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Sportbuzzer Hagen Pohle haut auf die Pauke
Sportbuzzer Hagen Pohle haut auf die Pauke
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18:29 13.04.2018
Eisbären-Fan Hagen Pohle vor der Arena am Ostbahnhof. Quelle: Handelmann
Potsdam

Wenn Hagen Pohle am Samstag bei den Deutschen Meisterschaften im 20 Kilometer Gehen auf dem Stadtring in Naumburg an der Startlinie steht, dann gehen seine Blicke sicher noch mal nach unten auf die Füße. Vielleicht zieht er sogar mal schnell an den Schnürsenkeln seiner Sportschuhe und kontrolliert, ob alles fest sitzt. Denn eine Woche zuvor beim Grand Prix in Podebrady/Tschechien ereilte ihn schon zwei Kilometer nach dem Start ein Alptraum. Am rechten Schuh löste sich der Schnürsenkel und schlug gegen das linke Bein.

„Ich dachte nur, das gibt es doch nicht“, erzählt Pohle. „Das ist mir noch nie passiert. Ich mache eigentlich immer mehrere Knoten in den Schnürsenkel, knote die Schleife auch noch mal. Ich hatte den rechten Schuh vor dem Start extra noch mal neu geschnürt, weil er mir ein wenig zu locker saß.“

Alptraum offener Schnürsenkel

Wie auch immer – Pohle fühlte sich, als wäre er in eine Falle getappt. Ruckzuck kniete er sich hin und band den Schuh wieder zu. Barfuß weiter zu gehen, wäre auch keine Alternative gewesen. Aber die paar Sekunden reichten, um den Anschluss an das Spitzenfeld zu verlieren. So quälte er sich allein und gegen den Wind die „restlichen“ 18 Kilometer. In 1:23:20 Stunden blieb der Schützling von Trainer Ronald Weigel als Fünfter unter seinen Möglichkeiten.

Zumal Pohle noch einen Leistungsnachweis von 1:23:00 Stunden für die Nominierung zur Leichtathletik-Europameisterschaft im August in Berlin erbringen muss. Denn bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr in London fehlte ihm als 17. ein Platz für die sofortige EM-Qualifikation (16.).

Kampf um das DM-Podest

Das Missgeschick von Podebrady werde ihn nicht weiter verunsichern. „Das habe ich schnell abgehakt“, sagt der Polizeimeister. Zumal er sich als eingefleischter Fan der Eisbären Berlin letztes Wochenende gleich von Tschechien aus auf den Weg nach Nürnberg machte und dort den entscheidenden Sieg seiner Eishockey-Lieblinge zum Finaleinzug miterlebte. Am Sonntag wird er wieder mit seiner Pauke im Fan-Block in der Arena am Ostbahnhof stehen und die Berliner im zweiten Finalspiel gegen München als siebter Mann – so steht es auf seinem Eisbären-Leibchen – anfeuern. „München ist sicher Favorit, aber die Eisbären haben in den Playoffs bisher überzeugt. Das wird spannend“, findet der 26-Jährige.

Ebenso dramatisch könnte es in Naumburg zugehen. „Dorthin fahre ich, seit ich Geher bin“, berichtet Pohle, der vor fünf Jahren schon mal deutscher Meister auf der Straße werden konnte. Im Vorjahr erreichte er ebenda Platz vier. „Diesmal habe ich mir das Podium vorgenommen“, sagt er. Die größte Konkurrenz kommt aus seiner Trainingsgruppe beim SC Potsdam. Neben dem WM-Fünften Christopher Linke, der vorige Woche in Podebrady siegte, wird auch Nils Brembach, der in Tschechien noch verletzungsbedingt fehlte, an der Startlinie stehen. Dass alle auf festgeschnürte Schuhe achten, dürfte klar sein.

Von Peter Stein

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