig. Der Begriff gaukelt kinderleichte, einhändige Hosenkürzung in Notsituationen vor. Wobei unklar ist, warum man sich, mit einer Hand an der Klippe über dem Abgrund hängend, als Erstes der Hosenbeine teilentledigen sollte und sogar noch vor der Entscheidung steht, ob ein Drittel oder zwei Drittel fallen sollen. Aber: zip-off! Klingt einfach! Ein Ritsch am Reißverschluss, und das Ding ist weg.

Doch wer es, auch ohne am Fels zu hängen, einmal versucht hat, weiß, dass es länger dauert. Vielleicht sogar, bis das Wetter wieder umschlägt. Mit einer Hand kommt man eh nicht ganz ums Bein herum. Man braucht beide Hände für ein Bein. Sind die abgezippten Teile dann vom Mutterschiff getrennt, gilt es, sie richtig wegzusortieren. Gelingt das nicht, wird das Wiederanbringen zu einem abendfüllenden Puzzlespiel. Wer nicht zu eitel ist, kann die maximal vier Hosenstücke mit wasser- und windfesten Marker kennzeichnen: LO, LU, RO, RU. Zur Not noch HH (Haupthose). Wer fünf Teile einer Outdoorhose nicht zusammenbauen kann, sollte nicht zu weit out gehen, am besten gar nicht mehr vor die Door.

Aber Outdoorfreunde sind nicht eitel. Sie wollen überleben. Gezippt oder ungezippt. Zur Not auch ohne Hose.

Von Uwe Janssen

Kolumnen Urlaub mit Imre Grimm - Dänen haben wir’s gezeigt

Zwei Wochen in einem Nachbarland mit viel Wetter und wenig Menschen – fast die markantesten Spuren haben in diesen Ferien die Möwen hinterlassen. Überall lagen diese violetten kleinen Farbhaufen.

18.08.2017
Kolumnen Ode an den Handrasenmäher von Uwe Janssen - Rrrrrrrrr, rrrrrrrrrrr!

Was interessieren schon VW, Porsche, Audi und die ganze restliche Dieselverschwörerclique, wenn der durchschnittliche Gartenbesitzer vor allem eine Frage hat: Kann man einfach so weitermähen?

11.08.2017
Kolumnen Urlaubstipps von Imre Grimm - Urlaubsziele IV: Zu Hause

Sie haben plötzlich Urlaub, und keine Ahnung, wohin? Oder Sie haben eine Reise gebucht, und sich noch nicht intensiv mit Zielland und -leuten auseinandergesetzt? Kein Problem: Es folgt eine praktische Handreichung mit Urlaubsüberlebenstipps in mehreren Teilen.

11.08.2017
Anzeige