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Ausgewandert in die Arktis

Leben auf Grönland Ausgewandert in die Arktis

Mächtige Eisberge, unbezähmbare Natur: Grönland zieht mehr Urlauber an als früher. Aber dort leben? Drei Deutsche haben das Abenteuer gewagt und sind auf die Polarinsel ausgewandert. Ein Besuch.

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Endlose Weite, spektakuläre Natur, aber auch Dunkelheit und Kälte: Ein Besuch bei Menschen, die sich freiwillig für ein Leben auf Grönland entschieden haben.

Quelle: dpa

Nuuk. Imaqa, das heißt vielleicht. Auf Grönländisch. Nichts ist gewiss. Mal sehen. Haben wir morgen Arbeit, fangen wir Fische, lieben wir uns noch? Imaqa. “Imaqa“ hat der dänische Schriftsteller Flemming Jensen auch einen wunderbaren Grönland-Roman genannt. Vielleicht. Weil die Grönländer auf ihrer kargen, melancholischen, der Natur ausgelieferten Insel das Abwarten perfektioniert haben. Sogar ihre staatliche Fluglinie, Air Greenland, nennen sie spöttisch-zärtlich Air Imaqa. Weiß man, ob sie heute fliegt? Weiß man, wie viel Verspätung sie hat?

Wer sich auf Grönland einlässt, der muss sich auf einen ganz eigenen Rhythmus einlassen. Das Wasser vor der Küste ist so klar, dass man vom Flugzeug aus den Teil des Eises sehen kann, der darunter liegt. Eisstücke schwimmen im tiefblauen Meer. Auf den Bergen blitzt Schnee in der Sonne. Dass dort unten an Land in einer kleinen Traube auch bunte Häuser stehen, fällt erst viel später ins Auge.

Spitzdach und Plattenbau

Spitzdach und Plattenbau: Die Architektur der Wohnsiedlungen in Nuuk ist nicht unbedingt anheimelnd.

Quelle: dpa

Der mit Abstand größte Teil der Polarinsel ist von einer dicken Eisschicht bedeckt. Doch auch der bewohnbare Teil Grönlands ist extrem dünn besiedelt. Knapp 56 000 Menschen leben hier auf einer Fläche, die sechsmal so groß ist wie Deutschland. Klingt einsam. Ist es auch. Und kalt. Vielleicht liegt es auch daran, dass Grönland ein enormes Alkoholproblem hat. Und eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Aber es liegt mit Sicherheit auch an der Armut, vor allem der enormen Kluft zwischen Arm und Reich.

Außer der immer noch einträglichen Fischindustrie, die nicht zuletzt den hungrigen asiatischen Markt beliefert, hat Grönland nicht viel zu bieten. Man hoffte Anfang des Jahrtausends auf gigantische förderbare Rohstoffschätze, auf Öl, Kupfer, Uran, der Boom ist trotz vieler Bohrungen ausgeblieben. Im Grunde lebt Grönland von jährlichen Zuwendungen aus Kopenhagen. Dänemark lässt seinen weitgehenden autonomen Außenposten am Rande des amerikanischen Kontinents nicht im Stich. Auch wenn dieser Außenposten schon 1985 auf eigene Faust aus der EU ausgetreten ist.

Trotz aller Schwierigkeiten zieht die kalte Insel immer mehr Urlauber an, der Tourismus ist der zweitwichtigste Industriezweig. Und: Auch immer mehr Auswanderer aus Europa entdecken Grönland. Obwohl es kaum genug Arbeitsplätze für die Einheimischen gibt. Wer sucht sich so einen Platz freiwillig zum Leben aus? Es sind vor allem Männer. Männer, die ohne viel Brimborium so leben wollen, wie es ihnen passt. Auch rund 50 Deutsche haben zwischen Fjorden und Bergen ein neues Zuhause gefunden. Drei erzählen von ihrem Alltag.

