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Mode & Stil Der Berg ruft
Sonntag Mode & Stil
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20:05 15.12.2017
Ein bisschen von allem: Die Wintermode 2017/2018 ist körperbetont, pragmatisch und nachhaltig. Trotzdem sehen einige Stücke aus, als kämen sie direkt aus den Siebzigern. Quelle: akg
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Hannover

Die neuen Farben: Kühl und erdig

Stark reduziert, dafür aber sehr modern zeigte sich schon auf der Fashion Week Berlin das Farbspektrum für die kommende Wintersaison. Die Auswahl reicht von strahlendem Weiß über verschiedene Grau- und Blaunuancen bei Wintersport- und Outdoor-Marken wie Peak Performance und Norrona bis hin zu stählernem Anthrazit und Schwarz bei Haglöfs. Bogner setzt auf schmal geschnittene Jacken in Metallic-Tönen wie Silber.

Von der Textur her erinnern die neuen glänzenden Optiken an hochwertigen Satin und sollen den Jacken der Damenkollektionen einen betont edlen Look verleihen. Beliebt sind bei Männern wie Frauen auch Farbkombinationen aus Blau und Grau oder Schwarz mit Braun. Nichts Schrilles, maximal bewusst gesetzte Akzente. Aber insgesamt stehen tatsächlich monochrome Modelle im Vordergrund. Parallel zu der buchstäblich ‚coolen‘ Farbpalette dominieren natürliche Erdtöne die Kollektionen für den Winter. Warmes gedecktes Rostrot, Curry, Olive bieten die Alternative zu den eisigen Tönen.

Dezente Farben und bewusst gesetzte Akzente: Skihelm von Fendi. Quelle: Hersteller

Smarte Kleidung: Thermotaschen und musikalische Mützen

Die Erreichbarkeit auf Pisten ist ein weiteres Thema der Winterbekleidung. Weil der moderne Mensch auch auf der Piste nicht ohne Smartphone sein kann und will, sind Winterkleidungsstücke neuerdings mit speziellen Funktionen ausgestattet.

Das Label Helly Hansen etwa hat eine Thermo-Innentasche entwickelt, die den Akku von Smartphones und Kameras vor Kälte schont. Entwickelt worden ist sie unter anderem in Kooperation mit der Nasa. Die sogenannte “Life Pocket“ sorgt laut Hersteller für zwei- bis dreimal mehr Wärmerückhalt als eine normale Tasche. Sie soll sicherstellen, dass der Akku durchhält – sei es in lebenswichtigen Szenarien wie dem Notruf im Falle eines Unfalls oder weniger lebenswichtigen wie dem Selfie beim Après-Ski.

Und um das Handy erst gar nicht aus der Tasche pfriemeln zu müssen, gibt es nun auch Wintermützen mit integrierten kabellosen Bluetooth-Kopfhörern und Mikrofon. Anders als bei herkömmlichen Modellen ist der Kopfhörer von außen bewusst sichtbar konstruiert. Durch den größeren Klangkörper sollen Tonqualität und Sound deutlich besser sein als bei den bisherigen, unsichtbar eingebauten und deutlich flacheren Alternativen.

Smarte Jacke in den Trendfarben des Winters: Das Modell “Elevation“ von Helly Hansen. Quelle: DS

Ungewöhnliche Stoffe: Natur, Synthetik, Innovation

Auf der ISPO München, der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode, hat sich klar rauskristallisiert: Natürliche Stoffe wie Baumwolle, Merino oder Kaschmir sind beim Verbraucher beliebt – auch im Bereich der Wintersportkleidung. Und sie gelten in Kombination mit synthetischen Stoffen als zukunftsweisend.

Was in der Vergangenheit noch unvorstellbar war, wird jetzt zusammengebracht und verarbeitet, sagt Trendforscherin Louisa Smith. Natürliche Stoffe haben viel mit Wohlgefühl zu tun, synthetische Stoffe absorbieren oder erhalten Wärme oder Kälte. Die Firma Kjus hat deshalb erstmals eine komplett gestrickte Skijacke auf den Markt gebracht. Das Material soll laut Hersteller jeder Bewegung folgen, sei zweimal dehnbarer und trockne schneller als herkömmliche Jacken.

Überall einsatzbereit: Von der Piste in die City

Der multifunktionale Nutzen steht in diesem Winter klar im Vordergrund. Im Prinzip sind die aktuellen Wintersportjacken auch für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Stadtbummel geeignet – optisch wie funktional. Schneefänge lassen sich rausknöpfen. Die neuen Jacken sind atmungsaktiv, leicht, und schick.

Außerdem sind die Damenjacken von Perfect Moment, Fendi oder Fusalp zu schön, um nur auf der Piste getragen zu werden. Durch schmale Silhouette, leichte Materialien und perfekten Wärmeausgleich passen sie sich den verschiedenen Bedingungen ideal an. Für Männer bietet etwa die Powder-Bowl-Jacke von Patagonia oder das Monterosa-Jacket von Spyder einen perfekten Mix aus hochfunktioneller Skikleidung und Stadtlook.

Körperbetont, leicht, und viel zu schön, um nur auf der Piste getragen zu werden: Jacke von Fendi. Quelle: Hersteller

Nachhaltigkeit: Grün auf der Piste

Um negative Einflüsse auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, setzten Hersteller zunehmend auf Nachhaltigkeit. Zur Schonung fossiler Rohstoffe verwenden manche Marken Oberstoffe, die beispielsweise zu 85 Prozent aus recyceltem Polyamid hergestellt werden.

Außerdem haben sich viele Hersteller zum Ziel gesetzt, ihre Kollektionen bis spätestens 2020 frei von Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) zu halten, einer Gruppe giftiger und krankheitserregender Chemikalien, die wegen ihrer wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaft häufig in Regen- und Outdoorbekleidung enthalten sind. Einige haben diesen Schritt schon 2017 umgesetzt. Immerhin bieten die meisten Hersteller inzwischen schon PFC-freie Dämm- und Isoliersysteme an.

Von Andrea Mayer-Halm

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