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Sportbuzzer Dauser-Jubel über Barren-Finale - DTB-Turner Team-Zehnte
Sportbuzzer Dauser-Jubel über Barren-Finale - DTB-Turner Team-Zehnte
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20:57 26.10.2018
Lukas Dauer aus Deutschland in Aktion an den Ringen. Quelle: Ulrik Pedersen/CSM via ZUMA Wire
Doha

Lukas Dauser jubelte im Hotelzimmer im Kreise seiner Teamgefährten vor dem Livestream. Nach langer Zitterpartie stand erst sechs Stunden nach seiner Barren-Übung fest, dass der Unterhachinger erstmals in seiner Karriere in ein Einzelfinale bei Turn-Weltmeisterschaften eingezogen ist.

"Yes", postete er erleichtert. "Ich habe ganz fest dran geglaubt, dass es reicht", war er am späten Abend nur noch glücklich. Seine Übung (14,933) hatte er fast perfekt durchgeturnt, musste dann aber bangen, ehe der achte Platz an seinem Lieblingsgerät feststand. "Ich bin insgesamt mit meinem Wettkampf zufrieden", meinte der nach Kreuzbandriss lange verletzte Dauser zu seinem Comeback. Die Hoffnung von Marcel Nguyen (14,566) auf den Einzug in das Barren-Finale hatte sich vorzeitig zerschlagen.

Für das Team gab es keinen Grund zum Jubel. Bis zum Reck lief alles nach Plan, doch dann folgten Stürze von Nguyen und Andreas Toba. "Das war einfach nur Kacke", ärgerte sich Olympia-Held Toba, weil die deutschen Turner damit die große Chance verpassten, sich für das Team-Finale der ersten WM am Persischen Golf zu qualifizieren. Am Ende reichten 241,935 Punkte der Qualifikation zu WM-Platz zehn - nur die besten acht Team erreichten das Finale.

Auch über die Mehrkampf-Reihung hatte Dauser Grund zur Freude, denn mit 80,539 Punkten erreichte er auf Platz 15 zudem den Allround-Endkampf der Top 24. Dort trifft er auf seinen Teamgefährten Marcel Nguyen, der trotz des Reck-Patzers auf Rang 22 noch den Sprung in das Finale schaffte. "Ich würde mich schon gern noch mal im Finale vorstellen", hatte der Olympia-Zweite von 2012 schon geäußert, bevor seine Endplatzierung feststand. Er war mit angebrochener Rippe in den Wettkampf gegangen, wollte darin aber nicht die Ausrede für den Reck-Absturz suchen.

Ein kleiner Trost war für die gesamte Riege auch, dass der erste Schritt in Richtung Olympia sicher gegangen wurde. Die besten 24 Mannschaften qualifizieren sich für die WM 2019 in Stuttgart, wo die letzten neun Olympia-Tickets vergeben werden. Die ersten drei Mannschaften des Team-Finales von Doha qualifizieren sich direkt für Tokio 2020. "Ich habe einen Schulterschluss gesehen. Das Ergebnis war nach den vielen Problemen im Vorfeld nicht unbedingt so zu erwarten", sagte Cheftrainer Andreas Hirsch und war gar nicht so übel gelaunt.

Olympiasieger Fabian Hambüchen hatte vor dem ersten Auftritt der Deutschen kein so gutes Gefühl. "Tatsächlich könnte dies die schwierigste WM überhaupt für die deutschen Männer werden", hatte er aufgrund der Verletzungsprobleme von Nguyen und Toba prognostiziert.

Die Team-Wertung entschied Russland mit 258,402 Punkten vor China (257,836) und Olympiasieger Japan (253,312) für sich. Bester Mehrkämpfer war Titelverteidiger Xiao Ruoteng aus China mit 87,332 Zählern. "King Kohei" - der japanische Rekordweltmeister Kohei Uchimura - kann seinen siebten Allround-Titel nicht anpeilen, weil er wegen einer Fuß-Verletzung auf drei Geräte verzichten musste. Er hielt sich aber mit Bestnote 14,60 am Reck schadlos.

dpa

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