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Christian Wiegand ist der Herr der Hindernisse

18. CSI Neustadt (Dosse) Christian Wiegand ist der Herr der Hindernisse

An fünf Turniertagen entwirft Christian Wiegand beim 18. CSI in Neustadt (Dosse) 25 verschiedene Parcours für die Reiter. Bei rund 25 Turnieren ist er im Jahr auf der ganzen Welt für den Entwurf des Parcours verantwortlich. Dabei hat er sich in seinen gut 22 Jahren Berufserfahrung schon den ein oder anderen Kniff zugelegt, um den Parcours möglichst spannend zu gestalten.

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Mit dem Metermaß überprüft Christian Wiegand, Parcourgestalter beim 18. CSI in Neustadt (Dosse), die Breite der Hindernisse.

Quelle: Andreas Pantel

Neustadt (Dosse). Das Metermaß hat Christian Wiegand immer dabei, die Abstände der Stangen müssen eben passen. „Ich baue lieber gerne etwas flüssigere Parcours, die sich vom Ablauf her schöner reiten lassen. Es gibt auch die Möglichkeit, eckiger zu bauen. Ich baue dann aber lieber etwas höher oder breiter, damit die Fehlerquellen da sind“, erzählt der Parcourgestalter beim 18. Concours de Saut International (CSI) in Neustadt (Dosse).

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Zum 18. Mal fand in Neustadt (Dosse) das internationale Springreitturnier CSI statt. An fünf Wettkampftagen standen 75 000 Euro Preisgeld zur Disposition.

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Für den Herrn der Hindernisse ist es das fünfte Jahr, in dem er hauptverantwortlich für das Parcoursdesign beim CSI verantwortlich ist, 2002 war er das erste Mal noch als Assistent dabei. In den fünf Turniertagen baut er 25 Parcours. „Wenn alles tippitoppi vorbereitet ist, steht der Parcours in zehn Minuten. Man versucht immer etwas Neues zu machen. Selbstverständlich ist die Linienführung in einer begrenzten Halle schon mal ähnlich. Aber man sollte schon darauf achten, dass die Parcours nicht im Jahr davor oder davor schon einmal gebaut wurden“, sagt der 56-Jährige, der seit 1995 Parcours baut.

Parcoursdesigner bei 25 Turnieren im Jahr

Seither hat er sich hochgearbeitet, der Mann aus Brakel (Nordrhein-Westfalen) ist einer von weltweit 25 Parcoursbauern, welche das höchste Level (4) erreicht haben. Rund 25 Turniere im Jahr baut er auf, er designte auch schon die Nationenpreise in Schweden, Brasilien und Argentinien. Wegen seiner vielen Reisen arbeitet er bei der Sparkasse nur noch 70 Prozent und hat 40 Urlaubstage, um zu den Turnieren reisen zu können.

Trotz dieser Erfahrung kommt er auch gerne zum Level-2-Turnier in Neustadt (Dosse). „Die Halle ist vom Reitmaß ideal. Die Bande ist okay, nicht zu hoch, das drückt nicht zu viel, die Beleuchtung ist okay, der Boden ist gut“, zählt Wiegand die Vorzüge der Graf von Lindenau-Halle auf.

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Zum 18. Mal fand in Neustadt (Dosse) das internationale Springreitturnier CSI statt. An fünf Wettkampftagen standen 75 000 Euro Preisgeld zur Disposition.

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In seiner langen Laufbahn hat er sich den ein oder anderen Kniff zugelegt. „Sponsorhindernisse sind meistens Sprünge, die mächtig sind. An solchen Hindernissen werden immer verhältnismäßig wenige Fehler geritten, weil die Pferde Respekt davor haben. Mit ein paar kleinen Tricks kann man das steuern. Einfarbige Stangen werden beispielsweise immer schwerer gesprungen, weil sie nicht so gut erkannt werden“, erzählt Wiegand.

Die Reiter würden auch mal versuchen, Einfluss auf die Parcoursgestaltung zu nehmen. „Man sollte sich das anhören, aber entscheiden muss man das selbst, da muss man Rückgrat haben. Und das kann man sich nur durch jahrzehntelange Zusammenarbeit mit den Reitern erarbeiten.“

Von Stephan Henke

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