Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Der unbekannte schöne Weltmeister
Sportbuzzer Der unbekannte schöne Weltmeister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:32 01.02.2017
Neben dem Rhönrad (zwei Reifen, die mit sechs Sprossen verbunden sind) turnt Robert Maaser auch auf dem Cyr-Rad, das aus nur einem Reifen besteht. Quelle: imago
Strausberg

Der Bewegungsdrang zeigte sich bei Robert Maaser schon früh. „Wenn wir Training hatten, war ich immer schon eineinhalb Stunden früher da, um auf dem Trampolin zu springen“, erinnert sich der 26-Jährige. „Ich war nicht hyperaktiv, ich hatte einfach echt Spaß daran. Ich habe jeden Tag irgendetwas anderes gemacht“, sagt der Mann aus Strausberg (Märkisch-Oderland). Trainiert hat er nach dem Aufwärmen Rhönrad, seine Vielseitigkeit machte ihn an diesem Gerät zum besten Turner der Welt.

14 Titel bei Weltmeisterschaften

Seine Liste an Erfolgen ist lang: Inklusive seiner Zeit bei den Junioren stand er bei Weltmeisterschaften 13 Mal ganz oben auf dem Treppchen. Dazu kommt noch ein WM-Titel mit dem Cyr, das statt wie beim Rhönrad (zwei Reifen, die mit sechs Sprossen verbunden sind) nur aus einem Reifen besteht. „Es gibt keinen Rhönradturner, der sich ins Cyr stellt und das auf Anhieb kann“, erzählt er.

Robert Maaser (r.) spielte an der Seite von Tom Cruise in „Mission: Impossible – Rogue Nation“. Quelle: privat

Beweglichkeit, Körperspannung und eine ganze Menge Koordination gehören zum Rhönradturnen, zählt er auf. „Jeder hat eine grundturnerische Ausbildung, kann einen Spagat und Handstand. Ich mache noch ganz viele Sachen nebenher, was vermutlich das war, was mich von anderen unterschieden hat, weil ich viel diversifizierter geturnt habe“, erklärt Maaser. Nebenher betreibt er Crossfit, Parcours und Kampfsport – alles Sportarten, bei denen koordinative Fähigkeiten gefragt sind.

Auftritt bei RTL-Castingshow „Das Supertalent“

So erarbeitete er sich eine beeindruckende Physis, die 2010 erstmals ein breiteres Publikum betrachten konnte. Bei der RTL-Show „Das Supertalent“ sorgte er mit seinen Auftritten auf dem Cyr für Furore, schaffte es bis ins Halbfinale der Casting-Show. Anschließend modelte er und tourte als Akrobat durch Brasilien, Indien, war in Kuwait, Katar und Dubai. Vor Weihnachten hatte er einen Auftritt bei der Brandenburger Sportgala.

Mit Til Schweiger (r.) lieferte sich Robert Maaser im Tatort eine einminütige Kampfszene. Quelle: privat

Doch solche Shows sind die Nebenjobs, leistungssportlich betreibt er das Rhönradfahren inzwischen nicht mehr. Er konzentriert sich nun auf die Schauspielerei, schloss 2014 ein Studium in Berlin ab, wo er inzwischen mit seiner Frau Melisa wohnt, die er im vergangenen Jahr auf Gut Schloß Golm in Potsdam heiratete. Von Berlin aus fliegt er inzwischen zu Drehs in der ganzen Welt.

Kampfszenen mit Til Schweiger

Seinen ersten bezahlten Auftritt hatte er an der Seite von Hollywood-Star Tom Cruise, als er in einer Szene von „Mission: Impossible – Rogue Nation“ gegen Cruise’ Filmpartner Simon Pegg kämpfen sollte. „Das letzte, was die beim Dreh wollten war, dass du Tom Cruise oder Simon Pegg aus Versehen verletzt“, erzählt Maaser, der auch an der Sport-Uni in Köln studierte. Und da er auch als Stuntman arbeitet, war er für die Kampfszenen die Idealbesetzung. Bei Til Schweigers Tatort „Tschiller: Off Duty“ lieferte er sich eine Minute lang einen Kampf mit dem Hauptdarsteller. Im November drehte er einen Monat lang einen Horrorfilm in Bulgarien, der bei der Berlinale vorgestellt werden soll.

Durch seine Physis arbeitet Robert Maaser (r.) auch als Stuntman. Hier kämpfte er gegen Schauspieler Ken Duken. Quelle: privat

Doch anschließend geht es für Maaser immer wieder zurück nach Berlin. Und wenn es die Zeit zulässt, schaut er auch bei seiner Familie in Strausberg vorbei und stattet seinem Heimatverein so oft wie möglich einen Besuch ab. Beim TSC ist er mit 26 Jahren bereits Ehrenmitglied auf Lebenszeit.

Von Stephan Henke

Was für eine Generalprobe für Linus Straßer! Der 24 Jahre alte Skirennfahrer vom TSV 1860 München holt im letzten Rennen vor der WM seinen ersten Weltcup-Sieg. Schon in Runde eins beim Parallel-Slalom in Stockholm muss der Topfavorit daran glauben.

31.01.2017

Am Dienstag endete die Frist für die Wintertransfers, einige Clubs schlugen noch zu. Insgesamt investierte die Bundesliga die Rekordsumme von über 90 Millionen Euro in neue Spieler.

31.01.2017

Die Paralympicssiegerinnen Anna Schaffelhuber und Andrea Rothfuss haben zum Abschluss der alpinen Ski-WM der Behindertensportler in Tarvisio Gold im Slalom gewonnen.

31.01.2017