Der Alleskönner

Michael Schluchtmann, gebürtiger Hamburger, begeisterter Angler, vor seinem Boot am Anleger in Nuussuaq

Michael Schluchtmann, gebürtiger Hamburger, begeisterter Angler, vor seinem Boot am Anleger in Nuussuaq.

Quelle: dpa

“Fischen hat hier nichts mit Angeln zu tun. Das ist Abholen.“ Weil so viele Fische einem fast vor der Nase umherschwimmen, sagt Michael Schluchtmann. Er hat ein Boot im Hafen von Nuussuaq, einem Teil der Hauptstadt Nuuk, liegen. Das acht Meter lange Gefährt heißt “Nukappissat“, übersetzt etwa “Die drei Brüder“. Schluchtmann will es umbenennen. “Ich kann kein Boot haben, das keinen Frauennamen hat“, sagt der 47-Jährige. Tanja soll es heißen, in Anlehnung an den Namen seiner russischen Frau Tatjana. An Bord riecht es nach Motoröl. Werkzeuge liegen auf dem kleinen Tisch und der Bank links vom Fahrersitz verstreut.

Jedes Wochenende und manchmal auch in der Woche ist Schluchtmann im Fjord vor Nuuk unterwegs. “Ich bin auf dem Wasser zu Hause“, sagt der gebürtige Hamburger. Seit sechs Jahren lebt er in Grönland. Und eines fasziniert ihn nach wie vor: “Wenn du hier die Stadt verlässt, bist du innerhalb von Sekunden in einer anderen Welt.“ Der Schiffsmotor beginnt zu rattern. Schokobrötchen hat der Skipper als Proviant dabei. Über den Felsen im Fjord schimmert der Himmel blau. Das Knarren des Motors ist das einzige Geräusch.

Grönland, das ist für Schluchtmann heute Heimat. Auch wenn andere über Probleme mit Armut und Alkoholismus klagen. “Es ist das erste Land, in dem ich mich wirklich zu Hause fühle“, sagt er. “Egal, wo ich war, irgendwie hatte ich immer etwas zu meckern.“ Und warum nicht hier? “Weil hier alles ein bisschen lockerer ist.“ Und weil die Menschen aufeinander achtgeben. “In Hamburg könntest du in deiner Wohnung krepieren, und die Leute würden es nicht merken. Hier kannst du nicht einfach so verschwinden. Jeder kümmert sich.“ Von ihrem Haus auf dem Hügel schauen die Schluchtmanns auf rote, blaue, gelbe Häuser, Farbflecke vor dem grauen Fjord.

Familienleben am Polarkreis

Irgendwo im Fjord, ohne Navigationssystem hätte man schon längst die Orientierung verloren, trifft Schluchtmann auf zwei Fischer. Die beiden ziehen in ihrem Netzt einen Steinbeißer nach dem anderen in den alten Kutter, von dem schon die Farbe abgeblättert ist. Vier große Tonnen Fisch haben die beiden am frühem Nachmittag schon gefüllt. Die Männchen schmeißen sie zurück ins Wasser, die Weibchen behalten sie. Denn in ihrem Bauch steckt der Rogen. Anderswo eine Delikatesse, hier Alltagskost.

Das Meer ist der Supermarkt vieler Grönländer, der Fischfang nach wie vor der wichtigste Wirtschaftszweig. Während in den Ladenregalen manchmal Wochen und Monate kaum Gemüse zu finden ist, weil das Schiff sich den Weg durch das Eis nicht bahnen konnte, ist das Wasser immer voller Fische. „Willst du einen haben?“, ruft ein schnurrbärtiger, stämmiger Kerl. Der Wahl-Grönländer streckt den Arm über die Reling, nimmt das nass-glatte Geschenk entgegen – und holt den frischen Rogen gleich an Bord gekonnt aus dem Bauch. Regentropfen zeichnen flüchtige Kreise ins stille Fjordwasser.

