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Sportbuzzer Cottbuser Brzenska steht vor Comeback
Sportbuzzer Cottbuser Brzenska steht vor Comeback
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20:14 05.07.2013
Markus Brzenska Quelle: dpa
Potsdam

Muskelkater kann schön sein. Was im ersten Moment verrückt klingt, wird beim Leid von Markus Brzenska jedoch schnell verständlich. Zwei Jahre war der Verteidiger des Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus verletzt. Eine verdammt lange Zeit für einen Profi, dessen Karriere normalerweise nur zwischen zehn und fünfzehn Jahren dauert. Nun quält sich Markus Brzenska im Trainingslager der Lausitzer in Österreich für seine Rückkehr in den Kicker-Zirkus. Insbesondere zu Beginn der Vorbereitung hatte der 29-Jährige Muskelkater – und Spaß dabei. Im Gespräch mit der Märkischen Allgemeinen sagt Brzenska: „Es war ein gutes Gefühl, richtig kaputt zu sein.“

Das hat er seit dem 22. Juli 2011 nicht mehr gehabt. Ohne gegnerisches Einwirken riss sich der Cottbuser Führungsspieler in der Partie beim MSV Duisburg die Achillessehne. Doch dieses Datum ist ihm gar nicht so präsent, wie man es bei der Schwere der Verletzung vermuten könnte. „Ich denke nicht darüber nach, wie schlimm das war.“ Denn es kamen weitere schwere Nackenschläge hinzu. Außer dem Eingriff an der Achillessehne hat Brzenska seitdem vier weitere Operationen an der Leiste und am Knie hinter sich. Insbesondere die Diagnose Knorpelschaden im Knie sei ein Schock gewesen, erzählt der gebürtige Westfale. „Ich hatte einen Hänger, habe mir Gedanken über meine Karriere gemacht.“

In dieser Phase war es noch schwerer, in der Rehabilitation zu schuften und zu sehen, wie die Kollegen mit dem Ball und einem Lächeln auf den Trainingsplatz gehen. Auch die Punktspiele waren eine Belastung. „Wenn es für die Mannschaft läuft, sitzt man draußen aber etwas entspannter, als wenn es schlecht läuft.“ Und es lief des Öfteren schlecht für Energie, in der Saison 2011/12 gerieten die Cottbuser sogar in Abstiegsgefahr. Ihren verletzten Angestellten haben sie aber nie aus den Augen verloren. „Präsident Ulrich Lepsch hat mir das Gefühl gegeben, dass sie hinter mir stehen“, sagt der zweifache Familienvater.

Trotzdem mussten die Cottbuser reagieren, hatten sich zwischenzeitlich mit Uwe Möhrle verstärkt. Der Ex-Augsburger ist mittlerweile in der Innenverteidigung zusammen mit Julian Börner eingespielt. Doch Markus Brzenska nimmt den Kampf Schritt für Schritt auf. Im Vorbereitungskick gegen den Müllroser SV (17:1) hat er erstmals wieder während eines Spiels auf dem Platz gestanden. „Das war nach zwei Jahren ein ganz besonderes Spiel. Ich war sogar etwas nervös, das hat sich aber schnell gegeben.“ Beim 4:0 gegen den albanischen Meister Skenderbeu Korce in Österreich war er sogar erstmals wieder über 90 Minuten dabei. Nun wolle der 1,96 Meter-Recke weiterhin an seiner körperlichen Verfassung arbeiten, ohne sich zu viele Gedanken über seine Perspektiven in der Mannschaft zu machen. „Ich kann voll belasten und will erstmal richtig fit werden.“

Doch dann will er sich dem Trainer Rudi Bommer aufdrängen. „Ich muss mich hier vor keinem in der Innenverteidigung verstecken“, betont der frühere Dortmunder, dessen Vertrag bis zum Juni 2014 läuft. „Ich bin das Jahr nicht hier, um auf der Bank zu sitzen.“ Wenn Brzenska die Rückkehr in die Mannschaft schafft, hat sich der Muskelkater gelohnt.

Von Ronny Müller

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