Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Leni Wildgrube: Schön, wenn Leistung anerkannt wird
Sportbuzzer Leni Wildgrube: Schön, wenn Leistung anerkannt wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:54 31.01.2019
Bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires gewann Leni Freyja Wildgrube im Oktober Gold. Quelle: Gustavo Ortiz/dpa
Potsdam

Stabhochspringerin Leni Freyja Wildgrube wurde 2018 U18-Europameisterin und gewann bei den Olympischen Jugendspielen. Die 17 Jahre alte Leichtathletin vom SC Potsdam heimste danach viele Ehrungen ein. Unter anderem wurde sie in Potsdam zur Nachwuchssportlerin des Jahres gekürt, in Deutschland zur Nachwuchsleichtathletin des Jahres und nun auch als Eliteschülerin des Sports 2018 geehrt. Bei der Halbjahreszeugnis-Ausgabe in der Mensa der Potsdamer Sportschule wird sie am Freitag ganz sicher noch einmal im Mittelpunkt stehen. Im Interview spricht sie über ihren Erfolg im Sport, ihre schulischen Pflichten und weitere Ziele.

Nun haben Sie auch bei der Wahl zur Eliteschülerin des Sports den ersten Platz belegt. Wie haben Sie das erlebt?

Leni Wildgrube: Zuerst wurden ja die Drittplatzierte und der Zweitplatzierte geehrt. Da steigt natürlich die Spannung. Ich war schon sehr aufgeregt und schließlich überrascht, dass ich gewonnen habe. Denn der Zweitplatzierte, der Kanute Jakob Thordsen aus Hannover, konnte im vergangenen Jahr schon WM-Gold im Kajakvierer bei den Erwachsenen gewinnen. Davon bin ich ja noch weit entfernt. Der Pokal ist ganz schön schwer, den werde ich zu Hause in meinem Zimmer bei meinen Eltern in Kleinmachnow zu den anderen Trophäen stellen.

Sie haben in den letzten Wochen viele Auszeichnungen erhalten. Welche schätzen Sie am meisten?

Da will ich keine Reihenfolge festlegen. Jede Auszeichnung ist schön, da ist keine wie die andere. Wichtig ist mir, dass Leistung von außen gesehen und anerkannt wird. Es freut mich, wenn registriert wird, was ich leiste. Dafür strenge ich mich auch an.

Wie läuft es denn in der Schule?

Eigentlich ganz gut. Ich absolviere das sogenannte additive Abitur, also bis zur 14. Klasse. Jetzt gehe ich in die 12. Klasse, mal sehen, wie am Freitag das Halbjahreszeugnis ausfällt. Im letzten Jahr lag mein Zensurenschnitt bei 1,7.

Haben Sie Lieblingsfächer neben dem Sport?

Die Sprachen Englisch und Französisch liegen mir. Das hilft mir auch bei den Wettkampfreisen.

Gibt es auch Problemfächer?

Eigentlich nicht. Richtig schwer fällt mir nichts. In Mathe musste ich zuletzt ein wenig mehr tun, weil ich durch die Jugendspiele ein bisschen was verpasst hatte. Aber das habe ich ganz gut wieder hinbekommen. Es fällt mir nicht schwer, mich zu motivieren. Aber der Sport macht schon mehr Spaß.

Sind Sie ordentlich?

(lacht) Mal mehr, mal weniger.

Was war 2018 Ihr größtes Erlebnis?

Sicher die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires in Argentinien. In den drei Wochen dort habe ich so viele neue Leute kennengelernt. Das war alles viel größer als eine EM oder WM von Leichtathleten.

Wer hat den größten Anteil am Erfolg?

Da gibt es viele, die mich unterstützen. Aber neben meinen Eltern muss ich vor allem meinen Trainer Toralf Neumann nennen, der mich seit vier Jahren betreut. Ohne ihn wäre ich nicht so weit gekommen.

Sie müssen als Stabhochspringerin viel turnen. Was haben Sie als Ex-Turnerin noch so drauf?

Salto und Flickflack kann ich schon noch. Wir turnen im Training eher stabhochsprungspezifisch.

Sie haben noch sechs Geschwister. Ihr 13-jähriger Bruder Wigurd geht nun auch auf der Sportschule in die 7. Klasse und wohnt im Internat. Schaut da die ältere Schwester öfter mal nach dem Rechten?

(lacht) Nein, er kommt schon ganz gut allein klar.

Welche Wettkämpfe stehen an?

Am Wochenende starte ich bei den Norddeutschen Meisterschaften in Neubrandenburg über 60 Meter Hürden und im Stabhochsprung. Ich hatte jetzt drei Wochen mit einer Fußverletzung zu kämpfen. Ich werde sehen, was geht.

Was sind Ihre Saisonziele für den Sommer?

Ich möchte meine Bestleistung auf 4,35 bis 4,40 Meter steigern und an den U20-Europameisterschaften teilnehmen.

Von Peter Stein

Elf Jahre coachte Werner Schuster die deutschen Skispringer. Nach dieser Saison ist nun Schluss. Der 49-Jährige will mehr Zeit für seine Familie haben. Beim Skiverband beginnt die Nachfolger-Suche.

31.01.2019

Die deutschen Handballer treffen am Freitag auf eine Bundesliga-Auswahl - obwohl die WM gerade mal wenige Tage vorbei ist. Sportlichen Wert messen die Verantwortlichen dem All-Star-Game zwar ohnehin nicht bei. Emotional könnte es dennoch werden.

31.01.2019

Angeführt von Alexander Zverev strebt das deutsche Davis-Cup-Team am Freitag und Samstag gegen Ungarn das Erreichen der Finalwoche an. In dem traditionsreichen Wettbewerb ist vieles neu in diesem Jahr. Der deutsche Topspieler ist mit der Reform überhaupt nicht einverstanden.

31.01.2019