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„Solsbüll“ und mehr Buchtipps

Buchtipps von Ruth Bender „Solsbüll“ und mehr Buchtipps

Schwebende Poesie, die in eine Familienhölle hineinleuchtet, ein Dorf im Norden voller Versprengter zweier Kriege und ein zielloser Weltreisender mit wachem Blick: die Buchtipps von Ruth Bender.

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Quelle: epd

Hannover. Schwebende Poesie, die in eine Familienhölle hineinleuchtet, ein Dorf im Norden voller Versprengter zweier Kriege und ein zielloser Weltreisender mit wachem Blick: die Buchtipps von Ruth Bender.

Linda Bostörm Knausgard: Willkommen in Amerika. „Wir sind eine helle Familie.“ Sagt die Mutter, die sprühende Schauspielerin. Ellen ist da nicht so sicher und schweigt hartnäckig an gegen die Illusion – gegen den Vater, der die Depression im Alkohol ertränkte. Die Ich-Erzählerin berichtet davon mit einer schwebenden Poesie, die das Dunkel dieser Familienhölle erhellt.

Jochen Missfeldt: Solsbüll. Als Versprengter landet Gustav Hasse irgendwo in Frankreich hinter der Front. Und manchmal erscheint auch Solsbüll, das Dorf bei Flensburg, wo er herkommt, wie ein Lager der Versprengten, die zwischen den Bruchstücken von Geschichte und Alltag zu leben versuchen. Missfeldt schlägt den Bogen über drei Generationen, vom ersten Weltkrieg bis in die Fünfziger.


Harry Martinson: Reisen ohne Ziel. Brügge oder Bombay, Montevideo oder Trondheim: Für Harry Martinson war der Weg das Ziel und die Orte, die er bereiste, welthaltige Inspiration. Der Schwede (1904-1978), der sieben Jahre lang zur See fuhr und auch danach noch durchs Leben vagabundierte, verfasst seine lebhaften Reisebilder und Reflexionen mit wachem Blick zwischen Reportage, Essay und Lyrik.

Von Ruth Bender

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