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Sportbuzzer Annika Roloff gewinnt Stabhochspringen
Sportbuzzer Annika Roloff gewinnt Stabhochspringen
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20:44 03.02.2017
Siegerin Annika Roloff Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Musik passte, das Publikum klatschte, der Papa war da – an Tagen wie diesen konnte einfach nichts schiefgehen für Annika Roloff. Die Lokalmatadorin gewann gestern das 18. Internationale Stabhochsprung-Meeting im Potsdamer Stern-Center mit 4,51 Metern. Das war nicht nur persönlicher Rekord für die Halle, sondern auch eine neue deutsche Jahresbestleistung für die 25-Jährige, die in dieser Saison bisher 4,42 Meter als Tophöhe vorweisen konnte.

„Das war noch nicht mal der ideale Sprung“, meinte Annika Roloff. „Unten beim Absprung hatte ich ihn aber super getroffen, davon habe ich oben dann ein bisschen gezehrt. Ich bin total glücklich. Irgendwie lief dieser Wettkampf super durch. Egal, welche Höhe, es klappte gleich auf Anhieb.“ Bei 4,21 Metern war sie eingestiegen. Dann folgten 4,31 und 4,41 Meter, ehe sie sich über 4,51 Meter katapultierte. Die 4,46 Meter ließ sie selbstbewusst aus. Erst bei 4,61 Meter war Endstation. Damit hätte sie ihre Freiluftbestleistung um einen Zentimeter übertroffen. „Aber die Versuche waren nicht so schlecht. Sonst habe ich ja immer das Gefühl, dass ich mich an neue Höhen erst gewöhnen muss. Das war diesmal überhaupt nicht der Fall. Die 4,60 Meter will ich in der Halle definitiv noch springen, alles andere wäre eine Enttäuschung“, sagte die Studentin. Ihre Anlauf-Musik hieß „Shut up and dance“ von Walk on the moon. Ihr Motto war daher „Shut up and jump“, denn Annika Roloff zeigte mit ihrem Jubel nach jedem gültigen Sprung, dass ihr das Springen auch viel Spaß macht. Vater Klaus Roloff war extra aus dem heimatlichen Holzminden angereist. Er staunte: „Ich habe Annika vor anderthalb Jahren dazu geraten, nach Potsdam an den Bundesstützpunkt zu gehen. Das hat sich ausgezahlt. Das waren tolle Sprünge“, sagte der Vater, der seine Tochter all die Jahr e davor trainiert hatte.

Ihr Potsdamer Coach Stefan Ritter zeigte sich ebenso zufrieden: „Den Heimwettkampf gewonnen – Wahnsinn. Die Höhe hatte sich schon in den Wettkämpfen davor angedeutet. Annika liegt die Anlage in Potsdam vom Springertyp her. Dass sie ihre Höhen immer gleich im ersten Versuch gemeistert hat, spricht auch für sie. Gerade bei Meisterschaften ist das wichtig.“

Denn in zwei Wochen stehen die Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig an. Nächste Woche wird Annika Roloff noch zwei Starts in Eaubonne und Metz in Frankreich absolvieren. „Gegen die internationale Konkurrentinnen zu starten, ist sehr wichtig. Das ist eine andere Hausnummer“, sagte die Olympiateilnehmerin von Rio, die auch in Potsdam die Gegnerinnen aus dem Ausland hinter sich ließ. Zweite wurde die Tschechin Romana Malacova mit 4,41 Metern vor der höhengleichen Schwedin Michaela Meijer.

Annika Roloffs Trainings- und Potsdamer WG-Partnerin Anjuli Knäsche wurde mit 4,31 Metern Vierte und war derart enttäuscht, dass sogar ein paar Tränen flossen. „Es läuft einfach nicht bei mir. Ich kann nicht richtig springen“, ärgerte sie sich. Trainer Ritter hat das Problem erkannt: „Anjuli macht technische Fehler beim Absprung, bekommt den Stab nicht gut nach oben. Aber die 4,41 Meter wären drin gewesen.“ Anjuli Knäsche wird nächstes Wochenende wie Annika Roloff auf Frankreich-Tour gehen und hoffen, dass der Knoten endlich platzt.

Von Peter Stein

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