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Brandenburg/Havel Achim Freymann hält Brandenburger Fahne hoch
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14:05 27.03.2018
Achim Freymann startete für die Lebenshilfe bei der deutschen Meisterschaft. Quelle: Marcus Alert
Brandenburg/H

Der gebürtige Brandenburger Achim Freymann startete am Wochenende als einziger Brandenburger in seiner Geburtsstadt bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften im Para-Tischtennis. Er ist zugleich auch seit vielen Jahren der erste Starter aus dem Land Brandenburg.

Die Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam begeisterte bei der Deutschen Meisterschaft als Ausrichter mit hervorragenden Bedingungen und perfekter Vorbereitung. Am Start waren 64 Behinderten-Sportler aus ganz Deutschland.

Eine Umarmung für die Trainerin

Langsam legte Achim Freymann den Tischtennisschläger und den Ball in der Satzpause auf den Tisch. Wie in Zeitlupe schlich der 24-Jährige in der Brandenburger Sporthalle „Am Marienberg“ weiter zu Stefanie Ludwig. Die Trainerin der Lebenshilfe sprach nur wenige und einfach verständliche Worte mit ihm.

Als die Satzpause vorbei war, umarmte Achim Freymann für einen neutralen Beobachter völlig unerwartet seine Trainerin und ging wieder an den Tisch. „In den vergangenen anderthalb Jahren hat er bereits große Fortschritte gemacht“, so die mit seinem Auftritt bei diesem Wettkampf sehr zufriedene Trainerin.

Trainiert wird in der „Havelschule“

Am Samstag fokussierten sich in Brandenburg an der Havel alle Augen und Ohren auf Achim Freymann, der bei Fliedners in der Metallwerkstatt arbeitet, bei seinen Eltern wohnt und bei der Lebenshilfe zweimal die Woche den Schläger in die Hand nimmt. Trainiert wird mit etwa 20 anderen Behinderten in der Sporthalle der hiesigen „Havelschule“.

Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften (U25) hielt Achim Freymann die Brandenburger Fahnen als einziger Starter hoch. „In Brandenburg Stadt als gebürtiger Brandenburger an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu können und ein Spiel zu gewinnen: Das ist einfach super“, sagte ein sichtbar glücklicher Freymann nach dem Turnier.

Am Ende ein Sieg und drei Niederlagen

Gleich das erste Spiel hatte er gegen Justin Finke (TSG Markkleeberg) mit 3:1 Sätzen gewinnen können. Am Ende standen dieser eine Sieg und drei Niederlagen in den Geschichtsbüchern. Das bedeutete am Ende den 4. Platz. Der Titel ging an Maximilian Kröber (PSC Berlin).

„Für uns zählte nur der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles“, verriet Trainerin Stefanie Ludwig, die einst beim SV Blau-Weiß Wusterwitz diese Sportart erlernte. Stolz fügte sie an: „Er hat alles umgesetzt, was ich wollte.“ Für Coach Stefanie Ludwig ist diese Tatsache von noch höherer Bedeutung als der Ehrensieg.

Er leidet an Trisomie 21

Denn Achim Freymann, der in der Wettkampfklasse 11 startete, ist von Geburt an geistig behindert. Er leidet an Trisomie 21 (Down-Syndrom). Daher gilt es taktische Änderungen „so langsam und einfach wie möglich zu erklären“, so Stefanie Ludwig. Bei einer so komplexen Sportart wie Tischtennis mit dem hinzukommenden Zeitdruck in der Satzpause sowie bei den Auszeiten ist das alles andere als einfach. Aus diesem Grund läuft es in den Pausen meistens auf das „Loben, Aufbauen und Spaß haben“ hinaus.

Für den 24-jährigen Achim Freymann war es der erste und zugleich auch letzte Auftritt bei der U25-DM. Im nächsten Jahr ist er für diese Titelkämpfe bereits zu alt. Doch gibt es natürlich auch eine Ü25-DM. Das ist sicherlich das nächste sportliche Ziel des ehrgeizigen Lebenshilfe-Sportlers.

Von Dirk Michler

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