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Sportbuzzer Kerber verpasst gegen Stephens Halbfinale in Singapur
Sportbuzzer Kerber verpasst gegen Stephens Halbfinale in Singapur
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16:41 26.10.2018
Handschlag zwischen Angelique Kerber (r) und Sloane Stephens vor dem Match. Quelle: Vincent Thian/AP
Singapur

Nach dem verpassten Halbfinal-Einzug bei den WTA Finals in Singapur trottete Angelique Kerber mit gesenktem Kopf aus der Arena. Wieder einmal war ihre Angstgegnerin Sloane Stephens aus den USA einen Tick zu stark gewesen.

In ihrem letzten Gruppenspiel musste sich die Weltranglisten-Zweite mit 3:6, 3:6 geschlagen geben und schied damit beim Saisonabschluss der acht besten Tennisspielerinnen mit einer Bilanz von 1:2-Siegen nach der Vorrunde aus. Saisonende statt Halbfinale hieß es für die 30-Jährige nach 100 intensiven und sehr umkämpften Minuten.

Direkt in den Urlaub wird es für Kerber aber noch nicht gehen. Priorität für die deutsche Nummer eins hat nun die Suche nach einem neuen Coach. Nach der überraschenden Trennung von Wim Fissette war Kerber ohne Trainer nach Singapur gereist, betreut wurde sie bei ihrem letzten Auftritt in diesem Jahr von ihrem Sparringspartner André Wiesler, der gegen Stephens auch noch einmal eindringlich versuchte, auf sie einzureden. Auf Dauer wird die Wimbledonsiegerin mit Wiesler aber nicht als Chefcoach zusammenarbeiten.

"In den nächsten Tagen setze ich mich mit meinem Team zusammen und sehe, wie es weitergeht", sagte Kerber, die eine schnelle Lösung will. Denn: "Generell will ich im Urlaub nicht zu viel über Tennis und Gegnerinnen nachdenken, sondern lege den Schläger in die Ecke."

Trotz der fünften Niederlage in Serie gegen Stephens und dem vorzeitigen Aus in Singapur zog Kerber ein positives Fazit des Jahres. "Ich bin stolz auf die letzten zehn Monate", sagte die Kielerin, die als Höhepunkt im Juli in Wimbledon ihren dritten Grand-Slam-Titel feiern konnte. "Dass so viele derer, die hier gespielt haben, Anfang des Jahres nicht in den Top 20 waren, zeigt, wie eng alles zusammen ist. Ich bin froh, dass auch ich zurückgekommen bin." Nach ihrem Traumjahr 2016 mit den Triumphen bei den Australian und US Open war Kerber 2017 in ein sportliches Loch gefallen, aus dem sie sich in diesem Jahr wieder befreite.

Die Krönung in Singapur blieb ihr nun aber verwehrt. Gegen Stephens erwischte Kerber eigentlich einen guten Start. Sie spielte druckvoll und diktierte das Geschehen. Allerdings konnte die Linkshänderin ihre vielen Möglichkeiten nicht nutzen. Allein im ersten Satz hatte Kerber sieben Breakmöglichkeiten, die sie aber nicht verwerten konnte. Stattdessen holte sich Stephens nach 45 Minuten mit ihrem vierten Satzball den ersten Durchgang.

Auch im zweiten Abschnitt war Kerber stets ebenbürtig und kämpfte sich nach einem 1:3-Rückstand noch einmal zum 3:3 zurück. Das Spiel schien nun in Richtung von Deutschlands Spitzenspielerin zu kippen, doch erneut zeigte Kerber in den entscheidenden Momenten Nerven. Zum 3:5 gab sie wieder ihren Aufschlag ab, damit war der Weg für Stephens frei. "Ich denke, es war ein ausgeglichenes Match. Ich bin froh, dass ich weiter bin", sagte die US-Open-Siegerin von 2017.

Stephens trifft im Halbfinale am Samstag auf Karolina Pliskova aus Tschechien. Das zweite Vorschlussrunden-Duell bestreiten die Niederländerin Kiki Bertens und Jelina Switolina aus der Ukraine.

dpa

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