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Sportbuzzer Ehrung für Dreifach-Olympiasieger Gillis Grafström
Sportbuzzer Ehrung für Dreifach-Olympiasieger Gillis Grafström
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17:38 07.06.2018
Stephan Abel (DOSB-Vizepräsident), Vera Schieckel, Gaby Seifert und Peter Frenkel (v.l.) am Grab von Gillis Grafström. Quelle: foto: Bernd Gartenschläger
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Bornstedt

Nicht nur für Vera Schieckel war das am Donnerstag ein besonderer Moment. Die 92-Jährige hatte einen WM-Pokal von 1929 mitgebracht, den ihr Stiefvater Gillis Grafström gewonnen hatte. Der bis

Der Freundeskreis Potsdamer Olympioniken lud am Donnerstag zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 125. Geburtstages von Gillis Grafström, dreifacher Olympiasieger im Eiskunstlauf. Der Schwede ist auf dem Bornstedter Friedhof beerdigt.

heute einzige Einzel-Dreifach-Olympiasieger im Eiskunstlauf (1920, 1924 und 1928) wurde gestern auf seiner letzten Ruhestätte, dem Bornstedter Friedhof, zu seinem 125. Geburtstag vom Freundeskreis Potsdamer Olympioniken geehrt. Peter Frenkel, Geher-Olympiasieger von 1972, hatte die Veranstaltung organisiert und mit Gaby Seifert kam auch ein früherer Eiskunstlauf-Weltstar.

Gaby Seifert und der dreifache Rittberger

Die mittlerweile 69-jährige Berlinerin erzählte, dass sie wie einst Grafström auf dem Heiligen oder Bornstedter See oft auf zugefrorenen Seen unter den Augen ihrer Mutter Jutta Müller (89) trainiert hatte. „Da wurden im Chemnitzer Küchwald im Winter auch Tennis-Plätze mit Wasser bespritzt, die uns dann als Eisbahnen dienten.“ Sie wurde 1969 und 1970 Weltmeisterin, gewann dazu dreimal WM-Silber und 1968 Olympia-Silber. Stolz erzählte sie, dass sie 1968 bei den Europameisterschaften im schwedischen Västeras die erste Läuferin war, die den dreifachen Rittberger zeigte. Ein Sprung, der nach dem Potsdamer Eiskunstläufer Werner Rittberger (1891– 1975) benannt wurde.

Auch der Schwede Grafström war ein Sprung-Künstler, noch mehr aber bestach er durch seine Eleganz und Musikalität. Der Sportjournalist Volker Kluge, der als Mitglied des Exekutivkomitees der Internationalen Gesellschaft für Olympische Geschichte, wie schon einmal vor 30 Jahren noch zu DDR-Zeiten, den Festvortrag hielt, würdigte den genialen Eisläufer mit Zeitzeugenzitaten wie „Er konnte das Musikstück auf das Eis zeichnen“.

Grafström lebte in Potsdam

Grafström, der in Berlin Architektur studiert hatte und auch dort arbeitete lebte seit 1925 in Potsdam, sollte nach seiner aktiven Karriere – 1932 holte er noch mal Olympia-Silber – ab 1937 Reichstrainer in Deutschland werden. Doch er erkrankte, eine verschleppte Grippe führte zu einer Herzmuskelentzündung und seinem frühen Tod mit 44 Jahren am 14. April 1938. Zwei Monate zuvor heiratete er seine Frau Cécile (1898–1995), eine Urenkelin des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Musik die Potsdamer Turmbläser spielten.

Tochter Vera Schieckel, die nun in Berlin lebt, zeigte sich an der letzten Ruhestätte ihrer Eltern mit den frisch restaurierten Grabsteinen gerührt. Begeistert erzählte sie, wie sie als kleines Mädchen an der Hand von Gillis Grafström über Potsdams zugefrorene Seen lief. Die Familie lebte damals in einer Villa an der Bertinistraße nahe des Neuen Gartens am Jungfernsee.

Von Peter Stein

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