Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Bamberger nach Ende von Ära: "Zu viele Schattenmomente"
Sportbuzzer Bamberger nach Ende von Ära: "Zu viele Schattenmomente"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:23 30.05.2018
Brose Bamberg steht nach dem Playoff-Aus vor einem erneuten Umbruch. Quelle: Nicolas Armer
Bamberg

Die Ära von Brose Bamberg endete mit einem Fehlpass, einem Konter und etlichen Tränen. Nach dem Halbfinal-Aus gegen den Dauerrivalen FC Bayern erleben die basketball-verrückten Oberfranken erstmals nach drei Meisterjahren wieder eine Saison ohne Titel und stehen vor einem Umbruch.

Dass der K.o. gegen den Hauptrunden-Primus und Titelfavoriten erfolgte, war kein Trost. Nach dem 79:83 (53:38) sagte Geschäftsführer Rolf Beyer: "So, wie die Saison gelaufen ist, kann man nicht zufrieden sein." Die wenigen Lichtblicke in der Euroleague blenden den Manager nicht. "Es waren zu viele Schattenmomente, die uns weh getan haben", betonte er im BR.

Drei Jahre lang waren die Bamberger das Maß der Dinge hierzulande, mit Coach Andrea Trinchieri und teils begeisterndem Basketball sorgte die Brose-Truppe immer wieder für Furore. Durch den großen Kaderumbau im vergangenen Sommer waren aber Niveau und Selbstsicherheit bei dem Verein, der zuletzt in acht Jahren siebenmal Champion war, weg.

In der Liga schlichen sich so viele Niederlagen ein, dass Coach Trinchieri im Februar frühzeitig entlassen wurde, als selbst die Qualifikation für die Playoffs in Gefahr war. "Wir mussten uns von Platz zehn zurückkämpfen", erinnerte Beyer. "Wir waren dann auf Rang vier, das war die bestmögliche Ausgangsposition." Diese hatte aber zur Folge, dass der neunmalige Meister gegen Bayern keinen Heimvorteil mehr hatte. Und auswärts setzte es schlimme Abfuhren.

Mit einem 72:95 ging es los, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich in der Serie folgte in Partie Nummer drei sogar ein 67:99 und die höchste Playoff-Pleite der Vereinsgeschichte. Ein erneuter Kraftakt in der eigenen Halle misslang. "Die Bayern-Serie war symptomatisch für die Saison, ein Wechselbad der Gefühle", sagte Beyer.

Tatsächlich war dem Team um Topscorer Dorell Wright ein famoser Start gelungen, im ersten Viertel führte das Team schon mit 20 Punkten. Nach der Pause aber bauten die Hausherren ab, ein 17:0-Lauf der Bayern im Schlussviertel schien für die Vorentscheidung zu sorgen. Dann aber hatten die Bamberger, die fatal viele freie Würfe nicht im Korb unterbrachten, Sekunden vor Schluss noch die Chance auf den Ausgleich oder die Führung. Aber ausgerechnet Daniel Hackett als eigentlich zuverlässiger Spielmacher passte den Ball zum Gegner, und Jared Cunningham per unbedrängtem Dunking setzte den Schlusspunkt.

"Die Bayern sind ein großartiges Team. Sie haben gekämpft und wollten es ein bisschen mehr", meinte Bambergs Wright. Der frühere NBA-Profi war nach seiner Verpflichtung im Oktober der größte Hoffnungsträger, um eine der vielen Lücken im Team zu schließen. Im Sommer 2017 hatten Daniel Theis und Darius Miller Bamberg in Richtung NBA verlassen, Janis Strelnieks ging nach Piräus, Nicolò Melli zu Fenerbahce. Fabien Causeur wechselte zu Real Madrid und gewann jüngst die Euroleague.

Wie es mit dem aktuellen Team weitergeht, ist offen. Trainer Banchi hat einen Vertrag bis Saisonende plus Option auf eine Verlängerung. Als Bamberg letztmals 2014 das BBL-Finale verpasste, holten die Bosse Coach Trinchieri sowie die Aufbauspieler Brad Wanamaker und Janis Strelnieks und damit den Erfolg zurück nach Oberfranken. Nun sind Beyer und Co. bei der Kaderplanung erneut massiv gefordert.

dpa

Als erster von sieben deutschen Tennisprofis muss Alexander Zverev in der zweiten Runde der French Open ran. Gegen Dusan Lajovic ist er erneut klar favorisiert. Die Nummer eins der Damen darf endlich zum ersten Mal spielen.

29.05.2018

Drei deutsche Tennis-Herren sind Alexander Zverev in die zweite Runde der French Open gefolgt. Angelique Kerber und Julia Görges schafften das wie zuvor auch Andrea Petkovic. Im Mittelpunkt stand am Dienstag aber die Rückkehr von Serena Williams.

29.05.2018

Den Basketballern des FC Bayern bietet sich erstmals die Chance auf das Double. Der Pokalsieger steht nach dem Sieg über Titelverteidiger Brose Bamberg im Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Dort wartet der einstige Serienchampion ALBA Berlin.

29.05.2018