Auf dem Computerbildschirm in seiner Wohnung klickt Schluchtmann zwischen ganz anderen Bildern hin und her. Die Söhne seiner Frau, Denise (13) und Daniel (10), wie sie im Sommer in den eiskalten Fjord springen – und gleich wieder bibbernd an Land eilen. Ein Lagerfeuer mit Freunden. In der Küche spült Tatjana Schluchtmann den Fischrogen ab. Eine ganz normale Familie am Polarkreis.

Das Angeln, das Leben mit der Natur, in der Stille, das zählt für den technisch gewieften Deutschen mehr als die Arbeit bei der lokalen Telekommunikationsgesellschaft. Wie der Einsatz als Weihnachtsmann. Heiligabend besucht er jedes Jahr 15 Kinder. “Ich bin eigentlich wunschlos glücklich“, sagt Schluchtmann. “Mir fehlt es hier an nichts.“

Der Fantasievolle

Jörg Sennhenn, Braumeister aus Hessen, kann in Grönland seine Kreativität ausleben

Jörg Sennhenn, Braumeister aus Hessen, kann in Grönland seine Kreativität ausleben.

Quelle: dpa

“Es muss Spaß machen, sonst hältst du es nicht durch.“ Seit 6 Uhr morgens steht Jörg Sennhenn in der zugigen kleinen Brauerei in der Innenstadt von Nuuk, nur einen Steinwurf von Kulturzentrum, Kirche und dem Hotel Hans Egede entfernt. Das ist lokalpatriotisch nach dem Gründer der Stadt benannt. Fast jeder Tag beginnt für den hessischen Braumeister so früh. Im Winter ist es stockdunkel, wenn er aus dem Haus geht.

Dieser Mittwoch wird besonders lang. Zwei Chargen Bier will der 53-Jährige aus Eschwege heute brauen. Dafür mahlt sein Helfer Sindri, ein Isländer, säckeweise Malz. Sennhenn, in klobigen schwarzen Gummistiefeln, hat das Tor seiner Brauerei von innen hochgeschoben. Kurze Zigarettenpause. Der Wind fegt ihm heftig um die Nase, die Salzluft vom Meer mischt sich mit dem Malzgeruch.

„Mein Plan war schon immer, nicht mein ganzes Leben in Deutschland zu verbringen“, sagt der Braumeister. Vor sechs Jahren aber wanderte er eher zufällig nach Grönland aus. Auf einer Jobplattform für Brauer war eine Stelle in Nuuk ausgeschrieben. „Ich habe viele Bewerbungen geschrieben, und von hier eben eine positive Antwort bekommen“, sagt er und zuckt mit den Schultern. Bereut hat er die Entscheidung nur einmal. Gleich in der ersten Woche. „Da wollte ich zurück“, sagt er. „Ich habe gedacht, es wird mir alles zu teuer.“ Heute trägt Sennhenn ein Tattoo mit einem Eisbären als Motiv auf der Brust, auf dem linken Arm einen Wikinger.

“Man merkt, wie klein man ist“

Kälte und Dunkelheit haben den 53-Jährigen nicht beeindruckt, “als Braumeister sind wir Kälte ja gewohnt“. Auch die 400 Stunden, die er anfangs im Monat arbeitete, steckte er weg. “Das hier ist nicht nur ein Job. “Für Sennhenn ist das Brauen eine Kunst, wie es das Kochen für viele Köche ist. Im Godthaab Bryghus – Godthaab ist der dänische Name von Nuuk – hat er Porter mit Kokos, Lager mit Zitronengras und Bier mit deutschen Sauerkirschen gebraut. In “Eric The Red“ stecken Chili und Honig aus Südgrönland, dem Garten der Insel, wo immer mehr Landwirte im milderen Klima versuchsweise Gemüse anbauen und Vieh halten.

In einer größeren Brauerei in Deutschland hätte er wohl nicht die Freiheit, so zu experimentieren, meint Sennhenn. “Das würde mich in meiner Kreativität hemmen.“ Hier ist er sein eigener Chef. Das neueste Projekt ist ein Champagnerbier namens “Pullartat“. Um das Champagnerbier auch in edlen Flaschen vertreiben zu können, hat er extra eine Maschine für die Korken bestellt und Etiketten designen lassen, es soll was hermachen für den europäischen Markt, das Edelbier.

