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Brandenburg/Havel Von der Keimzelle zur Hochburg
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17:27 21.02.2018
Ein großer Moment: Der SV 63 feiert 2005 den Landespokalsieg. Sven Schößler – damals Kapitän, heute Trainer – nimmt den Pokal entgegen. Quelle: foto: sv63
Brandenburg

Die Gründerzeit ist ausführlich auf der Vereinshomepage dokumentiert, die Jahre, in denen eine Ära ihren Anfang nahm. 1963 wurde der Verein SG Dynamo Brandenburg-West aus der Taufe gehoben, der Vorgängerverein des SV Brandenburg West. Schul-Arbeitsgemeinschaften wurden damals zur Keimzelle der Handball-Abteilung, der Aufstieg zu einer der Hochburgen des Landes begann. Vor der Wende erkämpft das Nachwuchszentrum der Sport-Gemeinschaft unter anderem mehrere Nachwuchs-DDR-Meistertitel und Vize-Meisterschaften. „Unsere Tradition ist groß“, sagt Frank Seiler, amtierender Vorsitzender des Vereins, „darauf sind wir sehr stolz, aber wir sind auch in der Gegenwart sehr gut aufgestellt.“

In der Tat: Der SV aus der Havelstadt zählt zu den Vereinen, die das Ende des DDR-Sportsystem – obligatorischer Trägerbetrieb bis 1990 war die Polizei – nach der politischen Wende gut gemeistert haben. Im Zuge der Neuordnung auch im Sport gliederte sich die Abteilung Handball aus der SG aus, auch ein anderes Aushängeschild der Stadt, der Judo-Verein PSG Dynamo Brandenburg Mitte, hat übrigens seine Wurzeln in der 1963 gegründeten „Sport-Gemeinschaft“.

Inzwischen zählt der SV 63, bei dem Männerhandball erst in den frühen Nachwendejahren entstand, zum erlauchten Kreis der brandenburgischen Vereine, die den Sprung in die dritte Liga geschafft haben – die „63er“ sogar bei den Frauen und Männern.

Auch wenn sich die Flaggschiffe derzeit nicht auf Höhenflügen wie damals befinden – die erste Herrenmannschaft ist Letzter der Oberliga Ostsee-Spree, das Frauenteam spielt in der Brandenburgliga und liegt dort auf Rang zwei – das Vereinsleben, der Kern jedes Sport-Verbundes, ist intakt. Betrieben werden auch JuJutso, Freizeitfußball und Bowling.

„Es herrscht ein großes Wir-Gefühl im Verein“, sagt Seiler, „wir haben das Glück, dass sich neben den Ehrenamtlern auch sehr viele Eltern einbringen. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich.“ 30 Übungsleiter sind im Moment tätig, 24 unterrichten den Nachwuchs. Derzeit werden 15 neue Trainer-Lizenzen absolviert, der Verein hat alle Altersklassen mit Teams besetzt. Gut möglich, dass aus dem stattlichen Talentpool an der Havel also wieder jemand den Sprung auf die große Bühne des Handballs schafft. So wie Torhüter Lutz Grosser, der später mit Lemgo den Deutscher Meistertitel, den DHB-Pokal und den Europacup der Pokalsieger gewann.

Auch der Trainer der ersten Männervertretung, Sven Schößler, startete in der Jugend-Abteilung seine Laufbahn, bevor er in der ersten und zweiten Bundesliga spielte und seit einigen Monaten an der Seitenlinie steht. In Zukunft will der Club noch stärker auf Spieler aus den eigenen Reihen und aus der Region setzen. „Bereits jetzt hat das Gros der ersten Mannschaft bei uns im Nachwuchs gespielt, das erste Frauenteam stammt komplett aus den Reihen des Vereins“, berichtet der 32 Jahre alte Vorsitzende.

Die Ziele sind ehrgeizig: „Wir wollen uns mit den ersten Frauen- und Männermannschaften langfristig in der Oberliga etablieren. Das Männerteam soll im Falle eines Abstiegs den sofortigen Wiederaufstieg schaffen und perspektivisch soll auch wieder eine Mannschaft an der dritten Liga anklopfen“, sagt Seiler, der selber mit dem Verein in der Regionalliga spielte. Zur Keimzelle des Erfolges könnten wie in der Gründerzeit Schul-Arbeitsgemeinschaften werden: Vier betreibt der SV 63 davon und außerdem eine Trainingsgruppe in einer Kita. „Wichtig ist, die ausgebildeten Talente in der Havelstadt zu halten und ihnen auch beruflich eine Perspektive bieten zu können – so profitiert nicht nur der Handball, sondern die ganze Region“, ist sich Seiler sicher.

Von Lars Sittig

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