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Sportbuzzer Vor 25 Jahren wurde Henry Maske erstmals Weltmeister bei den Profis
Sportbuzzer Vor 25 Jahren wurde Henry Maske erstmals Weltmeister bei den Profis
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16:23 19.03.2018
20.03.1993, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Charles Williams muss eine linke Gerade von Henry Maske wegstecken.Maske erkämpfte sich mit einem einstimmigen Punktsieg über den bisherigen Champion den WM-Titel im Halbschwergewicht nach Version der International Boxing Federation (IBF). Quelle: dpa
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Berlin

Henry Maske feiert 25-jähriges Jubiläum. Am 20. März 1993 wurde der frühere Vorzeige-Sportler der DDR Profibox-Weltmeister – und leitete eine Zeitenwende ein. Aus der laut Maske „Igitt-Branche mit einem Publikums-Interesse unter Null“ wurde im wiedervereinigten Deutschland ein funkelndes Vorzeige-Produkt, nach dem sich fast alle rissen. Bis zu 18 Millionen TV-Zuschauer waren wild auf die Kämpfe Maskes und seines Stallgefährten Axel Schulz. Welch ein Aufstieg vom Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold und NVA-Oberleutnants zum umjubelten Popstar.

Aufstieg des Boxers aus Ludwigsfelde

Manager Wilfried Sauerland, der TV-Sender RTL und die ehrlichen Ringarbeiter Maske und Schwergewichtler Schulz schnürten unter Regie von Trainer Manfred Wolke in Frankfurt (Oder) ein Paket, das ankam. „Wir haben die Ernsthaftigkeit gelebt“, sagte Maske, der in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) geboren wurde und in Ludwigsfelde zum Boxen kam. „Natürlich erinnere ich mich noch gut an den 20. März und den gewonnenen Kampf gegen Prince Charles Williams, auch wenn er mir nicht jeden Tag präsent ist“, sagte der dreifache Familienvater, der längst aus der Plattenbau-Siedlung Hansa-Nord in Frankfurt (Oder) nach Overath bei Köln umgezogen ist und als Franchise-Nehmer zahlreicher McDonalds-Filialen bestens im Geschäft ist.

Niedergang des Boxens heute

„Mir geht’s gut, ich hab vieles richtig gemacht“, resümierte der 54-Jährige, der auch elf Jahre nach seinem letzten Kampf und Sieg gegen Virgil Hill noch gut vom vergangenen Ruhm lebt. Maske weiß: „Entweder man mag Boxen oder findet es gruselig. Dazwischen gibt es nichts“. Er gehört natürlich zu den Liebhabern. Der defensive Stil des Rechtsauslegers, sein hohes technisches Können und taktisches Vermögen bewahrten ihn vor einer ganzen Reihe schwerster Treffer, die womöglich seiner Gesundheit nicht besonders zuträglich gewesen wären.

Den heutigen Niedergang der Sportart sieht er mit Bedauern. Seiner Meinung nach liege es an der „fehlenden Leidenschaft“ der Protagonisten im Ring. „Mitfiebern mit vielleicht sogar Tränen in den Augen, wenn es nicht geklappt hat, gibt es beim Publikum nicht mehr“, sagte Maske. „Natürlich“ habe auch er sich „immer gefreut hat, wenn der Scheck von Sauerland kam. Aber das war nicht unsere Haupt-Motivation“.

Der schwerste Kampf gegen Graciano Rocchigiani

Im Rückblick auf zwölf WM-Kämpfe in 14 Jahren mit nur einer Niederlage stufte er ohne langes Nachdenken das Duell mit dem Berliner Badboy Graciano Rocchigiani am 27. Mai 1995 als seinen „schwersten Kampf“ ein. Im Schlaghagel von Dortmund war nicht viel vom Nimbus des unbezwingbaren „Gentleman Henry“ übrig geblieben. Heute kann Maske sogar zugeben: „Graciano hat mich – durch eigene taktische Fehler – an meine Grenze geführt“. Fünf Monate nach dem Debakel gegen „Rocky“ revidierte Maske den ersten Eindruck mit einem klaren Punktsieg. Heute hält sich der schlanke Mit-Fünfziger mit Jogging, Radfahren und Krafttraining fit.

Von Andreas Zellmer

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