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Ein Rhinozeros will hoch hinaus

“Rhino Hero – Super Battle“ im Spieletest Ein Rhinozeros will hoch hinaus

“Super Rhino“, schaffte es 2012 auf die “Spiel des Jahres“-Empfehlungsliste und wurde ein Welterfolg. Jetzt ist der tierische Superheld wieder da: als großes Familienspiel.

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“Rhino Hero – Super Battle“ ist wie sein kleiner Vorgänger ein herausragendes Kinderspiel.

Quelle: HABa

Hannover. Die gelben Spielekartons von Haba finden sich in fast jedem Kinderzimmer. In den vergangenen Jahren fielen die großen Spiele des Verlags bei Familien und Kritikern oft durch. Dafür fanden sich unter den kleinen Mitbringspielen echte Perlen – zum Beispiel “Super Rhino“, das es 2012 auf die “Spiel des Jahres“-Empfehlungsliste schaffte und – als “Rhino Hero“ – weltweit erfolgreich war. Jetzt ist der tierische Superheld wieder da: als großes Spiel.

“Rhino Hero“ ist Kartenhausbau mit Regeln: Es gibt Wände (im 90-Grad-Winkel geknickte Karten) und Deckenkarten, die angeben, wie man auf ihnen die Wände platziert. Manche haben Sondersymbole, die zum Beispiel besagen, dass man die Figur des heldenhaften Nashorns versetzen muss. Wer den Bau zum Einsturz bringt, verliert.

Der “Super Battle“ funktioniert sehr ähnlich. Als Fundament dient nicht mehr eine einzelne Karte, sondern ein dreigeteilter Spielplan. Es gibt zwei Arten von Wänden, höhere und niedrigere. Wieder geben die Deckenkarten vor, wie gebaut werden muss. Neu ist, dass jedem Spieler ein eigener Held zugeteilt ist: Zur Auswahl stehen neben Rhino Hero Big E. (ein Elefant), Giraffe Boy und Batguin. Die wollen alle hoch hinaus: In jeder Runde wird gewürfelt, wie viele Etagen sie hochklettern. Es gewinnt, wer am Ende am höchsten steht – vorausgesetzt natürlich, niemand hat zuvor den Komplex einstürzen lassen. Der verliert natürlich.

Kartenhausbau mit Regeln

Kartenhausbau mit Regeln: “Rhino Hero“ ist ein unterhaltsames Familienspiel, das etwas Geschicklichkeit erfordert.

Quelle: Hersteller

Noch zwei Veränderungen gibt es: Figuren auf derselben Etage bekämpfen sich. Hier wird das durch ein familienfreundliches Würfelduell ausgetragen. Der unterlegene Spieler muss eine Etage hinunterklettern – und löst dort eventuell den nächsten Kampf aus. Und es gibt Spider-Monkeys – kleine Pappfiguren, die man an manche Deckenkarten hängen muss. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, sonst wackelt die Konstruktion bedenklich. Die ist allerdings, gerade durch ihre Mehrdimensionalität, erstaunlich stabil. Die meisten Partien werden durch den besten Gipfelstürmer entschieden.

Loslegen kann man sofort – das grundsätzliche Prinzip kennt schließlich jeder. Und dann merkt man, wie leicht man andere Spieler einmauern kann, um ihnen das Leben zu erschweren. Oder wie man die Monkeys so positioniert, dass sie nur mit Schwierigkeiten unfallfrei zu bewegen sind.

“Rhino Hero – Super Battle“ ist wie sein kleiner Vorgänger ein herausragendes Kinderspiel, eines, das die Eltern gern aus dem Regal nehmen, selbst wenn die Kinder schon im Bett liegen.

Scott Frisco, Steven Strumpf: “Rhino Hero – Super Battle“. Haba, für zwei bis vier Spieler ab fünf Jahren, etwa 25 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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