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Sportbuzzer Ein Blickfang in der MBS-Arena
Sportbuzzer Ein Blickfang in der MBS-Arena
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17:14 26.02.2019
Im Hinspiel siegte der Dresdner SC mit Nikola Radosova (r.) 3:0 gegen den SC Potsdam. Quelle: Dirk Michen /DVL
Potsdam

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam wollen am Mittwochabend (19.10 Uhr, Sport1) in der Bundesliga den Favoriten Dresdner SC nicht nur ärgern, sondern auch bezwingen. „Dieses Spiel wollen wir gewinnen“, sagt Potsdams Manager Toni Rieger.

Eine, die sich noch sehr gut an den historischen ersten Bundesliga-Erfolg der Havelstädterinnen über den DSC erinnern kann, ist Nikola Radosova. Die Slowakin trägt nun allerdings das Trikot mit der Nummer 14 bei den Sächsinnen. Die 1,86 Meter große Außenangreiferin war an jenem 2. November 2013 mit 25 Punkten die überragende Akteurin auf dem Feld beim 3:1-Sieg des SCP. Im dramatischen dritten Satz ging es damals bis zum 38:36. „Oh ja, ich erinnere mich noch gut daran, das wird für mich immer ein spielerisches Highlight bleiben“, versichert Nikola Radosova, die kurz darauf einen Kreuzbandriss erlitt und erst zur Saison 2014/15 in das Team zurückkehrte.

Mit Potsdam verbunden

„Wenn ich mich an Potsdam erinnere, kommt mir aber nicht zuerst die Verletzung in den Sinn“, meint die 26-Jährige. „Ich habe da viele andere positive Erinnerungen. Der Verein hat sich immer um mich gekümmert, ich hatte eine gute Reha, konnte wieder zurückkehren“, erzählt sie. „Ich habe den SC Potsdam in den zurückliegenden Jahren immer verfolgt. Sogar im Live-Stream habe ich mir Spiele angeschaut.“ So war sie quasi immer mit der MBS-Arena verbunden. „Das ist eine Superhalle, da spielt man einfach gerne Volleyball. Das wird am Mittwoch schon sehr speziell für mich. Noch bin ich relativ ruhig. Ich hoffe, ich kann die Emotionen in Form von Leistung auf das Spielfeld bringen.“

Ihr Trainer Alexander Waibl – über Stationen in Bielsko-Biala/Polen 2015/16 und Bukarest/Rumänien 2016 bis 2018 kam sie im vergangenen Sommer nach Dresden – sagt über Nikola Radosova: „Niki ist eine überragende Athletin. Sie hat eine hohe Schlaghöhe. Sie ist sehr ehrgeizig, will immer eine gute Leistung bringen und geht daher auch sehr selbstkritisch mit sich um. Wir sind sehr froh, sie in unserem Team zu haben.“

Rückholaktion klappte nicht

Denn auch der SC Potsdam wollte die slowakische Nationalspielerin im vergangenen Sommer verpflichten, wie Rieger bestätigt. „Sie hat sich dann leider für Dresden entschieden, schade, aber wir haben ihre Entscheidung akzeptiert.“ Die Damen aus der sächsischen Landeshauptstadt zählen seit Jahren zu den Spitzenteams der Bundesliga, entsprechend groß ist auch die Konkurrenz im Team, wie Nikola Radosova erzählt. „Aber ich habe damit kein Problem. Man muss immer um seinen Platz auf dem Spielfeld kämpfen. Das ist sportlich eine große Herausforderung, der ich mich gern stelle. Wir haben ein gutes Team.“

Nikola Radosova, die aus Prievidza im Westen der Slowakei stammt, ging bereits mit 16 Jahren auf das Internat nach Wien, spielte beim österreichischen Topteam Post Schwechat, ehe sie 2013 nach Potsdam kam. Für den Volleyballsport gab sie auch ihre Model-Karriere auf, nachdem sie sich als Jugendliche an diversen Schönheitswettbewerben beteiligte. Als Model ist noch ihr Freund Philipp Reuter tätig, den sie übrigens in Potsdam kennenlernte, als er beim VfL Handball in der 3. Liga spielte. Er lebt jetzt in Aschaffenburg, hat seine Karriere am Ball beendet und kümmert sich um seine Textilfirma. „Er versucht, mich alle zwei Wochen zu besuchen, kommt auch mal zu den Auswärtsspielen, wenn er es nicht bis nach Dresden schafft“, berichtet seine Partnerin.

Wohlfühlen in Potsdam und Dresden

Apropos Elbflorenz. Auf die Frage, ob Zwinger oder Sanssouci ihr besser gefällt, will sich Nikola Radosova nicht einlassen. „Ich mag Potsdam und Dresden sehr, es sind beides sehr schöne Städte“, fällt sie ein salomonisches Urteil und schätzt sich glücklich, dort jeweils ein sportliches Zuhause zum Wohlfühlen gefunden zu haben. Zeit für Spaziergänge in Sanssouci werde am Mittwoch trotz des traumhaften Frühlingswetters kaum sein. „Dafür ist das Spiel zu wichtig“, sagt Nikola Radosova, die ganz sicher auch ein Blickfang für die TV-Kameras sein wird.

Von Peter Stein

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