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Sportbuzzer LHC hat HSV Insel Usedom zu Gast
Sportbuzzer LHC hat HSV Insel Usedom zu Gast
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17:32 30.11.2018
Fabian Schütze bestreitet mit dem Ludwigsfelder HC ein Heimspiel. Quelle: foto: Julius Frick
Ludwigsfelde

Auch Fabian Schütze hat die Entwicklung mit Erstaunen registriert, die sich in den vergangenen Monaten zwischen Ostseeküste und Lausitz vollzogen hat. „So eine enge Liga habe ich bisher noch nicht erlebt“, sagt der Rückraumspieler des Handball-Ostsee-Spree-Oberligisten Ludwigsfelder HC, „das Feld ist bis auf zwei bis drei Mannschaften extrem ausgeglichen, was das Punkteverhältnis angeht.“ Am heutigen Sonnabend empfängt der 23 Jahre alte Linkshänder mit seinem Club in der Stadtsporthalle den HSV Insel Usedom, eines der beiden Teams, die dem Rest der Liga bereits weit enteilt sind: Die Vertretung aus Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 21:3 Zählern hinter dem Spitzenreiter aus Stralsund (24:0) auf Rang zwei.

Der LHC ist Vierter – gehört aber trotz der exzellenten Platzierung zum breiten Teil der Liga, der in Sichtweite der Abstiegsregion rangiert: Zwischen dem Club aus der Dahme-Fläming-Region und dem Tabellenletzten SV Fortuna 50 Neubrandenburg (7:17 Punkte) liegen lediglich sechs Zähler.

Eine ungewohnte Situation in der 2010 im Zuge einer Ligenreform installierten OOS, in der bisher häufig Mannschaften mit deutlichem Rückstand am Ende der Saison in die Verbandsligen Berlins, Brandenburgs oder Mecklenburg-Vorpommerns abrutschten. In der vergangenen Spielzeit beispielsweise stiegen der VfL Tegel (10:42) und der SV 63 Brandenburg-West (6:46) ab, der auf dem drittletzten Rang liegende Grünheider SV (19:33) war den beiden weit enteilt. Im Jahr zuvor hatten die auf den beiden letzten Plätzen liegenden SV Fortuna Neubrandenburg (10:42) und Berliner Sport-Verein 92 (7:45) ebenfalls deutlich weniger Zähler gesammelt als die Konkurrenten. „Jedes Spiel ist in dieser Saison daher besonders wichtig, um sich ein bisschen Luft zu den anderen Mannschaften zu verschaffen“, sagt Schütze, der im vergangenen Sommer vom BSV 92 zum LHC gewechselt ist. „In dieser Liga ist zurzeit jedes Spiel offen.“

Die Kräfteverhältnisse haben sich verändert in der vierten Liga zwischen Ostseeküste und Lausitz. Die Ausgeglichenheit in dieser Spielzeit war auch für Ludwigsfeldes Trainerin Nicole Klante nicht absehbar: „Das kommt ein wenig überraschend. Ursache ist sicherlich wie so oft das Geld. Wir haben zwei Mannschaften, die über einen relativ hohen Etat verfügen. Das sieht man dann auch an der Qualität und danach kommt der Rest, der mit geringen Mitteln auskommen muss.“ Das sei auch die Ursache für diese Tabellensituation, so die Trainerin.

Der HSV von der Insel Usedom, der 2004 sogar in die zweite Liga aufstieg und von 2010 bis 2013 in der dritten Liga spielte, gehört zu den Top-Gegnern in dieser Saison – und damit zu den Herausforderungen, die Fabian Schütze gesucht hatte bei seinem Wechsel. „Das war definitiv der richtige Schritt, um mich weiterzuentwickeln und mich zu verbessern. Ich kann in Ludwigsfelde noch einige Dinge lernen und mir ein paar Sachen von meinen Mitspielern abgucken. Gerade in diesen Spielen gegen Top-Teams ist man noch motivierter und will umso mehr eine gute Leistung liefern.“

Auf das Spiel gegen den HSV freut sich Schütze auch wegen der Atmosphäre in der Stadtsporthalle, den Schulterschluss zwischen Mannschaft und Zuschauern. „Es ist etwas Neues für mich, in jedem Heimspiel vor so vielen Zuschauern zu spielen. Beim ersten Heimspiel war ich noch etwas aufgeregt, aber mittlerweile ist man nicht mehr nervös, sondern freut sich, vor so einer tollen Kulisse zu spielen“, sagt Schütze, der derzeit einen Sportmanagement-Masterstudiengang absolviert und nebenbei beim Handball-Verband Berlin arbeitet.

Der LHC ist Station Nummer drei in der Laufbahn des gebürtigen Berliners. Im Alter von fünf Jahren begann Fabian Schütze beim BSV mit dem Handball spielen, lediglich ein Jahr lang wechselte er das Trikot, als er in der A-Jugend beim BFC Preussen spielte. Das sportliche Ziel mit seiner neuen Mannschaft? „Ein Platz im oberen Mittelfeld und persönlich möchte ich weiterhin an meine Leistung aus den vergangenen Spielen anknüpfen, um der Mannschaft zu helfen und in meiner Entwicklung den nächsten Schritt nach vorne machen zu können.“

Personell bleibt die Lage beim LHC weiter angespannt: „Boris Teichert, Florian Storm und Nico Wiede sind nur bedingt einsatzfähig“, berichtet Trainerin Klante, „René Rose mit einem Infekt, Ludwig Greupner mit Knie- und Steffen Knaack mit Rückenproblemen fallen aus.“

Von Lars Sittig

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