Aus seiner Heimat fehlt dem Hessen wenig außer gutem Brot und Bratwurst. “Ich fühle mich eher fremd, wenn ich mal in Deutschland bin und den ganzen Stress sehe. Wie die Leute in der U-Bahn wuseln.“ In Grönland ist Zeit nicht so wichtig. Meist regiere Gelassenheit – im Guten wie im Schlechten, meint Sennhenn. “In Deutschland setzen sich manche Leute wegen unwichtiger Dinge unter Druck. Da frage ich mich: Warum?“ Grönländer ließen vieles auf sich zukommen. “Wie wird das Wetter morgen? Das sehe ich morgen. Ändern kann ich es eh nicht.“

Wenn in der Brauerei etwas kaputt ist, wartet Sennhenn manchmal zwei Monate aufs Ersatzteil. Auch das übt in Gelassenheit. “Man lebt hier mehr mit der Natur“, sagt er. Wenn es stürmt, gehen die Einheimischen mit ihren Kindern eben an einer Leine spazieren. “Es ist schön, im Schneesturm zu laufen. Dann merkt man erstmal, wie klein man ist.“

Der Nachdenkliche

Ebbe Volquardsen, Juniorprofessor in Kulturgeschichte, hat Niebüll gegen Nuuk vertauscht – wohl für immer

Ebbe Volquardsen, Juniorprofessor in Kulturgeschichte, hat Niebüll gegen Nuuk vertauscht – wohl für immer.

Quelle: dpa

“Ich habe nie geplant, nach Grönland zu kommen.“ Ebbe Volquardsen, kariertes Hemd, kurze, dunkelblonde Haare, sitzt auf dem grauen Sofa in seinem Büro. Das Jobangebot von der Insel in der Arktis kam für den Juniorprofessor in Kulturgeschichte völlig überraschend. “Kurz vor Weihnachten 2015 wurde ich gefragt, ob ich am 1. Januar anfangen könnte“, erzählt er. Wow, die Grönländer sind spontan – das ging ihm durch den Kopf. Eine Beobachtung, die er später, in Nuuk, immer wieder machen wird. “Man wird nicht zum Geburtstag in drei Wochen eingeladen, sondern übermorgen“, sagt der 35-Jährige. “Man macht sich keine Sorgen, was in einem halben Jahr sein könnte. Oder ob ich morgen mit dem Boot rausfahren kann.“ Die unberechenbare Natur hat die Grönländer anpassungsfähig gemacht.

Im Gegensatz zu den meisten Inselbewohnern ist Volquardsen kein Naturmensch. Seine Begeisterung für die Polarinsel fing mit einem “originär grönländischen Schnupfen“ an. Als frischgebackener Dozent war der Norddeutsche 2010 mit einer Gruppe deutscher Studenten in Nuuk und in der Stadt Ilulissat. Heute sagt er: “Das hat mein ganzes weiteres Berufsleben geprägt.“ Als er nach Berlin zurückkam, hatte der junge Forscher nicht nur eine verstopfte Nase, sondern auch eine neue Leidenschaft. Postkolonialismus war als Forschungsgebiet in der Skandinavistik damals noch so gut wie gar nicht präsent. An der Uni in Nuuk bekommt der Deutsche heute hautnah mit, wie die Kolonialvergangenheit der Inselbewohner auch ihr Wesen prägt.

“Grönländer sind sehr schüchtern“, sagt Volquardsen. In seinen Vorlesungen hört er kaum ein kritisches Wort. Und findet noch etwas komisch: “Ich unterrichte Grönländer in deren Landesgeschichte auf Dänisch.“ Einmal in der Woche lernt Volquardsen selbst Grönländisch. Aber es geht nur langsam voran: “Es ist so weit entfernt von allen Sprachen, mit denen ich jemals in Berührung gekommen bin. Die ganze Sinnproduktion ist eine andere.“ Das Grönländische macht keinen Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Und ein Wort kann einen ganzen Satz lang sein. Das grönländische Wort für Kartoffel, “naatsiiat“, heißt wörtlich übersetzt: etwas, worauf man lange warten muss, bis es gewachsen ist.

