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Sportbuzzer Potsdam will als Bundesstützpunkt klassifiziert werden
Sportbuzzer Potsdam will als Bundesstützpunkt klassifiziert werden
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00:35 10.05.2018
Rainer Hoppe, der Wasserballwarts Deutschlands, war am Wochenende bei der Pokal-Endrunde im blu in Potsdam. Quelle: imago/Eibner
Potsdam

Rainer Hoppe ist eine Wasserball-Legende. Der 56-Jährige spielte in der Bundesliga für Duisburg, Uerdingen, Wuppertal sowie Düsseldorf und thront mit 1324 Treffern als Rekord-Torschütze. Seit eineinhalb Jahren ist der gebürtige Duisburger Deutschlands oberster Wasserball-Funktionär und will den Sport aus seinem Dornröschenschlaf wecken. Zweimal in Folge haben die Herren die Olympischen Spiele verpasst, das kostet den Verband viele Fördergelder.

Der Berliner Hagen Stamm, der schon von 2000 bis 2012 Bundestrainer war, soll eine Mannschaft aufbauen, die Olympia 2020 und 2024 in Angriff nehmen kann. 2020 in Tokio nehmen zwölf Nationen teil. Deutschland ist derzeit in der Welt zwischen Platz sieben und 14 einzuordnen. Hoppe: „Die Qualifikation wird eine enge Kiste.“

Ausländerquote wurde diskutiert

Am Wochenende freute sich Hoppe über eine gelungene Pokalendrunde im Potsdamer Sportbad blu. „Eine sehr funktionale Halle und ein gelungenes Event“, sagte Hoppe. Im Finale der Herren zwischen den beiden einzigen deutschen Profiteams Waspo Hannover und Wasserfreunde Spandau (12:8) wurde jedoch ein Dilemma deutlich: Die beiden Topteams werden von Akteuren dominiert, die nicht für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind. Bester Finalschütze mit vier Toren für Hannover war der Montenegriner Darko Brguljan. Dadurch wird einerseits die Entwicklung deutscher Talente behindert. Andererseits sind Erfolge in der Champions League nur mit internationalen Stars möglich. Hoppe: „Die Qualität steigt dadurch, Waspo und Spandau brauchen diese Spieler.“ Waspo kaufte sich für die Champions League Sendezeit und brachte den Wasserball, der sonst fast nur bei Olympia übertragen wird, ins Fernsehen. Spandau hat sich kürzlich für die Runde der besten acht europäischen Teams qualifiziert. Das ist der größte internationale Erfolg seit 2003. „Eine tolle Leistung“, sagt Hoppe.

Eine Ausländer-Quote für die Bundesliga sei diskutiert worden, erzählt Hoppe. „Aber das wäre ein Verstoß gegen EU-Recht. Das ginge nur bei Nicht-EU-Ausländern.“ Die meisten kommen jedoch aus Südosteuropa. Der Verband will den Nachwuchs derweil auf einem anderen Weg stärken. Künftig könnte es die Auflage geben, dass jeder Erstligist eine U18-Bundesligamannschaft stellt.

Potsdam bisher außen vor

Potsdam erfüllt dieses Kriterium, macht – mit den White Sharks Hannover – die beste Nachwuchsarbeit in Deutschland. „Potsdam ist auf einem sehr, sehr guten Weg“, lobt Hoppe. Dennoch droht der Landeshauptstadt, nicht als Bundesstützpunkt klassifiziert zu werden. Stand jetzt sind künftig Berlin, Hannover und Duisburg Bundesstützpunkte. Der Verband wollte Potsdam als weiteren Standort, das ist jedoch nicht genehmigt worden. Hoppe: „Es tut mir leid für Potsdam. Wir wünschen uns, dass der Standort weiter gute Arbeit macht.“ Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, wird auf verschiedenen Ebenen verhandelt. Als Talenteschmiede nehmen die Potsdamer für sich in Anspruch, zum Wiedererstarken des Wasserballs beitragen zu können.

Von Ronny Müller

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