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Sportbuzzer Adler zeigen Trotzreaktion im Kühlhaus
Sportbuzzer Adler zeigen Trotzreaktion im Kühlhaus
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19:09 04.03.2018
Matti Spengler (M.) war mit acht Treffern der erfolgreichste Torschütze des 1.VfL Potsdam beim Auswärtssieg gegen Flensburg-Handewitt II. Quelle: Julius Frick
Potsdam

Den Sieg hatten sie gemeinsam mit einer launigen Überland-Fahrt gefeiert, erst in den frühen Morgenstunden rollte der Teambus des 1. VfL Potsdam wieder in die Heimatstadt. „Die Stimmung war ausgelassen, es gab gute Musik“, sagte Rückraumspieler Matti Spengler, der mit acht Toren erfolgreichste Akteur der Adler beim 32:26 (18:13)-Auswärtssieg gegen die SG Flensburg-Handewitt II in der dritten Handballliga Nord.

„Das war gestern eine richtig starke Teamleistung. Natürlich freue ich mich, dass es bei mir in der ersten Halbzeit so gut lief, aber der Sieg ist mir da deutlich wichtiger“, befand der 23 Jahre alte Spengler. Der Rechtshänder hatte vor allem im ersten Durchgang eine starke Leistung gezeigt. „Er war mit acht Toren aus zehn Versuchen überragend“, lobte VfL-Trainer Daniel Deutsch. Abgesehen von der Momentaufnahme untermauerte der Sieg auch einen beachtlichen Trend des Teams: Erneut war es gelungen, nach einer Niederlage sofort die richtige Gegenreaktion zu zeigen: Eine Woche nach der Heim-Niederlage gegen den MTV Braunschweig fand der VfL umgehend wieder in die Erfolgsspur zurück.

„Es ist für jeden Sportler und jede Mannschaft einfach das Wichtigste“, sagte Deutsch, „diesen ominösen Schalter zu finden und vor allem den Weg, ihn umzulegen, auch bei sechs Stunden Busfahrt und gefühlten Minus zwei Grad Raumtemperatur in fremder Halle.“ Er hoffe, so der Cheftrainer, „das wir diese Fähigkeit durch solche positiven Erlebnisse – dazu gehört auch die Busfeier auf der Heimfahrt – verankern und in Zukunft immer besser abrufen“.

Bei der Reserve des Bundesligisten hatte sich der VfL früh auf die Siegerstraße gekämpft: In der zehnten Minute ging das Potsdamer Ensemble erstmals in Führung und gab diese auch nicht mehr ab. Der VfL kompensierte auch den Ausfall von Yannik Münchberger, der an Knieproblemen laboriert.

Gut möglich, dass Spengler in Zukunft noch so manch eine launige Busfahrt mit seinen Teamkameraden erleben wird: „Ich fühle mich sehr wohl in Potsdam und würde mir wünschen, mit dem VfL in die 2. Liga aufzusteigen“, sagt er.

Von Lars Sittig

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