“Alles was ich habe, habe ich hier"

Mit seinen Bekannten in Nuuk spricht Volquardsen deshalb nach wie vor Dänisch. Doch auch das wird irgendwann anstrengend. Zum Abschalten sieht er den “Tatort“ in der Mediathek – “mal zwei Stunden meine eigene Sprache hören“. Seit dem Umzug in die Arktis fühle er sich wieder viel mehr als Europäer, sagt er. Seine Heimat besucht Volquardsen nicht nur, um seine Familie zu sehen. “Wenn ich in der Fußgängerzone in Niebüll bin, und wenn es nur ein Tag ist, bin ich ganz wild am Shoppen. Shampoo, Rasierschaum, Alltägliches.“

Denn das Leben in Nuuk ist teuer. Ein großes Heineken im Café Pascucci kostet 82 dänische Kronen, rund 11 Euro. Dass Volquardsen abends mit dem Bus in die Stadt fährt, um im Café ein überbackenes Sandwich mit Ofenkartoffeln zu essen, kommt selten vor. “Wenn ich Bock auf etwas Süßes habe, backe ich mir einen Kuchen“, erzählt er. “Wenn ich Lust auf Pizza habe, knete ich einen Teig. Das ist doch toll. Das habe ich zu Hause nie gemacht. Das entschleunigt doch auch total.“

In Deutschland hat er übrigens keine Adresse mehr, keinen Lagerplatz für Möbel. “Alles, was ich habe, habe ich hier“, sagt er. Ein klarer Schnitt. Wie lange er bleiben will? “Vielleicht für immer.“

Wichtiges und Kurioses: Der Grönlandsteckbrief

Grönland, die größte Insel der Welt, gehört geografisch zu Nordamerika. Politisch aber gehört Grönland, obwohl weitgehend unabhängig, zu Dänemark. Zahlen und Fakten:

Die ersten Siedler kamen vor 4500 Jahren aus dem heutigen Kanada.

Mit 2,166 Millionen Quadratkilometern ist die Insel etwa sechsmal so groß wie Deutschland; sie ist mit nur 56 000 Menschen die am dünnsten besiedelte Region der Welt.

17 600 Einwohner hat die Hauptstadt Nuuk.

Frauen haben eine Lebenserwartung von 74, Männer von 70 Jahren. Die deutschen Zahlen zum Vergleich: Frauen 82, Männer 77 Jahre.

Staatsoberhaupt ist Königin Margrethe II. von Dänemark, der Sozialdemokrat Kim Kielsen führt als Ministerpräsident die Regierungsgeschäfte. Zwei Abgeordnete vertreten Grönland im dänischen Parlament.

1979 hat Grönland weitgehende Autonomie innerhalb des dänischen Staates erlangt. 1985 waren die Grönländer die ersten, die nach einer Volksabstimmung aus der Europäischen Union austraten. Die Einwanderungspolitik wird von Kopenhagen bestimmt.

Die Nordspitze ist nur 740 Kilometer vom Nordpol entfernt. trotzdem werden im Süden der Insel Salat, Kartoffeln, Erdbeeren und Rhabarber angebaut. Gemüse kostet aber im Durchschnitt etwa dreimal so viel wie Fisch.

Trotz vieler Rohstoffe – Öl, Kohle, Zink, Gold, Kupfer, Nickel, Platin, Uran – ist der Export zu 95 Prozent von Fisch abhängig.

Die meisten Jungen heißen Inuk, Norsaq oder Inunnguaq, die meisten Mädchen Nivi, Ivalu oder Paneeraq.

Von Julia Wäschenbach

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